Freitag, 09. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 345813

Trading - Range: 140.57-142.17 (Dezember- Kontrakt)

Tendenz: schwächer

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Wenn es Goldman Sachs nicht weiß, wer dann? Ein Stratege des US- Investmenthauses sagt einen Ausverkauf an den internationalen Aktienbörsen innerhalb der nächsten 10 Handelstage voraus! Als Gründe nennt er erhebliches Enttäuschungspotential nach den Notenbankbanksitzungen von EZB sowie der Fed am 12. und 13. September. Weder EZB- Präsident Draghi, noch Ben Bernanke werden auch nur ansatzweise die hoch gesteckten Erwartungen erfüllen und weitreichende Einzelheiten zu Staatsanleihekäufen in der Eurozone bzw. ein neues Bondankaufprogramm (QE3) liefern. Insgeheim scheinen die Investoren diese Meinung nicht zu teilen. Sicherheitsaspekte stehen derzeit nicht im Vordergrund der Überlegungen und Aktien wie Credits erfreuen sich weiter großer Beliebtheit. Dafür spricht auch die nur geringe Nachfrage nach der neuen 10-jährigen Bundesanleihe. Die Finanzagentur konnte 3.61 Mrd. Euro am Markt unterbringen, die Summe aller Gebote erreichte nur 3.93 Mrd. Euro.

In einem von hoher Nervosität geprägten Handel und einer wahren Achterbahnfahrt gaben die Kurse langlaufender Bundesanleihen infolge des enttäuschenden Auktionsergebnisses deutlich nach. Bonds der EU- Peripherie waren dagegen am Ende wieder gut gesucht, wobei dieses Mal das Augenmerk auf langen Fälligkeiten lag. Die Risikoprämien 10-jähriger italienischer (5.49 %) und spanischer Papiere (6.35 %) ermäßigten sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 24 BP, die portugiesischer Anleihen (8.74 %) weiteten sich dagegen um 2 BP aus. Staatspapiere aus Frankreich (2.22 %) und Belgien (2.63 %) holten 7 BP auf.
Die Kurse amerikanischer Staatsanleihen tendierten trotz wenig Veränderung an den Aktienmärkten leichter und präsentieren sich heute in Fernost wenig verändert.

Heute findet an der Eurex der Wechsel vom September- in den Dezember- Kontrakt statt!
Bund- (141.25) und Bobl- Kontrakt (125.66) verloren 43 bzw. 20 Stellen, der Schatz (110.79) ging 4 1/2 Ticks niedriger aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf 1.45 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen weitete sich auf 146 BP aus. 10-jährige US- Treasuries rentieren 4 BP höher bei 1.60 %, der JGB- Future (144.17) notiert unverändert. Der Euro erholt sich auf 1.261 Dollar, der Preis für das Barrel Öl steigt auf 96 Dollar.

Am Tag der Notenbanksitzungen von EZB und Bank of England geraten Konjunkturdaten ins Abseits. Die Arbeitslosenquote Frankreichs (10.2 %), Detailergebnisse zum Bruttoinlandsprodukt der Eurozone im 2. Quartal (-0.2 %/-0.4 %) und die deutschen Industrieaufträge im Juli (+0.3 %/-4.5 %) interessieren nur am Rande. In den Vereinigten Staaten liefert der ADP- Beschäftigungsreport (+143K) einen weiteren Hinweis auf den US- Arbeitsmarktbericht am Freitag. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (370K) und der ISM- Index für den Servicesektor (52.5 nach 52.6) runden den Datenkranz ab.
Nach Vorlage der neuen Projektionen der EZB- Experten könnte sich die Notenbank veranlasst sehen, den Leitzins nochmals auf 0.5 % zu senken. Allerdings stehen niedrigeren Wachstumsaussichten höheren Inflationserwartungen gegenüber.
Mit großer Spannung warten die Markteilnehmer jedoch auf die anschließende Pressekonferenz.
Es darf bezweifelt werden, dass es EZB- Chef Draghi gelingt, bei Vorstellung der Details zum geplanten Anleihekauf die hoch gesteckten Erwartungen zu erfüllen. Im Raum stehen noch ungeklärte Fragen um den ESM und das Gerichtsurteil des Bundesverfassungsgerichtes, Zinsziele oder Risikoaufschläge gegenüber Bundesanleihen, Hilfsanträge als Vorbedingung, Status der gekauften Anleihen, Konditionalität sowie Volumen und Sterilisation der Beträge. 2016. Frankreich ist mit einer neuen 15- jährigen OAT im Volumen von 4 Mrd. Euro sowie Aufstockungen in 5- und 10- jährigen OATs über insgesamt 4 Mrd. Euro am Start.

Technik (Dezember- Kontrakt):

Der Bund- Future nach heftigen Schwankungen weiter schwach, markierte ein Tagestief bei 141.08 und schloss (141.25) 43 Stellen unter Vortagsniveau. Die Ausgangslage hat sich weiter eingetrübt, die Indikatoren auf Tagesbasis zeigen nach Süden. Im Wochenchart dürften sich Stabilisierungsansätze mit dem Abschlag von ca. 175 Ticks aus dem Kontraktwechsel nicht bestätigen und der seit März dieses Jahres gültige Aufwärtstrend bei 141.57 im Feuer stehen. Unterstützungen liegen bei 141.08 (Tief v. 05.09./50 %- Retracement von 135.27 bis 146.89), 141.00 (Tief v. 23.08), 140.78 (Tief v. 16.08.aus dem fortlaufenden Chart), 140.57 (Trendlinie), 140.47 (Hoch v. 17.08.), 139.96 (Tief v. 22.08.), 139.71 (61.8 %), und 139.30 Tief v. 16.08.). Das kurzfristig überverkaufte Niveau spricht jedoch zunächst für eine Verschnaufpause.
Widerstände sehen wir bei 141.45 (Tief v. 31.08.), 141.72 (Tief v. 03.09.), 142.17 (Hoch v. 05.09.), 142.32 (Trendlinie), 142.51 (61.8 %- Retracement von 144.49 bis 139.30) und 142.62 (Hoch v. 29.08.).
Unterstützungen: 141.08 140.78 140.57
Widerstand: 141.45 141.72 142.17

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