Mittwoch, 26. November 2014


Mitarbeiter so kreativ wie nie

Vorschlagsquote bei Innovationen steigt um ein Drittel

(lifePR) (Leipzig, ) Die Mitarbeiter in deutschen Unternehmen sprühen vor Kreativität. Im Jahr 2011 reichten sie deutlich mehr Verbesserungsvorschläge ein als im Jahr zuvor. Die Vorschlagsquote erhöhte sich um 33 Prozent von 61 auf 81 Vorschläge pro hundert Mitarbeiter. Das geht aus dem dib-Report 2012, einer repräsentativen Studie des Deutschen Instituts für Betriebswirtschaft (dib) hervor, für die im Februar und März 2012 bundesweit 163 Unternehmen und öffentliche Körperschaften mit rund 1,8 Millionen Beschäftigen befragt wurden. Die Unternehmen erzielten durch Verbesserungsvorschläge einen Gesamtnutzen in Höhe von 1,46 Milliarden Euro (2010: 1,37 Milliarden).

Nutzen der Mitarbeiter erhöht

Laut dib-Report erreichte die Anzahl der eingereichten Verbesserungsvorschläge im Jahr 2011 mit 1,4 Millionen einen neuen Höchststand (2010: 1,2 Millionen). Der durchschnittliche Nutzen pro Mitarbeiter erhöhte sich auf 829 Euro gegenüber 676 Euro im Jahr 2010. „Der Anstieg bei den eingereichten Verbesserungsvorschlägen zeigt, dass es den Unternehmen gelingt, die Mitarbeiter in betriebliche Innovationsprozesse noch stärker einzubinden und ihre Ressourcen noch intensiver zu nutzen“, sagt Sarah Dittrich, Leiterin Ideen- und Innovationsmanagement am dib.

Realisierung der Ideen legt zu

In der Metallverarbeitung 3,7 Vorschläge pro Mitarbeiter Die meisten Vorschläge reichten die Mitarbeiter der metallverarbeitenden Industrie mit 374 Vorschlägen pro hundert Mitarbeiter (2010: 238) ein. Über dem Schnitt von 81 Vorschlägen liegen auch die Automobilzulieferer (254), die Elektroindustrie (134), die öffentlichen Körperschaften (93) und der Maschinen- und Anlagenbau (82). Die wenigsten Verbesserungsvorschläge reichten die Mitarbeiter von Banken und Versicherern (11) ein. Beteiligten sich im Jahr 2010 nur 21 Prozent der Belegschaft am betrieblichen Verbesserungswesen, stieg der Anteil im Jahr 2011 auf 32 Prozent. Auch die Realisierungsquote, die Anzahl der positiv entschiedenen Ideen, legte mit 71 Prozent leicht zu (2010: 69 Prozent).

Ideenmanagement lohnt sich

Ein effizientes Ideenmanagement zahlt sich für die Unternehmen in Euro und Cent aus. Die Robert Bosch GmbH realisierte im Jahr 2011 mit 236 Millionen Euro den größten Nutzen der analysierten Unternehmen, gefolgt von der Deutschen Post AG (234 Mio.), der Deutschen Telekom AG (116 Mio.), der Audi AG (111 Mio.), der Volkswagen AG (100 Mio.) und der Daimler AG (68 Mio.) Am kreativsten war erneut die Belegschaft der Viessmann Werke in Allendorf, die fast 25 Vorschläge pro Mitarbeiter einreichte.

Unternehmen und Angestellte profitieren

Auch für die Mitarbeiter lohnt sich das Engagement. Die Unternehmen schütteten im Jahr 2011 Prämien in Höhe von 129 Millionen Euro (2010: 117 Mio. Euro) für neue Ideen aus - ein Plus von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die durchschnittlich gezahlte Prämie pro eingereichten Verbesserungsvorschlag ging 2011 auf 90 Euro zurück (2010: 137 Euro). Dagegen verdoppelte sich die – von einem Unternehmen der Energiewirtschaft – ausgezahlte Höchstprämie auf 468.683 Euro im Vergleich zum Vorjahr (2010: 228.000 Euro).

Laut dib-Report gibt es sogar im Innovationsmanagement selbst noch Verbesserungspotenzial. So ist beispielsweise die Prozessdauer weiterhin optimierungsfähig. Die durchschnittliche Bearbeitungszeit bis zur Entscheidung hat sich im Jahr 2011 zwar um acht Prozent verkürzt, ist mit 69 Kalendertagen aber weiterhin lang. Bis zur Umsetzung einer Idee vergehen im Schnitt sogar 100 Tage.
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