Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Marktkommentar Renten

Trading - Range: 143.17-144.62 / Tendenz: behauptet

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Obwohl US- Notenbankchef Ben Bernanke bei seiner mit Spannung erwarteten Rede in Jackson Hole keine konkreten Maßnahmen verkündete, hielt er die Tür für Liquiditätsspritzen weit offen. Mit Blick auf das aus seiner Sicht zu geringe Wachstum und die immer noch zu hohe Arbeitslosigkeit stellt er weitere Anleihekäufe in Aussicht. Bei "Bedarf" werde die Notenbank einschreiten.

Dies war anscheinend genug, die doch sehr nervösen Märkte zu beruhigen. Sowohl an den Aktien- wie Bondmärkten ging es aufwärts. In Europa hatten zuvor noch Gerüchte um die künftigen Aufgaben der EZB bei der Bankenaufsicht sowie der Anstieg der Inflation für Unruhe gesorgt.

Im Handelsverlauf machten Bundesanleihen im Sog ihrer amerikanischen Pendants die Anfangsverluste wieder wett. Im Gegenzug gaben Bonds der EU- Peripherie ihre Tagesgewinne ab.

Die Risikoprämien 10-jähriger italienischer (5.82 %) und spanischer Titel (6.81 %) weiteten sich im Wochenverlauf gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 8 bis 28 BP aus. Nur Portugiesen (8.98 %) entwickelten sich um 11 BP besser. Staatspapiere aus Frankreich (2.15 %) und Belgien (2.54 %) hinkten im gleichen Zeitraum um 11 bzw. 7 BP hinterher.

Die Kurse amerikanischer Staatsanleihen tendierten nach dem Auftritt des Fed- Präsidenten sehr fest. Angesichts des heutigen Feiertages in USA (Labour Day) finden die schwächeren Zahlen der Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe Chinas (47.6 nach 49.3) bisher im fernöstlichen Bondhandel keine Beachtung.

Bund- (144.04) und Bobl- Kontrakt (127.71) gaben 4 bzw. eine Stellen ab, der Schatz (110.89) ging dagegen 2 Ticks höher aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe verharrte bei 1.33 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen ermäßigte sich auf 139 BP. 10-jährige US- Treasuries rentieren 8 BP niedriger bei 1.55 %, der JGB- Future (144.03) legt 6 Stellen zu. Der Euro erholt sich auf 1.258 Dollar, der Preis für das Barrel Öl steigt auf 96.4 Dollar.

Vor der EZB- Ratssitzung treten Konjunkturdaten in den Hintergrund, obwohl mit dem ISM- Index und dem US- Arbeitsmarktbericht richtige Schwergewichte auf der Agenda stehen. Ein Blick sind sicherlich auch die deutschen Auftragseingänge und Produktionszahlen wert, Beachtung werden sie jedoch nur am Rande finden. Zum Wochenauftakt stehen nur die endgültigen Umfrageergebnisse der Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe der Eurozone (45.3) sowie vergleichbare Zahlen aus Großbritannien (46.1 nach 45.4) zur Veröffentlichung an.

Ob es EZB- Präsident Draghi am Donnerstag gelingen wird, mit ähnlich wachsweichen Aussagen wie sein Amtskollege in den USA zu den geplanten Anleihekäufen die Marktteilnehmer zu beruhigen, darf bezweifelt werden.

Am Primärmarkt begibt Belgien heute 7-, 10- und 30- jährigen OLOs im Volumen von 2.3-3.2 Mrd. Euro, im Wochenverlauf folgen Österreich (je 0.6 Mrd. Euro RAGB 5 und 7 Jahre), Deutschland (5 Mrd. Euro neue 10-jährige Bund), Spanien (2.5-3.5 Mrd. Euro Bonos) und Frankreich (7-8 Mrd. Euro OAT 5,10- und 15 Jahre). Dem Emissionsvolumen von 18-21 Mrd. Euro stehen nur Tilgungen und Kuponzahlungen in Höhe von knapp 7 Mrd. Euro gegenüber.

Die Deutsche Bank AG begab einen 8-jährigen Hypothekenpfandbrief im Volumen von 500 Mio. Euro bei Midswap +1 BP.

Technik:

Der Bund- Future machte die Anfangsverluste nach einem Tagestief bei 143.17 wieder wett und schloss (144.04) 4 Stellen unter Vortagsniveau. Auf Wochensicht verbuchte der Kontrakt ein kleines Plus von 31 Ticks. Die Ausgangslage hellt sich wieder etwas auf, die Indikatoren auf Tagesbasis zeigen aber weiter ein uneinheitliches Bild. Im Wochenchart zeigen sich Stabilisierungsansätze, Kaufsignale stehen aber weiter aus. Widerstände sehen wir bei 144.17/26 (61.8 %- Fibonacci von 146.26 bis 140.78/Hoch v. 30.08.), 144.31/37 (Hoch v.31./ 29.08.), 144.57/62 (Trendlinie/Hoch v. 31.07.), 144.96 (Hoch v. 03.08.) und 145.17 (Hoch v. 02.08.).

Unterstützungen liegen bei 143.74 (Fibonacci von 144.31 bis 143.17), 143.63 (Tief v. 30.08.), 143.42/39 (Tief v. 24./29.08.), 143.17 (Tief v. 31.08.), 143.00 (38.2 %- Fibonacci von 140.78 bis 144.37), 142.88 (Hoch v. 22.08.) und 142.70 (Tief v. 23.08.).

Unterstützungen 143.74 143.39 143.17
Widerstände 144.26 144.37 144.62

Disclaimer

Die Publikationen sind mit größter Sorgfalt bearbeitet worden. Sie enthalten jedoch lediglich unverbindliche Analysen und Prognosen zu den gegenwärtigen und zukünftigen Marktverhältnissen. Die Angaben beruhen auf Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit, Vollständigkeit oder Aktualität wir aber keine Gewähr übernehmen können. Sämtliche in diesen Publikationen getroffenen Angaben dienen der Information. Sie dürfen nicht als Angebot oder Empfehlung für Anlageentscheidungen verstanden werden.
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