Samstag, 01. Oktober 2016


Was bringt so ein Auslandsaufenthalt eigentlich?

Auslandsaufenthalte haben Mehrwert für Persönlichkeitsentwicklung

(lifePR) (München, ) Die Wissenschaftlerin Dr. Julia Zimmermann der FernUniversität in Hagen hat sich mit den Auswirkungen eines Auslandsaufenthaltes auf die Persönlichkeitsentwicklung auseinandergesetzt. Bislang gab es nur wenige Erkenntnisse in diesem Bereich.

Nachdem die verschiedenen Versuchsgruppen bereits im Vorfeld eines Auslandsaufenthaltes unterschiedliche Ausprägungen in zentralen Persönlichkeitsdimensionen aufzeigten, ergab sich die Fragestellung, ob Auslandsaufenthalte zu den bedeutenden Lebensereignissen zählen, die Persönlichkeitsentwicklung anstoßen.

Die Studien belegen diese nachhaltigen Auswirkungen im jungen Erwachsenenalter.

Vor dem Hintergrund der allgemeinen Persönlichkeitsreifung im jungen Erwachsenenalter lassen sich diese Effekte als Hinweis auf eine Akzentuierung oder Beschleunigung der Persönlichkeitsreifung interpretieren (siehe Zimmermann & Neyer, 2013).

Der Schüleraustausch wird als eine besondere Form des Auslandsaufenthalts angesehen und ist aufgrund des jungen Alters der Teilnehmer gewissermaßen das früheste Auslandsprogramm im Lebenslauf.

Laut der aktuellen weltweiser-Studie sind rund 65 Prozent aller deutschen Teilnehmer an weltweiten High-School-Programmen Mädchen. Bei einer Gesamtaustauschschülerzahl von knapp 18.000 Schülern im Schuljahr 2014/15 bedeutet dies, dass 11.700 weibliche Teilnehmer die Chance ergriffen haben, neben einem fremden Schulsystem eine andere Lebensweise und eine neue Kultur zu (er)leben.

Traditionell rangieren insbesondere die englischsprachigen Gastländer auf den oberen Plätzen der Beliebtheitsskala. Traditionell belegen die USA mit weitem Abstand Platz eins mit etwa 6.800 Teilnehmern in 2014/15. Es folgen Kanada mit rund 1.700 und Neuseeland mit 1.320 Teilnehmern.

Unabhängig vom Gastland kommen die jungen Austauschschüler größtenteils aus Nordrhein-Westfalen - dem Bundesland mit der höchsten Einwohnerzahl. In Relation dazu sind insbesondere die Stadtstaaten Hamburg, Bremen und Berlin sowie Schleswig-Holstein Vorreiter.

Hamburg hat mit seinem einzigartigen Förderprogramm bewiesen, wie sich (gesetzliche) Rahmenbedingungen positiv auf Schüleraustauschprogramme auswirken können (siehe weltweiser, 2015).

Gerade in jungen Jahren werden bei den Teilnehmern besonders intensive interkulturelle Lernprozesse in Bewegung gesetzt, durch die mehrheitliche Unterbringung in Gastfamilien findet meist eine sehr intensive Integration vor Ort statt.

Die vielfältigen Erfahrungen im Ausland fördern neben den Sprachkenntnissen auch ihre sozialen und interkulturellen Kompetenzen und haben somit einen nachhaltigen Einfluss auf die Persönlichkeit der jungen Austauschschüler.

Dabei ist der Einfluss seitens der Eltern und Lehrkräfte nicht zu unterschätzen. Diese unterstützenden Beziehungen beeinflussen Einstellungen und Verhalten von Individuen und bedingen so Persönlichkeit und Identität.

Die aktuellen Ergebnisse der Studien und Umfragen zum Thema Schüleraustausch hat Praktikawelten im neuen Statistikportal zusammengefasst: http://www.praktikawelten.de/lehrerzimmer

Quellen:
Zimmermann, J. & Neyer, F. J. (2013). Do we become a different person when hitting the road? Personality development of sojourners. Journal of Personality and Social Psychology, 105, 515-530. doi: 10.1037/a0033019 weltweiser (2015): weltweiser-Studie. Schüleraustausch - High School - Auslandsjahr. weltweiser - Der unabhängige Bildungsberatungsdienst & Verlag. Bonn
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