Mittwoch, 17. September 2014


Präsentation im EU-Parlament: Giftigkeitstests mit menschlichem Gewebe statt Tieren

(lifePR) (Aachen, ) Dem EU-Parlament wird im Rahmen eines Workshops* am 15. Mai das „Human Toxome Project“ vorgestellt – ein völlig neuer Ansatz in der Giftigkeitsbewertung von Substanzen. Er setzt auf Stoffwechselweg-Betrachtungen mit High-Tech-Methoden vorwiegend in humanen Zellen. Der Bundesverband Menschen für Tierrechte unterstreicht die Bedeutung des Projektes und begrüßt, dass das Center für Alternativen zum Tierversuch (CAAT), das das Projekt international etablieren möchte, neben den USA seit gut zwei Jahren eine EU-Niederlassung in Konstanz hat. Informationen zu CAAT hat der Bundesverband jetzt auf seinem Wissenschaftsportal www.invitrojobs.com veröffentlicht.

Das Human Toxome Project macht durch exakte Messungen von Stoffwechselvorgängen in menschlichem Gewebe die Wirkung einer Substanz transparent. Der bisher verpflichtend vorgeschriebene Tierversuch zeigt hingegen lediglich ein Endergebnis, das auf den Menschen übertragen wird. Dies ist
allein wegen der Speziesunterschiede im Stoffwechselverhalten nur begrenzt aussagefähig.

Laut Bundesverband sollte das Projekt jetzt mit aller Kraft vorangebracht werden. Denn Millionen Tieren stehen durch die neue EU-Chemikalienverordnung REACh qualvolle Toxizitätstests bevor. Zudem droht eine erneute Verschiebung des Verkaufsverbots von an Tieren getesteter Kosmetik, da noch nicht ausreichend tierversuchsfreie Methoden vorhanden sind.

„Der beharrliche Einsatz des CAAT zur Förderung der tierversuchsfreien Forschung ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte. Sie zeigt, dass Großartiges geleistet werden kann, indem alle Beteiligten gemeinsam an einem Strang ziehen“, so Dr. Christiane Hohensee, Fachreferentin beim Bundesverband Menschen für Tierrechte. Das Center für Alternativen zum Tierversuch (CAAT) wurde in den 80er Jahren in Baltimore, USA, und 2009 als CAAT-Europe mit Sitz an der Universität Konstanz gegründet. Kontinent-übergreifend werden neue Ansätze in der Giftigkeitsforschung und -prüfung koordiniert und gefördert. So bündelt das CAAT internationale Forscherteams, bringt sie zu gemeinsamen Zielentwicklungen zusammen und vergibt Forschungspreise. Durch Symposien, Workshops und Informationstage werden Foren geschaffen, in denen sich Vertreter aus Industrie, universitärer Forschung, Behörden und Tierschutz einbringen können. Die Arbeit wird von staatlichen Behörden und wichtigen Industrieverbänden auf beiden Seiten des Atlantiks geschätzt und unterstützt.

Auf www.invitrojobs.com, dem deutsch- und englischsprachigen Portal zur Unterstützung der tierversuchsfreien Forschung des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, hat der Verband ausführliche Informationen zu CAAT, einschließlich eines Interviews mit dem
Geschäftsführer der CAAT-Europa Dr. Mardas Daneshian, veröffentlicht.

Informationen inkl. Interview unter: www.invitrojobs.com

* Workshop: Di., 15.05.2012, 12.00 - 14.00 Uhr, Veranstaltungsort ist der Sitz des EU-Parlaments in Brüssel , Paul-Henri Spaak-Gebäude, Anna Lindh Raum 1A002. Akkreditierungen über das
EU-Parlament: vittorio.prodi@europarl.europa.eu.

Kontakt:
Projektleiterin InVitroJobs: Dr. rer. nat. Christiane Hohensee, Tel.: 030 – 62728267,
am 15. Mai vor Ort in Brüssel, mobil: 0032 (0)178 – 3653399, eMail: hohensee@tierrechte.de

Pressereferentin Bundesverband: Stephanie Elsner, Tel.: 05237 – 2319790, eMail: elsner@tierrechte.de
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