Samstag, 10. Dezember 2016


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Mehr als 70 Vorhaben stehen in den nächsten fünf Jahren an

Region führt Prioritätenliste für Baumaßnahmen an Kreisstraßen bis 2019 fort

(lifePR) (Hannover, ) Für Bauvorhaben an Kreisstraßen und Radwegen will die Region Hannover bis 2019 rund 28 Millionen Euro ausgeben. So sieht der Vorschlag der Verwaltung aus, den Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz am Dienstag, 16. Juni 2015, vorgestellt hat. Geplant ist, jedes Jahr 4,7 Millionen Euro in Baumaßnahmen zu investieren. Dazu kommen noch einmal knapp 1,9 Millionen Euro für die Unterhaltung von Kreisstraßen und Radwegen. Von 2015 bis 2019 stehen mehr als 70 Vorhaben auf der Prioritätenliste, die jetzt den politischen Gremien zur Beratung vorgelegt wird. Die Planung steht unter dem Vorbehalt der jeweiligen Haushaltsbeschlüsse durch die Regionsversammlung.

"Der Zustand der Kreisstraßen und Radwege ist nicht nur eine Frage des Fahrkomforts, sondern in erster Linie auch eine Frage der Verkehrssicherheit", sagt Verkehrsdezernent Franz. Langfristiges Aufschieben von notwendigen Maßnahmen sei auch aus finanziellen Gründen nicht sinnvoll: "Wer zu viel an dieser Stelle spart, muss später umso mehr für die Erneuerung ausgeben." Elke van Zadel, Leiterin des Fachbereichs Verkehr der Region Hannover, erläutert: "Wir haben die Prioritätenliste grundlegend überarbeitet. Die Verwaltung hat nicht nur geguckt, was wünschenswert oder notwendig ist, sondern vor allem den Planungsstand berücksichtigt. Wir können kein Bauvorhaben kurzfristig realisieren, wenn wir wissen, dass die Region Grunderwerb tätigen muss oder das Planfeststellungsverfahren noch am Anfang steht." Deshalb seien einige Vorhaben im Vergleich zu früheren Listen für andere Jahre eingeplant.

Kürzlich begonnen wurde die Erneuerung der Leinebrücke im Zuge der K332 in Garbsen-Schloss Ricklingen. Das Investitionsvolumen umfasst rund 650.000 Euro. Zwei weitere Brücken werden ebenfalls ab diesem Jahr komplett durch Neubauten ersetzt: die Brücke in Burgdorf-Ehlershausen über die Neue Aue im Zuge der K125 und die Wöhlbach-Brücke in Springe-Eldagsen an der K208. Ein weiterer Brückenneubau ist für das nächste Jahr in Wunstorf-Bokeloh an der K330 vorgesehen - sie ist wegen ihres Zustands schon jetzt nur einspurig befahrbar.

Bei den Fahrbahnsanierungen steht in Kürze der erste Spatenstich für die Sanierung eines Teilstücks der Ortsdurchfahrt in Uetze-Hänigsen an. Auch die Ortsdurchfahrt in Wunstorf-Bokeloh soll ab diesem Jahr erneuert werden. Dort hat der Schwerlastverkehr deutliche Spuren hinterlassen. Da die bestehende Asphaltschicht nur 3,5 Zentimeter stark ist, ist der Einbau einer Verstärkerschicht, wie ursprünglich geplant, nicht möglich - die Maßnahme wird damit umfangreicher als ursprünglich geplant.

2016 steht mit einem Volumen von 1,5 Millionen Euro als größte Maßnahme der Ausbau der K113 zwischen Isernhagen K.B. und Isernhagen F.B. an. Dort soll nicht nur die Fahrbahn erneuert werden, sondern auch die Entwässerungseinrichtungen und der Radweg. Wegen schwerer Schäden war der Regenwasserkanal bereits in den vergangenen Jahren mehrfach in Teilabschnitten saniert worden. Auch der Radweg entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen und war zuletzt oft durch parkende Fahrzeuge blockiert. Das Planfeststellungsverfahren ist eingeleitet, mit dem Beschluss rechnet die Region Hannover noch 2015.

Für den Bereich Isernhagen stehen in den kommenden Jahren auch mehrere Radwegeprojekte an: So soll ab 2016 die Lücke an der K116 zwischen Neuwarmbüchen und Thönse geschlossen werden - Kostenpunkt 600.000 Euro. Für 2017 ist der Lückenschluss entlang der K113 zwischen der L 381 in Isernhagen N.B. und der K114 geplant. Der Radweg zwischen Isernhagen K.B. und Altwarmbüchen an der K114 soll 2018 für 300.000 Euro erneuert und verbreitert werden - die Oberfläche ist schadhaft.

Verbesserungen im Radwegenetz stehen aber auch in anderen Bereichen an. So ist geplant, ab 2017 zwischen Ronnenberg und Hemmingen-Devese entlang der K221 und der K226 einen Radweg zu bauen. Das Planfeststellungsverfahren soll in diesem Jahr eingeleitet werden. Für das Vorhaben sind 800.000 Euro veranschlagt. Für 2019 ist der Neubau eines Radwegs entlang der K214 zwischen Springe-Eldagsen und Springe-Völksen vorgesehen. Das ist das Ergebnis des Beteiligungsverfahrens zum Bedarfsplan Radverkehr aus dem Jahr 2013. Gründe sind das hohe Verkehrsaufkommen und der Anschluss ans S-Bahn-Netz in Völksen. Für den neuen Radweg rechnet die Region Hannover mit einem Investitionsvolumen von 1,2 Millionen Euro. "Wir wollen den Radverkehr als äußerst effiziente und umweltfreundliche Art der Fortbewegung fördern und das Wegenetz für Alltag und Freizeit weiter ausbauen", betont Verkehrsdezernent Ulf-Birger Franz.

Die umfangreichste Maßnahme, die sich in der Prioritätenliste wiederfindet, ist der Neubau einer Kreisstraße, verbunden mit mehreren Umwidmungen, um in Wunstorf-Poggenhagen den Verkehrsfluss zu verbessern. Erhebungen haben ergeben, dass der Bahnübergang an der K336 14 Stunden am Tag geschlossen ist. Da an Ort und Stelle kein Brückenbauwerk erreichtet werden kann, muss eine neue Straße mit einer Brücke über die Bahngleise geschaffen werden. Die beteiligten Straßenbaulastträger, die Städte Wunstorf und Neustadt a. Rbge., die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehrs sowie die Region Hannover, haben bereits eine Absichtserklärung unterschrieben. Die konkreten Planungen beginnen im kommenden Jahr, der eigentliche Bau nicht vor 2020. "Wir rechnen mit einer Bausumme von insgesamt 9,1 Millionen Euro", sagt Fachbereichsleiterin Elke van Zadel.

Die Region Hannover ist in als sogenannte Baulastträgerin für 610 Kilometer Kreisstraßen verantwortlich, die von zurzeit 330 Kilometer Radwegen "begleitet" werden. Neben den Straßen und Wegen ist die Region als Eigentümerin auch verantwortlich für 150 Brücken, Trogbauwerke und Stützwände, dazu kommen 500 Durchlässe.
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