Freitag, 30. September 2016


Negative Beitragsgarantien bei Lebensversicherungen?

Neben Öko-Test veröffentlicht auch Assekurata erschreckende Zahlen

(lifePR) (Zug, ) Öko-Test hat zum wiederholten Mal die Ertragslage und Stabilität von deutschen Lebensversicherern geprüft und mit den Ergebnissen erneut gehörig die Branche aufgewirbelt. Doch nicht nur die aktuelle Öko-Test-Analyse sorgt für Aufsehen und Verdruss bei Kunden und Verbraucherschützern, auch die Assekuranz Rating-Agentur Assekurata veröffentlichte jüngst ihre Prognose zu Renditen und Beitragsgarantien in der Lebensversicherung. Angesichts der Assekurata-Zahlen stellt LV-Doktor sich die Frage, wohin die vielen Kundengelder bloß verschwinden. Ein Deutungsversuch.

Schrumpfende Überschüsse und wackelnder Kapitalerhalt

Jährlich berechnet Assekurata ein und denselben Mustervertrag, um Entwicklungen für die Lebensversicherungsbranche abzuleiten. Brachte derselbe Mustervertrag im Vorjahr noch 0,92 Prozent Beitragsrendite, liegt diese nach Berechnungen der Rating-Agentur aktuell nur noch bei 0,42 Prozent. In der Auswertung heißt es dazu: "Gemessen an der 2014 gesunkenen Inflationsrate von 0,9 Prozent, können nur noch vier Lebensversicherer nach 25 Jahren auf Basis der Garantien einen realen Kapitalerhalt herstellen." Nach Meinung von LV-Doktor, dem Verbraucherschutzprojekt, das die Rechte von Kunden vertritt, die vorzeitig ihre Lebensversicherung kündigen, fehlt hier jedoch ein wichtiger Hinweis. "Nämlich der, dass dieses Szenario verhindert werden kann, wenn die Gesellschaften endlich nachhaltig und mit Weitblick investieren würden. Dass Staatsanleihen angesichts des Niedrigzinsumfeldes straucheln, ist hinlänglich bekannt. Von neuen Konzepten - nicht nur zur Anlage der Kundengelder, sondern auch zu neuen Produkten selbst - die die BaFin bereits vor einem Jahr einforderte, ist weit und breit nichts zu sehen", meint der LV-Doktor-Pressesprecher Jens Heidenreich.

Negative Beitragsrenditen bei Verträgen mit kurzer Laufzeit

Handelsblatt-Online interpretiert: Bleibt die Inflationsrate konstant bei 1,5 Prozent, dann könne kein Versicherter mit einem langlaufenden Vertrag einen garantierten Gewinn erzielen. Versicherte mit kurzen Laufzeiten könnten trotz Garantiezins sogar von negativen Beitragsgarantien betroffen sein. Der LV-Doktor-Pressesprecher meint hierzu, dass die Lebensversicherer Experten im Umverteilen und Hin- und Herschieben von Kundengeldern seien. Schließlich habe die aktuelle Öko-Test-Analyse gerade erst gezeigt, dass sich in den Töpfen der Ausschüttungsreserven so viele Gelder befinden, dass die Versicherer noch mehr als zwei Jahre lang die für 2014 deklarierten Überschüsse an ihre Kunden zahlen könnten - sogar ohne einen weiteren Cent neu dazuzuverdienen. Nach LV-Doktor ist es also ungerechtfertigt, Kunden, die aktuell ihre Lebensversicherung kündigen, die Überschüsse zu kürzen beziehungsweise gänzlich zu streichen. Vor allem, weil seit 2011 ca. 20 Milliarden Euro in die Zinszusatzreserve geflossen sind und weitere 9 Milliarden Euro im laufenden Jahr hinzukommen.

"Kunden, die ihre Lebensversicherung kündigen, werden die Beteiligungen gestrichen. Anstatt diese dann aber rentabel anzulegen - wenn man die Kürzung schon damit begründet, dass die Garantieversprechen gegenüber anderen Kunden sonst nicht eingehalten werden können - verbleibt das Geld einfach im Unternehmen.", meint LV-Doktor-Sprecher Jens Heidenreich. So würde die eigene Finanzkraft stabilisiert, während Kunden immer weiteren Verzicht üben sollten.

Farce beenden, Geld zurückerstatten lassen

Danach gefragt, wie sich Kunden am besten verhalten sollten, um keine finanziellen Verluste zu erleiden, antwortet der LV-Doktor-Sprecher: "Verbraucher sollten dringend prüfen, ob es nicht vielleicht sinnvoller ist, die eigene Lebensversicherung kündigen zu lassen. Geld ist aktuell ganz offensichtlich vorhanden, die Lebensversicherer stehen derzeit noch solide da. Aber durch Fehlwirtschaft, interne Transaktionen und Mangelinvestition werden die Kundengelder unnötig geschmälert und auf's Spiel gesetzt - und zwar solange, bis das Szenario von Assekurata traurige Realität ist." Heidenreichs Meinung nach sollten Kunden dann im günstigsten Fall längst aus ihren Verträgen ausgestiegen sein und diese optimal verwertet haben.

All jenen, die ihre Lebensversicherung kündigen wollen, empfiehlt er deshalb, sich mit dem kostenfreien Rückkaufswertrechner einen Überblick darüber zu verschaffen, wie viel Geld in ihren Verträgen steckt. Außerdem warnt Heidenreich davor, auf eigene Faust aus den Verträgen auszusteigen. "Man sollte immer nur durch Experten die eigene Lebensversicherung kündigen lassen, denn damit erhöhen sich die Rückkaufswerte um bis zu 20 % und bestehen gute Aussichten, sogar sämtliche einbezahlte Prämien nebst Zinsen zurückzuerhalten."

Weitere Informationen liefert der Marktführer auf dem Gebiet der Kündigung und Rückabwicklung von Lebens- und Rentenversicherungsverträgen unter infor@lv-doktor.de .
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Über die proConcept Gesellschaft für Projektentwicklung- und durchführung AG

Im Rahmen von LV-Doktor erwirbt die proConcept AG eine Vielzahl von Lebens- und Rentenversicherungsverträgen und ist inzwischen mit über 80.000 Verträgen der größte Versicherungsnehmer Deutschlands (Wert über 1,7 Milliarden Euro). Wir vertreten die Auffassung, dass in diesen Verträgen noch jede Menge Geld steckt, denn die Rückkaufswerte werden häufig falsch berechnet. Daher veranlassen wir zahlreiche Klagen gegen nahezu alle Versicherungsunternehmen - mit dem Ziel der Rückabwicklung der Verträge und damit einer Erstattung aller eingezahlten Beiträge. Unsere rechtsschutzversicherten Kunden profitieren von unserem gesammelten Know-how. Ihnen stellen wir unser Anwaltsnetzwerk zur Verfügung und begleiten die Durchsetzung ihrer Ansprüche als Prozessbetreuer.

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