Donnerstag, 27. November 2014


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„Die Taschen voller Steine ...“

Mineralien aus dem Alpenraum

(lifePR) (Oberhaching, ) Ein Exzentriker war er, ein verrückter Sammler. In diesem Jahr wäre der Südtiroler Georg Gasser 150 Jahre alt geworden. Und würde er uns auf den Mineralientagen begegnen, hätte er sicher wieder „die Taschen voller Steine“. Gasser war zunächst Künstler, wandte sich aber, des aufkommenden Impressionismus überdrüssig, bald der Natur zu. Durch das Vermögen seiner Eltern finanziell unabhängig, war er Zeit seines Lebens ein leidenschaftlicher Sammler. Über 100 000 Mineralien, zahllose Tierpräparate und Sammlungen von Schmetterlingen, Insekten, Pflanzen, Muscheln, Schnecken, Korallen, Eiern und vielem mehr trug er in einem Naturalienkabinett ungeheuren Ausmaßes zusammen. Als Autodidakt bildete er sich auf dem Gebiet der Mineralogie weiter und gewährte Interessierten Zugang zu der Sammlung in seinem Privathaus. Später wurde er Kustos im Stadtmuseum Bozen, wo er einen Großteil seiner Sammlung ausstellte und diese ständig erweiterte. Heute zeigt das Naturmuseum Bozen jenen Teil seiner Funde, die die Wirren der Zeit überstanden haben. Anlässlich seines 150. Geburtstages widmet es dem Privatsammler Georg Gasser eine Sonderausstellung und ist mit den schönsten, sehenswertesten und kuriosesten Stücken zu Gast auf den Mineralientagen München. Zu sehen und zu bestaunen in Halle A4.

Während bei Georg Gasser seine Hinterlassenschaft für sich sprechen muss, gibt es unter dem Motto „Alpine Schätze“ die Möglichkeit, mit Sammlern und Strahlern (berufsmäßigen Kristallsuchern) persönlich ins Gespräch zu kommen. Es sind sehr naturverbundene Menschen, nicht selten Bauern, die in den Alpinen Klüften nach Mineralien suchen. Die Arbeit ist schwer, oft gefährlich. Trotzdem ist die Begeisterung für ihre Tätigkeit groß und einige sind wahre Geschichtenerzähler, denen man stundenlang lauschen könnte. Andere wiederum sind skurrile Typen und schon deshalb interessant. Sie kommen in diesem Jahr aus den Trentiner Bergen rund um die Drei Zinnen und bringen ihre schönsten Stücke zu den Mineralientagen München. Ausgestellt werden diese in den 22 Sammlervitrinen in Halle A4. Die Funde aus den Alpinen Klüften zeichnen sich durch eine ungeheure Vielfalt aus: spektakuläre Bergkristalle, Blau- und Rauchquarze in bezaubernder Struktur und Farbe, tiefrote Granate, lichtgrüne Sphene, hochglänzende Hämatite (Blutstein), Karbonate in überraschenden Formen und vieles mehr. Ein Teil der Stücke wird auch außerhalb der Schauvitrinen zum Verkauf angeboten.
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