Sonntag, 04. Dezember 2016


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Neues Versorgungskonzept geht an den Start

Familien- und Erziehungsberatung in der Region Hannover

(lifePR) (Hannover, ) Die Region Hannover flächendeckend mit Einrichtungen der Familien- und Erziehungsberatung (FEB) versorgen - das ist das Ziel des Projekts "Netzwerk Familienberatung", das die Region Hannover vor drei Jahren auf den Weg gebracht hat. Daraus entstanden ist ein neues Versorgungskonzept für die gesamte Region Hannover: Künftig wird es in jeder Kommune ein FEB-Angebot in Form einer Beratungsstelle, Außenstelle oder einer regelmäßigen Sprechstunde geben. Am Dienstag (21. Juli) ist das neue Versorgungskonzept von der Regionsversammlung einstimmig beschlossen worden.

"Die Familien- und Erziehungsberatung ist ein grundlegendes Unterstützungsangebot für Familien mit Kindern. Diese Entscheidung zur Neuausrichtung ist ein Meilenstein für unsere Arbeit", sagte Erwin Jordan, Dezernent für soziale Infrastruktur der Region Hannover. "Die flächendeckende Grundversorgung und einheitliche Qualitätsstandards in allen Kommunen bringen uns näher an das Ziel, niedrigschwellige Beratung wirklich allen Einwohnerinnen und Einwohnern der Region zu ermöglichen."

Bereits jetzt sind die bestehenden Angebote der Familien- und Erziehungsberatung für die Ratsuchenden unbürokratisch und vertraulich - bisher waren aber Anzahl und Inhalte der Angebote nicht einheitlich und gleichmäßig auf die 16 Kommunen, in denen die Region Hannover Jugendhilfeträgerin ist, verteilt. Auch waren die freien Träger auf eine Kostenbeteiligung durch die Ratsuchenden angewiesen. Das neue Konzept sieht vor, in allen Kommunen die Versorgung zu vereinheitlichen - unabhängig von dem Träger der Beratungsstellen. Sofern nicht die Region Hannover die FEB-Versorgung übernimmt, sichern Leistungs- und Förderverträge mit den freien Trägern einheitliche Qualitätsstandards.

Die Kommunen, die selbst Jugendhilfeträger sind, können entscheiden, ob sie die FEB-Grundversorgung selbst gewährleisten oder diese Aufgabe durch die Region Hannover wahrnehmen lassen. Aktuell haben sich Burgdorf, Laatzen und Lehrte von den Kommunen mit eigenem Jugendamt dazu entschlossen, die Organisation und Steuerung der FEB-Leistungen der Region Hannover zu übertragen. Die Kommunen Hannover und Langenhagen übernehmen diese Aufgabe selbst, wobei sie die Region Hannover finanziell unterstützt.

Angestrebt ist eine regionsweite flächendeckende Versorgung. Bei der Planung hat sich die Region Hannover an der bundesdurchschnittlichen Versorgungsquote orientiert: Diese sieht eine Fachkraft für 3.650 junge Menschen unter 21 Jahren vor. Um den Standard zu gewährleisten, wird die Region Hannover in vier Teilregionen untergliedert. Angestrebt ist die Vernetzung einer zentralen Einrichtung mit Außenstellen oder Sprechstunden in den Kommunen der jeweiligen Teilregion.

"Die Neuausrichtung gibt uns auch die Möglichkeit, neue Kooperationen einzugehen, intensiver mit den lokalen Hilfeangeboten zusammenzuarbeiten", so Matthias Möller, koordinierender Gesamtleiter der Familien- und Erziehungsberatung der Region Hannover. "Wir wollen auch inhaltlich neue Wege einschlagen und mehr nach draußen gehen und unsere Unterstützung vor Ort anbieten, etwa in Kitas."

In jedem der vier Versorgungsgebiete soll es ein Team aus Fachkräften mit unterschiedlichen Schwerpunkten geben, das mit mindestens fünf Vollzeitstellen besetzt ist. Zu den Grundleistungen der FEB gehören - neben der Beratung und therapeutischen Unterstützung von Kindern und Jugendlichen sowie ihren Eltern - die Trennungsberatung, die frühe Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern sowie Angebote der Prävention wie etwa Gesprächsrunden oder Vorträge. Darüber hinaus beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der FEBs fallbezogen Fachkräfte aus Jugendhilfe, Kitas, Schulen oder anderen sozialen Diensten und Einrichtungen.

Offizieller Start des neuen Versorgungskonzeptes ist am 18. September: Dann eröffnet die neu aufgestellte Familien- und Erziehungsberatung für die Teilregion Süd mit einer zentralen Beratungsstelle in Ronnenberg und Außenstellen in den Kommunen Barsinghausen, Laatzen und Springe. Sprechstunden in Gehrden, Hemmingen, Pattensen und Wennigsen sollen im nächsten Jahr dazu kommen. Ergänzt wird das Angebot durch die Paar-, Familien- und Lebensberatungsstelle des ev. Kirchenkreises Laatzen-Springe.

Die nord-westliche Teilregion wird durch die FEB Neustadt mit ihren Außenstellen in Seelze und Wunstorf sowie durch die Beratungsstelle für Erziehungs- und Lebensfragen der Stadt Garbsen versorgt. In den Kommunen Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze bleibt die FEB Burgdorf mit ihren Außenstellen die zentrale Beratungsstelle. In den nördlichen Kommunen Burgwedel, Isernhagen und der Wedemark übernimmt die dortige Lebensberatungsstelle diese Funktion.

Ergänzt wird die flächendeckende Versorgung durch zentrale Beratungsangebote freier Träger in der Landeshauptstadt und durch spezialisierte Fachberatungsstellen. Alle beteiligten Beratungsstellen sind im "Netzwerk Familienberatung" organisiert, das regelmäßig alle Kooperationspartnerinnen und -partner zum fachlichen Austausch einlädt.

Weitere Informationen zum neuen Versorgungskonzept der Familien- und Erziehungsberatung in der Region Hannover finden Sie unter http://regions-sitzungsinfo.hannit.de/...
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