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10 Jahre rhythmisiertes Ganztags-Gymnasium: Wie aus einem Experiment eine Erfolgsgeschichte

(lifePR) (Regensburg, )
Modell für die Schule der Zukunft: Das Regensburger Privat-Gymnasium Pindl gehörte vor zehn Jahren zu den ersten Schulen in Bayern, die sich für den Ganztagsunterricht öffneten. Nach einem Jahrzehnt ziehen die Pädagogen nun eine erste Bilanz. Zum wichtigsten Schlüssel für den Erfolg entwickelte sich das "rhythmisierte Ganztagsmodell".

Es gab keine Erfahrungswerte, keine fertigen Modell-Stundenpläne, keine Lehrer, die je auf diese Weise unterrichtet hatten. Als viele noch diskutierten, wie sich Unterricht am Nachmittag überhaupt umsetzen lässt, machten die Verantwortlichen im Regensburger Privat-Gymnasium Pindl vor zehn Jahren Nägel mit Köpfen: 2004 startete die Schule in Regensburg als eine der ersten in Bayern ein innovatives, besonders strukturiertes Ganztagsangebot, das noch immer ein Vorzeigeprojekt ist. Heute, zehn Jahre später, stellen Schüler und Eltern dem Modellprojekt von einst ein positives Zeugnis aus: Bereits mehr als jeder zweite Schüler lernt in einer Ganztagsklasse - Tendenz weiter steigend. Die wichtigste Erkenntnis aus dem ersten Jahrzehnt: "Mehr Zeit in der Schule führt nicht automatisch zu einem größeren Lernerfolg - es kommt darauf an, das Wissen anders zu vermitteln und Schule neu zu organisieren", sagt Bernd Ackermann, der Schulleiter des Gymnasiums. Er ist überzeugt: "Die Zukunft unserer Schulen liegt im Ganztag."

Der Schultag beginnt um 8.10 Uhr und endet um 16.15 Uhr: In den acht Stunden, die die Pindl-Gymnasiasten in ihrer Schule verbringen, wechseln sich in diesem einzigartigen Konzept 90-minütige Unterrichtsphasen mit freien, von Fachlehrern begleiteten Arbeitsphasen und Freizeitstunden ab. Rhythmisierter Ganztag heißt das Modell, das im Wortsinne seit zehn Jahren in Regensburg Schule macht: "Die Kinder haben eben nicht nur einfach länger Unterricht, sondern werden nach einem anderen pädagogischen Konzept unterrichtet - hier haben wir in den vergangenen zehn Jahren das Angebot auch beständig weiterentwickelt", sagt Margarete Hiebsch, die stellvertretende Schulleiterin. Sie hat das rhythmisierte Ganztagsmodell von der ersten Stunde an maßgeblich mitentwickelt.

"Der Notendurchschnitt ist signifikant besser"

"Der Erfolg des Modells ist messbar", meint Schulleiter Ackermann. "Der Notendurchschnitt ist in diesen Klassen in der Regel signifikant besser", so sein Fazit. Die andere Hälfte der Schüler verteilt sich zu etwa gleichen Teilen auf den offenen Ganztagsunterricht und das klassische Unterrichtsmodell mit Unterricht bis zum Mittag oder frühen Nachmittag. Der Trend ist eindeutig: "Besonders bei unseren Ganztagsangeboten steigen die Zahlen stetig an", so der Schulleiter. Neun von zehn Schülern, die von der fünften bis achten Klasse im Ganztagsmodell unterrichtet werden, entscheiden sich auch danach für genau diesen Lernrhythmus.

Schlüssel zum Erfolg ist nach den Worten des Schulleiters die Auflockerung des Schulalltags: Unterricht und Entspannung, Übung und Anstrengung, "harte" und "weiche" Fächer wechseln sich ab. So folgt beispielsweise nach einer Doppelstunde in Kernfächern wie Deutsch oder Mathematik am Morgen eine Arbeits- oder Übungsstunde mit dem Fachlehrer. "Höhepunkt" ist für die meisten Kinder und Jugendlichen das gemeinsame Mittagessen und die anschließende Mittagsfreizeit.

Zum Kraft tanken in die Entspannungszonen

Absolute Renner unter den vielfältigen Bewegungsangeboten nach dem Lunch - von Tischtennis über Fußball bis hin zum Power-Twister - sind die beiden XXL-Kicker, die in jeder Pause dicht umlagert sind. Schüler aller Jahrgangsstufen begeistern sich auch für eine Partie Freiluft-Schachspiel. "Es ist zentral für den Gesamterfolg, dass die Kinder nicht nur beaufsichtigt werden, sondern sich sinnvoll beschäftigen", sagt die stellvertretende Schulleiterin. In der Mittagsfreizeit können sich die Kinder, wenn sie wollen, allerdings auch zurückziehen und in einem Snoezelen-Raum bei einem kurzen Mittagsschlaf ("Power-Napping") mit Musik oder einem Buch Kraft tanken für den Nachmittag.

"Gerade die Freizeitangebote des Ganztagsbetriebs sind auch in erzieherischer Hinsicht eine große Chance", betont der Schulleiter. Vor allem in der gemeinschaftlich verbrachten Mittagsfreizeit übernehme die Schule ein Stück weit die Aufgabe der Familie: gemeinsam essen, den Aufenthaltsraum in Ordnung bringen, zusammen die Freizeit planen und gestalten. "Dieses Zusammenleben trainiert in besonderer Weise die sozialen Fähigkeiten der Mädchen und Jungen, auch die Bereitschaft zu Gemeinschaftsprojekten kann viel besser gefördert werden".

Am Nachmittag stehen die "weichen", aktiven und kreativen Fächer im Vordergrund: Natur und Technik, Sport und Kunst. Zusätzlich wählen die Schüler aus einem breiten Angebot an Wahlfächern ihre persönliche Passion: vom Gospel-Chor bis zur Modewerkstatt, von der Schulband bis hin zur Theatergruppe, von QiGong bis hin zum Konzentrationstraining. In Arbeitsstunden und freien Arbeitseinheiten erledigen die Schüler ihre "Hausaufgaben" direkt auf dem Pindl-Campus am Rande der Regensburger Altstadt.

Schlüssel zur besseren individuellen Förderung

Das Besondere: Während des gesamten Tagesablaufs werden die Kinder betreut. In den Unterrichts- und Arbeitsstunden von einem Fachlehrer, in den freien Arbeitseinheiten und Übungsstunden durch speziell geschulte Sozialpädagogen. "Damit haben wir ein viel umfassenderes Bild von unseren Schülern und können umso individueller fördern", betont Bernd Ackermann. Dabei unterstützen auch neue Lernformen wie Partner- oder Gruppenarbeit, Stationenlernen, Lernzirkel, Wochenpläne oder Freiarbeit. "Das hilft den Schülern, aktiv zu lernen und dadurch die Zeit für persönliche Lernfortschritte besser zu nutzen". Verändert hat sich in den vergangenen Jahren dabei auch die Rolle des Lehrers, er ist vom Einzelkämpfer zum Mannschaftsspieler geworden, nicht nur noch Vermittler des Lernstoffs sondern auch Begleiter des Lernprozesses.

Die "Schule der Zukunft", die beim Start 2004 als Vision entwickelt wurde, ist nach zehn Jahren ein gutes Stück Wirklichkeit geworden. "Am Ziel sind wir allerdings noch lange nicht", sagt der Schulleiter. Die Ganztags-Verantwortlichen wollen in den kommenden Jahren den rhythmisierten Ganztag wie bisher beständig weiterentwickeln: "Wir wollen beständig daran arbeiten, noch individueller auf den einzelnen Schüler einzugehen", sagt er. Die nächsten Schritte sind bereits konkret geplant: Im kommenden Schuljahr startet eine "iPad-Klasse", in der individuelles Lernen optimiert und Wissenserwerb für die Schüler damit attraktiver wird.

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