Sonntag, 11. Dezember 2016


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USA: Demokraten nominieren Obama offiziell als Kandidat für die Präsidentschaftswahl

Wall Street schließt kaum verändert, Asiens Börsen uneinheitlich

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Insbesondere die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank steht heute im Mittelpunkt des Interesses. Seit Wochen wird darüber spekuliert, wie und wann die EZB mit Staatsanleihekäufen der Krise Herr zu werden versucht. So auch gestern, als Gerüchte um unbegrenzte aber sterilisierte EZB-Käufe die Runde machten. Die Erwartungen bezüglich der heutigen Sitzung sind entsprechend hoch und unseres Erachtens hat sich Enttäuschungspotenzial aufgebaut, da die Märkte eine klare Entscheidung der EZB eskomptiert haben. So hat sich der Euro im Trend der letzten Wochen befestigt, während der deutsche Rentenmarkt latent belastet war. Am deutlichsten aber zeigen sich die EWU-Spreads von der EZB-Fantasie beflügelt. Anleihekäufe der EZB sind aber weder risikolos noch unumstritten. Prominenteste Opposition gibt es vonseiten der Deutschen Bundesbank. Zudem steht in Deutschland noch die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum ESM in der nächsten Woche an. Der EZB-Rat könnte sich vor diesem Hintergrund noch immer auf einen späteren Zeitpunkt vertagen, zumal Spanien und Italien – die Hauptadressaten der angedachten Finanzierungserleichterung – bislang nicht die europäischen Rettungsmechanismen in Anspruch genommen haben und die Bedingung für EZB-Käufe nicht erfüllen.

Auch in Großbritannien steht die Zentralbankratssitzung auf der Agenda. Diese dürfte aller Voraussicht nach ohne Veränderungen vonstattengehen. Der geldpolitische Rat der Bank von England (MPC) hatte eine Ausweitung der Anleihekäufe beschlossen. Erst im November wird wohl wieder eine Entscheidung fällig werden, denn dann wird das erhöhte Ziel des Anleihevolumens im Bestand der BoE erreicht sein.

Auf der Seite der Datenveröffentlichungen ist zunächst der ADP-Report zu nennen, der eine wichtige Indikation für den morgigen US-Arbeitsmarktbericht liefert. Ein anhaltender, moderater Stellenaufbau wird erwartet und dies erscheint angesichts der Signale vonseiten der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie der ISM-Beschäftigungskomponente realistisch. Hinweise auf eine erhöhte Dynamik beim Beschäftigungsaufbau gibt es bislang nicht. Diesbezüglich ist der ISM-Service­index zu überprüfen. Der Gesamtindex wird kaum verändert erwartet, wobei aber ein Rückgang nicht ausgeschlossen werden kann, nachdem regionale Serviceumfragen gemischt ausfielen.


EUR-USD: Im Euro-Kurs, der gestern auf Werte jenseits von 1,26 klettern konnte, dürfte viel EZB-Erwartung eingepreist sein, sodass wir heute Kursrisiken ausmachen. Wichtige Haltemarken finden sich an der 100-Tagelinie (1,2584) und bei 1,2466/68, unter anderem in Form der unteren Kanalbegrenzung der kurzfristigen Aufwärtsbewegung. Trading-Range: 1,2494 – 1,2693.
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