Dienstag, 06. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 343011

Marktkommentar Renten

Trading - Range: 143.42-144.62 / Tendenz: behauptet

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Die internationalen Bondmärkte starteten sehr verhalten in die neue Börsenwoche. Wegen des Feiertages in Großbritannien und anstehender Großereignisse in der ersten September- Hälfte stellen viele Investoren ihre Anlageentscheidungen zurück. Sie ließen sich weder von schlechten Konjunkturdaten, noch widersprüchlichen Aussagen zum Zeitplan für die angekündigten Stabilisierungsmaßnahmen der EZB aus der Ruhe bringen. Die Verschiebung des Troika- Berichtes zu Griechenland auf Anfang Oktober sowie das Warten der Notenbank auf das BVG- Urteil zur Rechtmäßigkeit des Rettungsfonds ESM stellt die Geduld der Marktteilnehmer allerdings auf eine harte Probe. Unterdessen hat Bundeskanzlerin Merkel Schwierigkeiten, die Koalitionspartner auf ihrer Linie zu halten, die einen Verbleib Griechenlands in der Eurozone vorsieht. Dazu kühlt sich die Wirtschaft in Deutschland weiter ab. Das Ifo- Geschäftsklima ist im August den vierten Monat in Folge von 103.3 auf 102.3 Punkte gefallen. Obwohl der Rückgang bei der Beurteilung der aktuellen Lage (111.2 nach 111.5) nicht ganz so stark wie erwartet ausfiel, lassen die sinkenden Geschäftserwartungen (94.2 nach 95.5) nur wenig Spielraum für Optimismus. Auch die Regierung in Tokyo hat ihren Ausblick für die exportabhängige Wirtschaft angesichts der Konjunkturabschwächung in USA und China sowie der Schuldenkrise in Europa erstmals seit einem Jahr gesenkt. Die Kurse deutscher Staatsanleihen pendelten begleitet von äußerst geringem Volumen um die Schlusskurse vom Freitag. Bonds der EU- Peripherie waren dagegen besser gesucht. Die Risikoprämien 10-jähriger italienischer (5.68 %), spanischer (6.31 %) und portugiesischer Titel (8.95 %) ermäßigten sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um einen, 3 bzw. 6 BP. Staatspapiere aus Frankreich (2.05 %), Belgien (2.48 %) und den Niederlanden (1.74 %) hielten ihren Abstand zu Bunds. Die Kurse amerikanischer Staatsanleihen tendierten zum Wochenauftakt freundlich und setzen diese Entwicklung auch heute in Fernost angesichts schwächerer Aktiennotierungen fort.

Der Bund- Kontrakt (143.77) legte 4 Stellen zu, Bobl (127.54) und Schatz (110.81) verloren 2 bzw. 2 1/2 Ticks. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf 1.35 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen ermäßigte sich auf 136 BP. 10-jährige US- Treasuries rentieren 4 BP niedriger bei 1.64 %, der JGB- Future (143.94) legt 5 Stellen zu. Der Euro verbilligt sich auf 1.248 Dollar, der Preis für das Barrel Öl fällt auf 95.5 Dollar.

Heute richtet sich das Interesse auf Daten der Vereinigten Staaten. Neben dem S&P CaseShiller- Hauspreisindex (0 % nach -0.66 %) stehen das Verbrauchervertrauen des Conference Board (66.0 nach 65.9) und der Richmond- Fed- Herstellerindex (-10 nach -17) für August zur Veröffentlichung an. In der Eurozone liegt das Augenmerk auf Geldmengenentwicklung M3 (3.1 %/3.2 %) und Kreditvergabe in der Privatwirtschaft im Juli sowie der GfK- Umfrage zum Verbrauchervertrauen Deutschlands (5.8 nach 5.9) für September.

Am Primärmarkt begibt Italien heute inflationsindizierte Anleihen mit Fälligkeiten September 2016 und 2019 im Volumen von 0.25-0.40 bzw.0.25-0.35 Mrd. sowie 2- jährigen NullKupon- CTZ über 2-3 Mrd. Euro. Am Donnerstag folgen BTPs im Volumen von 5-8 Mrd. Euro. Spanien ist mit 3- und 6- monatigen Geldmarktpapieren im Volumen von jeweils 1-2 Mrd. Euro aktiv. Das amerikanische Schatzamt versteigert 2- jährige Notes im Volumen von 35 Mrd. USD. Die EAA- Erste Abwicklungsanstalt ist mit einer 5- jährigen Benchmarkanleihe am Markt, die im Bereich Midswap +20 BP angeboten wird.

Technik:

Der Bund- Future legte nach dem kräftigen Aufwärtsimpuls der vergangenen Handelstage eine Verschnaufpause ein und schloss (143.77) 4 Stellen über Vortagsniveau. Die Ausgangslage bleibt konstruktiv, die Indikatoren auf Tagesbasis verlieren jedoch an Schwungkraft. Auch im Wochenchart zeigen sich Stabilisierungsansätze, Kaufsignale stehen aber noch aus. Widerstände sehen wir bei 143.99 (Hoch v. 27.08.), 144.13/17 (Hoch v. 24.08./61.8 %- Fibonacci von 146.26 bis 140.78), 144.29 (Hoch v. 27.07.), 144.62 (Hoch v. 31.07.), 144.96 (Hoch v. 03.08.) und 145.17 (Hoch v. 02.08.). Unterstützungen liegen bei 143.72 (Hoch v. 23.08.),143.55/54 (Tief v. 27.08./Aufwärtstrend), 143.42 (Tief v. 24.08.), 143.04 (38.2 %- Fibonacci von 141.27 bis 144.13), 142.88 (Hoch v. 22.08.) und 142.70 (Tief v. 23.08./50 %).
Diese Pressemitteilung posten:

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer