Freitag, 09. Dezember 2016


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Die N24 Nahaufnahme: Die Dompteure von Kabul

Steffen Schwarzkopf über den täglichen Ausnahmezustand bei der Arbeit deutscher Lehrer in Afghanistan

(lifePR) (Berlin, ) Am Freitag, den 18.07.2008, um 19:05 Uhr zeigt der Nachrichtensender N24 die Reportage "Die Dompteure von Kabul". Drei Jahre lang arbeiten und leben sieben deutsche Lehrer in der afghanischen Hauptstadt, fernab von ihren Familien und fernab von jeglicher Normalität. Sie wollen helfen, und sie suchen die besondere Herausforderung. Es ist die unbekannte Seite des Krieges: Trotz kämpfender Soldaten, terroristischer Anschläge, Hunger und dem täglichen Kampf ums Überleben gehen fast sieben Millionen Kinder in Afghanistan inzwischen wieder zur Schule - unter den Taliban waren es gerade einmal eine Million. In Kabul haben es sich zwei Einrichtungen zur Aufgabe gemacht, den Kampf um die Schulbildung aufzunehmen und die zukünftige Elite der afghanischen Gesellschaft heranzuziehen. Deutschland unterstützt die beiden Schulen nicht nur finanziell, sondern auch mit deutschen Lehrern.

Für die Pädagogen eine extreme Herausforderung: in einer chaotischen (Schul)- Welt müssen sie sich durch großen persönlichen Einsatz und viel Geduld erst Respekt und Autorität erarbeiten. Pünktlichkeit wird in Afghanistan nicht besonders groß geschrieben. Der Sinn eines regelmäßigen Schulbesuchs sowie die Pflicht zur Erledigung von Hausaufgaben müssen erst vermittelt werden.

Benehmen und Respekt, vor allem gegenüber Frauen, sind für die jungen muslimischen Schüler nicht selbstverständlich - eine besondere Herausforderung, insbesondere für die weiblichen Lehrkräfte. Aber auch kaputte Fenster und Türen, fehlendes Arbeitsmaterial und Sprachhürden zwischen den deutschen und den afghanischen Lehrkräften bestimmen den Schulalltag. Und selbst die kleinen Freuden des Alltags, wie man sie in Deutschland kennt, gibt es nicht: kein Spaziergang auf den Straßen, kein Ausflug, kein Besuch im Café - stattdessen das beunruhigende Wissen, in einem Land zu arbeiten, das zu den gefährlichsten der Welt zählt.

N24-Reporter Steffen Schwarzkopf begleitet die Lehrerinnen und Lehrer bei ihrer schwierigen Aufgabe, mit großem Improvisationstalent, Geduld und Einfühlungsvermögen die Weichen Richtung Zukunft zu stellen.

Steffen Schwarzkopf berichtet seit Beginn des Krieges 2001 regelmäßig aus Afghanistan. Der erfahrene Journalist begleitete 2007 die Bundeswehr in den Norden des Landes, machte Beiträge über den Tornado-Einsatz und die Entwicklung der Region am Hindukusch. Im gleichen Jahr war er mit amerikanischen Truppen im Süden Afghanistans, in Kandahar und Helmand, unterwegs. In der bewegenden N24-Reportage "Verletzte Krieger" berichtete Steffen Schwarzkopf aus Militärkrankenhäusern, in denen schwer verletzte US- Soldaten behandelt werden, die beim Einsatz in Afghanistan und im Irak verwundet wurden. Ende Mai deckte er den vereitelten Terroranschlag auf die ISAF-Truppe in Mazar-i-Sharif auf. Die N24-Reportage "Die Dompteure von Kabul" zeigt eine weniger bekannte Seite des Landes: Eine wissenshungrige Jugend mit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

"Die Dompteure von Kabul": am Freitag, den 18.07.2008, um 19:05 Uhr auf N24.
Weiterer Ausstrahlungstermin: am Sonntag, den 20.07.2008, um 8:30 Uhr auf N24
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