Freitag, 19. Dezember 2014


  • Pressemitteilung BoxID 209110

Gewässerrenaturierungsmaßnahmen im Nationalpark

Wege in den Bereichen des Kessbach- und Heimbachtals werden gesperrt

(lifePR) (Bad Wildungen, ) Banfe, Keßbach und Heimbach sind typische Mittelgebirgsbäche im Nationalpark Kellerwald-Edersee. Sie sind sehr strukturreich und zeichnen sich durch eine hohe Wasserqualität aus. Eine Vielfalt kleiner Organismen wie Köcher-, Stein- und Eintagsfliegen kommt in allen drei genannten Bächen vor, in der Banfe und im Keßbach leben sogar Bachforelle und Groppe.

Obwohl die Bachverläufe im Reich der urigen Buchen überwiegend sehr naturnah sind, d.h. ohne wesentliche Beeinträchtigungen durch den Menschen, sind stellenweise Störungen zu finden. Diese bestehen beispielsweise aus Durchlässen oder Aufstauungen, die im Rahmen der Maßnahme durch naturnahe Furten ersetzt werden sollen. Dadurch wird die sog. Längsdurchgängigkeit der Fließgewässer für die Bachbewohner im Heimbach und Keßbach wieder hergestellt.

Diese Maßnahmen werden aufgrund der überregionalen Bedeutung und der Vernetzung mit dem Umfeld im Rahmen des Naturschutzgroßprojekts "Kellerwald-Region", das vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums gefördert wird, ausgeführt. Darüber hinaus führt die Nationalparkverwaltung im Zuge des Nationalparkplans kleinere Renaturierungen durch eigene Mittel selbst durch.

Im Zuge der Bauarbeiten kommt es ab Mitte Januar zu kurzfristigen periodisch bis längerfristigen Sperrungen der von den Renaturierungsmaßnahmen betroffenen Wanderwegen und Pfade im Nationalpark. Im Einzelnen sind dies:

Sperrung von Wegen, an denen den Besuchern keine alternative Wanderroute angeboten werden kann:

- "Bringhäuser Straße", zwischen Tannendriesch und dem Sauermilchplatz - Sperrung ab Bringhausen bis Tannendriesch.
- "Kessbachweg", zwischen Tannendriesch und Christians Eck unterhalb Bringhausen
- "Brackenwiese", Verbindungsweg vom Saurermilchplatz durch die Brackenwiese zum Keßbachweg
- "Rund ums Dorf", im Bereich des Nationalparkeingangs im Heimbachtal

Teilweise Sperrung der Heimbach- und Dicker Kopf-Route, alternative Strecken für Besucher sind vorhanden und werden ausgeschildert:

- Rundwanderweg durch das Heimbachtal von Kleinern bis zur Friedrichshütte, gleichzeitig Verbindungsweg von Kleinern zum Hochspeicherbecken auf dem Peterskopf im Nationalpark. Die Heimbachroute ist durch ein Salamandersymbol gekennzeichnet.
- Die Dicker Kopf-Route ist durch das Symbol eines Buchenblattes markiert.

Für beide Rundwanderwege kann westlich parallel des Heimbachtals der sog. "Schlepperweg" angeboten werden. Dieser führt Besucher vom Cafe Sonneck in Kleinern entlang des Elmsberg-Fußes bis zur Friedrichshütte.

Nationalparkbesucher werden bei der Planung ihrer Touren gebeten, die Wegesperrungen zu berücksichtigen. Die Sperrungen werden voraussichtlich bis Mitte Februar bestehen. Die Nationalparkverwaltung wird über die Beendigung der Renaturierungsmaßnahmen und Aufhebung der Wegesperrungen zu gegebener Zeit berichten. Weitere Auskünfte zu den Sperrungen gibt Bernd Schock, Projekteinsatzleiter im Nationalparkamt, unter der Telefonnummer: 05621-75249-21.

Naturschutzgroßprojekt des Naturparks Kellerwald-Edersee:

Das Naturschutzgroßprojekt soll das Image und die Entwicklung der Region fördern. Das Naturerbe der einzigartigen Waldlandschaft des Kellerwaldes und der darin eingebetteten traditionellen Kulturlandschaft soll gesichert, entwickelt und behutsam erlebbar gemacht werden.

Für das Projekt stehen rund 6 Millionen € Fördermittel zur Verfügung. Es wurden in den Kerngebieten vorrangige Maßnahmenräume ausgewählt. Sie alle sind zentrale Aufhänger bzw. Kernprojekte des Naturschutzgroßprojektes und ihre Umsetzung wird beispielhaft verfolgt. Die ausgewählten Maßnahmenräume, für die nun die Finanzierung der Umsetzung gesichert ist, sind:

- Edersee Steilhänge
- Nationalpark Kellerwald-Edersee
- Frankenau und Wesetal
- Hoher Keller Weitere Informationen unter: www.naturschutzgrossprojekt-kellerwald.de
Diese Pressemitteilung posten:

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer