Donnerstag, 28. August 2014


Herbst- und Winterdepression ade

Wenn die dunkle Jahreszeit aufs Gemüt schlägt

(lifePR) (Heidelberg, ) Auch wenn Herbst und Winter durchaus reizvolle Aspekte zeigen, fehlt dennoch in den Monaten dieser Jahreszeiten etwas Entscheidendes: Licht! So beginnt - häufig von grauen Wolken und Nebel geprägt - ein Arbeitstag meistens in der Dämmerung und endet, nach einem langen Tag im Büro, oft erst nach Einbruch der Dunkelheit. Vielen schlägt dieser ständige Lichtmangel aufs Gemüt. Die Betroffenen klagen über Beschwerden wie gedrückte Stimmung, Antriebslosigkeit, vermehrtes Schlafbedürfnis sowie gesteigertes Verlangen nach Süßem und Kohlehydraten - Gewichtszunahme inklusive.
Bezeichnet wird dieser Zustand als Herbst- oder Winterdepression, beziehungsweise als saisonal abhängige Depression (SAD). Es handelt sich hierbei um eine von vielen unterschiedlichen Depressionsstörungen, die sich zunehmend verbreitet. "Das kommt auch daher, dass wir heute in hohem Maß ein Leben in geschlossenen Räumen führen", erläutert Dr. Musselmann, Allgemeinmediziner und Arzt für Naturheilverfahren. Regelmäßig im Herbst beginnend, verschwindet sie spontan im Frühling. Bei den meisten macht sie sich zum ersten Mal in den Zwanzigern bemerkbar und wird mit zunehmendem Alter stärker. In südlichen Ländern tritt sie seltener auf, als im Norden. Frauen scheinen viermal häufiger von diesem Phänomen betroffen zu sein. Aber, abgesehen davon, wie entsteht sie?

Als Ursache für die Herbst- und Winterdepression wird eine Störung bestimmter Neurotransmitter vermutet. Das sind Botenstoffe im Gehirn, die für die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit, für Stimmung und Ähnliches zuständig sind - am häufigsten diskutiert werden Melatonin und Serotonin. Ein weiterer Grund scheint in der Entwicklungsgeschichte des Menschen zu liegen - das heißt, in der dunklen Jahreszeit stellt der Körper auf einen winterschlafähnlichen Zustand um. Wie Dr. Musselmann erklärt, bietet hier eine Lichttherapie (auch Phototherapie genannt) Abhilfe. Hilfreich sind ebenfalls ausreichend Bewegung an der frischen Luft, gesunde Ernährung, Heilpflanzen in Form von Kräutertees, Aromatherapie und pflanzlichen Präparaten und viele weitere Maßnahmen.

Weitere Informationen zu Herbst- und Winterdepressionen, wie sie entstehen und wie man gegen sie ankommt, finden Sie unter: http://www.phytodoc.de/news/

(Dr. med. Berthold Musselmann studierte Medizin an der Ruhr-Universität Bochum und Essen und in Recklinghausen. 1987 promovierte er mit einer Arbeit im Bereich der medizinischen Mikrobiologie/Immunologie. Nach einer zweijährigen Klinikzeit an den Unikliniken Heidelberg (Endokrinologie, Onkologie, allgemeine Innere Medizin, Poliklinik) und am Städtischen Klinikum in München-Harlaching zog es ihn in ärztliche Praxen (Innere Medizin, Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren). Parallel absolvierte er Ausbildungen in Naturheilverfahren (1991-97), Chirotherapie (1990-92), und Umweltmedizin (1996-97). 1992 gründete er eine eigene Praxis und ist seit 1996 Arzt für Allgemeinmedizin. Dr. Musselmann lehrt seit 1997 in der studentischen Ausbildung und wurde 2000 Lehrbeauftragter für Allgemeinmedizin an der Universität Heidelberg. Bei PhytoDoc ist er seit 2006 Ressortleiter des Themenschwerpunkts "Anwendungsgebiete".)

Basiswissen - Herbst-/Winterdepression
Die Herbst- oder Winterdepression bzw. saisonal-affektive Störung (auch SAD von Seasonal Affective Disorder; saisonal abhängige Depression) ist eine depressive Störung, die - wie der Name schon sagt - in den Herbst- und Wintermonaten auftritt. Neben den typischen Symptomen einer depressiven Verstimmung mit erhöhter Irritabilität und Angst sowie einer Reduzierung des Energieniveaus, kommt es darüber hinaus sehr häufig zu atypischen Symptomen: Verlängerung der Schlafdauer, verstärkter Appetit mit auffälligem Kohlenhydratheißhunger und einer daraus folgenden Gewichtszunahme. Atypisch sind diese Symptome, da bei der Depression ansonsten eher Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit und Schlafstörungen auftreten.

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