Montag, 05. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 348944

Marktkommentar Renten

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .
- Trading Range: 138.41-139.68
- Tendenz: behauptet

Kaum scheint sich die Lage an den internationalen Finanzmärkten etwas zu entspannen, legt die Politik ihre Hände in den Schoss. Nicht nur dem Entwurf einer Bankenunion wurde auf dem Finanzministertreffen in Nikosia eine Absage erteilt, auch die Frage nach einem Hilfsantrag Spaniens blieb unbeantwortet. Über Probleme Griechenlands und Zyperns soll frühestens im Oktober entschieden werden. All dies hat den Anschein, als würde man die erkaufte Zeit wieder verstreichen lassen oder mit Grundsatzdiskussionen und Wahlkampf zupflastern.

Der Renditeanstieg deutscher Staatsanleihen geriet nach einem kurzen Test der Marke bei 1.74 % für 10- jährige Fälligkeiten ins Stocken, ohne den etablierten Aufwärtstrend in Frage zu stellen. In der Folge bestimmten Shorteindeckungen und Positionsglattstellungen den Handelsverlauf, die Bundesanleihen bei nur mäßigen Umsätzen kleine Kursgewinne bescherten.

An den Rentenmärkte der EU- Schuldenländer überwogen dagegen Gewinnmitnahmen. Die Risikoprämien 10-jähriger italienischer (5.08 %), spanischer (5.92 %) und portugiesischer Papiere (8.05 %) weiteten sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 11,23 bzw. 28 BP aus. Staatspapiere aus Frankreich (2.27 %) und Belgien (2.64 %) verloren gegen Bunds 4 BP, die der Niederlande (1.91 %) hielten ihren Abstand.

Auch die Kurse von US- Bonds konnten sich nach den kräftigen Kurseinbußen zum Wochenauftakt etwas erholen. Schlechte Nachrichten aus der Industrie kamen Zinstiteln zur Hilfe. Im Gegensatz zur guten Stimmung bei den Konsumenten ist sie im verarbeitenden Gewerbe schlecht. Der Empire- State- Index ist im September überraschend stark von -5.85 auf -10.41 Punkte gefallen.

Der Bund- Kontrakt (138.93) legte 16 Stellen zu, Schatz (110.57) und Bobl (124.63) gingen 1 1/2 bzw.

4 Ticks höher aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf 1.66 %,der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen ermäßigte sich auf 157 BP. 10-jährige US- Treasuries rentieren 5 BP niedriger bei 1.82 %, der JGB- Future (143.57) gibt 30 Stellen nach. Der Euro verbilligt sich auf 1.31 Dollar, der Preis für das Barrel Öl fällt auf 96.8 Dollar.

Heute richtet sich das Augenmerk auf die ZEW- Umfrage für September. Während bei der Beurteilung der aktuellen Lage (18.0 nach 18.2) mit einem nahezu unveränderten Wert zum Vormonat gerechnet wird, sprechen die Prognosen beim Konjunkturausblick (-20 nach -25.5) für eine deutliche Aufhellung.

In Großbritannien stehen Verbraucher- (0.5 %/2.5 %) und Einzelhandelspreise (0.5 %/3.1 %) auf der Agenda, in den Vereinigten Staaten wird der NAHB- Wohnungsmarktindex (38 nach 37) veröffentlicht.

Am Primärmarkt begibt Spanien12- und 18- monatige Geldmarktpapiere Im Volumen von 3.5-4.5 Mrd. Euro. Morgen steht die Aufstockung 2- jähriger Bundesschatzanweisungen um 5 Mrd. Euroauf dem Programm, Frankreich (2.75-3 Mrd. Euro 09/2014 BTAN; 1.75-2 Mrd. Euro 02/2016 BTAN; 2.5-3 Mrd. Euro 07/2022; 1.5-2 Mrd. Euro OAT Linker) und Spanien (Bonos 2.5-3.5 Mrd. Euro) folgen am Donnerstag.

Die EIB ist mit einer 10- jährigen Benchmarkanleihe am Markt, die in den hohen 40igern über Midswap vermarktet wird.

Technik:

Der Bund- Future setzte nach anfänglicher Schwächeneigung und einem Tagestief bei 138.41 zu einer Gegenbewegung an und schloss (138.93) 16 Stellen über Vortagsniveau. Der Ausblick hat sich leicht aufgehellt, die Indikatoren auf Tagesbasis zeigen wieder einmal Stabilisierungsansätze. Allerdings ist mit Blick auf den Wochenchart die Lage unverändert kritisch zu beurteilen. Kurzfristig dürfte sich die Konsolidierung jedoch fortsetzen. Widerstände sehen wir bei 139.14 (Hoch v. 17.09.), 139.24/30 (Tief v. 12.09./16.08.), 139.48 (Tief v. 13.09.), 139.62/68 (Trendlinie/61.8 %- Fibonacci von 140.47 bis 138.41), und 140.09 (Hoch v. 14.09.).

Unterstützungen liegen bei 138.60 (Tief v.14.09.), 138.41/37 (Tief v. 17.09./Trendlinie), 138.26 (Tief v. 29.06.), 137.90 (Wochentrend) und 137.60 (Tief v. 03.04.).

- Unterstützungen: 139.60 138.41 138.26
- Widerstände: 139.14 139.30 139.68

Disclaimer

Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.
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