Sonntag, 11. Dezember 2016


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Bessere Präsenz vor Ort: Neue Außenstelle des Fachbereichs Jugend in Wunstorf

ASD, Familien- und Erziehungsberatung und Jugendmedizin unter einem Dach

(lifePR) (Hannover/Wunstorf, ) Bessere Zugänglichkeit, größere Räume, Angebote gebündelt an einem Ort: Die Region Hannover hat im Düendorfer Weg in Wunstorfs Zentrum eine neue Außenstelle für die Jugendhilfestation, die Familien- und Erziehungsberatung und die Sozialpädiatrie und Jugendmedizin bezogen. Damit ist der Fachbereich Jugend für Kinder, Jugendliche und Familien aus Wunstorf besser erreichbar, auch die Zusammenarbeit mit den sozialen Diensten der Stadt und Fachkräften vor Ort wird erleichtert. Am Freitag (27.02.) wurde die neue Außenstelle eingeweiht.

"Die neue Präsenz in Wunstorf ist ein weiterer Schritt, die Jugendhilfe und unsere Angebote vor allem für junge Familien näher an die Bürgerinnen und Bürger heranzutragen", so Regionspräsident Hauke Jagau. "In Wunstorf füllen wir nun nicht nur eine bislang bestehende Lücke in unserem regionsweiten Netz der Familien- und Erziehungsberatung, die modern ausgestatten und barrierefreien Räume tragen auch zu einer entspannten Arbeitsatmosphäre bei und verbessern damit die Unterstützung von Kindern, Jugendlichen und Eltern in familiären Krisen."

Bislang hatte der Allgemeine Soziale Dienst (ASD), der für die Jugendhilfeaufgaben zuständig ist, in einer Wohnung in der Straße An der Johanneskirche 2 eine Außenstelle in Wunstorf eingerichtet. Hier wurden auch die Wunstorfer Kinder vom Team Sozialpädiatrie und Jugendmedizin vor der Schule untersucht - allein für das laufende Schuljahr 380 Kinder. Aufgrund der räumlichen Enge gab es jedoch keinen Wartebereich, außerdem bot die Wohnung zu wenig Platz für Beratung und Untersuchung und war nicht barrierefrei zugänglich.

Mit dem Umzug in das Ärzte- und Bürohaus am Düendorfer Weg sind nun der ASD und der schulärztliche Dienst durch zwei separate Eingänge erreichbar. Außerdem ist Platz für ein in Wunstorf bislang neues Beratungsangebot: Die Familien- und Erziehungsberatungsstelle (FEB) Neustadt richtet zunächst einmal wöchentlich, mittwochs von 14 Uhr bis 17 Uhr, eine regelmäßige offene Sprechstunde ein. Der erste Termin ist am Mittwoch, 4. März.

Die Zusammenführung der Regions-Einheiten unter einem Dach bietet darüber hinaus Vorteile in der teamübergreifenden Zusammenarbeit, so Alisa Bach, Leiterin des Fachbereichs Jugend der Region Hannover: "Der ASD und die FEB sind zwar räumlich voneinander getrennt, aber die Kolleginnen und Kollegen können sich fachlich untereinander austauschen oder an die jeweils andere Stelle verweisen, wenn es Berührungspunkte zum Beispiel bei der Beratung von Familien in Trennungssituationen gibt."

Auch nach außen kann sich der Fachbereich Jugend nun stärker in die Netzwerkarbeit mit städtischen und anderen Einrichtungen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, einbringen: "Der neue Standort ermöglicht, dass wir lokale Partnerinnen und Partner auch mal zu Arbeitsgruppentreffen können, um die Kooperation zum Schutz von Kindern und Jugendlichen in Wunstorf und zur Unterstützung von Familien zu vertiefen", so Bach.

Erreichbar ist der ASD ist im Düendorfer Weg 11 unter Telefon (05031) 516 78-13 zu folgenden Sprechzeiten:

Montag: 9-11 Uhr und 14-16 Uhr
Dienstag: 15-17 Uhr
Mittwoch: 10-12 Uhr und 15-17 Uhr
Donnerstag: 14-16 Uhr
Freitag: 9-11 Uhr

Außerhalb der Sprechzeiten ist das Geschäftszimmer der Jugendhilfestation Neustadt unter Telefon (05032) 9804-33 montags, dienstags und donnerstags von 8 bis 15.30 Uhr, mittwochs von 8 bis 17 Uhr und freitags von 8 bis 12.30 Uhr erreichbar.

Die Aufgaben der Teams im Einzelnen:

Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD)

Der Fachbereich Jugend der Region Hannover ist zuständig für die Jugendhilfe in 16 von 21 regionsangehörigen Kommunen. Klassische Jugendamtsaufgaben übernimmt der so genannte Allgemeine Soziale Dienst (ASD). Das Team aus Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen hilft weiter bei Schwierigkeiten und Konflikten in Familien, Vernachlässigungen oder Familiengerichtsverfahren. Außerdem vermittelt der ASD Kontakte zu anderen Institutionen und Fachdiensten, leistet ambulante und stationäre erzieherische Hilfen, interveniert bei Krisen in der Familie und schützt Kinder und Jugendliche in Gefährdungssituationen. Mit sechs Jugendhilfestationen in Barsinghausen, Burgwedel, Garbsen, Neustadt, Ronnenberg Springe und Außenstellen ist der ASD vor Ort präsent.

Familien- und Erziehungsberatungsstellen

Ob aggressives Verhalten, Beziehungs- oder Schulprobleme, Scheidung der Eltern, die Bewältigung von Gewalt- und Missbrauchserfahrungen: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Familien- und Erziehungsberatungsstellen beraten und unterstützen vertraulich und kostenfrei vor Ort. Psychologen, Pädagogen, Kinder- und Jugendtherapeuten und Sozialpädagogen arbeiten dabei als multidisziplinäres Team Hand in Hand. Sie unterliegen der Schweigepflicht und bieten neben der Diagnostik und Beratung unterschiedliche Therapieformen für Familien und Einzelpersonen. Ein Schwerpunkt liegt auf der so genannten Frühen Beratung, der Unterstützung von Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern, die Signale ihrer Kinder wie z.B. Schreien, Unruhe, Ängstlichkeit oder Aggressivität verstehen und angemessen darauf reagieren zu können. Aber auch Jugendliche in Krisensituationen werden von den Fachkräften ohne Wartezeiten unterstützt. Drei Familien- und Erziehungsberatungsstellen hat die Region Hannover eingerichtet: in Barsinghausen, Burgdorf und Neustadt am Rübenberge mit Außenstellen in Laatzen, Lehrte, Seelze, Springe, Uetze und nun Wunstorf. 

Sozialpädiatrie und Jugendmedizin

Die Sozialpädiatrie und Jugendmedizin befasst sich mit den Bedingungen für Gesundheit und Entwicklung für Kinder und Jugendliche sowie deren Störungen und Auswirkungen. Das Ziel ist, mit der sozialkompensatorischen Arbeit die Gesundheits- und Bildungschancen benachteiligter Kinder, die nicht an den Versorgungsstrukturen niedergelassener Ärzte teilhaben, zu sichern oder zu verbessern.

Zu den Aufgaben gehören unter anderem:

  • Gesundheitliche Lebensumstände und die Versorgung sowie die Entwicklung von Kindern im regionalen Bezug zu beobachten, zu erfassen und im kommunalen Gesundheitsbericht zu bewerten.
  • Prävention von Entwicklungsstörungen im Säuglings- und Kleinkindalter, insbesondere der Sprachentwicklung.
  • Standardisierte Untersuchung und schulärztliche Beratung aller Kinder in der Region Hannover vor der Einschulung.
  • Beratung in Form von offenen Sprechstunden wohnortnah für Kinder und Jugendliche, Eltern, Pädagogen und alle Kooperationspartner in sämtlichen Fragen gesundheitlicher Beeinträchtigung sowie schulischer Leistungsstörung.
  • Aufklärungen über Impfungen sowie Durchführung von Impfaktionen in Schulen.
  • Durchführung gesundheitsförderlicher Projekte in Gemeinschaftseinrichtungen für Kinder und Jugendliche.
 

 
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