Montag, 05. Dezember 2016


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Marktkommentar Renten

Trading - Range: 141.99-143.66 / Tendenz: fest

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Die Entscheidungen über weitere Griechenlandhilfen sind bis Oktober vertagt. Der Bericht der Troika über die Umsetzung von Reform- und Sparbemühung liegt Ende September vor, erst danach kann die EU zu einem Urteil kommen. Dies ließ Eurogruppen- Chef Juncker am Nachmittag verlauten. Auch Bundeskanzlerin Merkel zerstörte die Hoffnungen auf Absprachen mit dem griechischen Regierungschef Samaras bei den bilateralen Gesprächen an diesem Wochenende.

Die Marktteilnehmer zeigten sich enttäuscht und trennten sich von Anleihen der Schuldenländer. Im Gegenzug profitierten deutsche Staatsanleihen von ihrem Status als sicherer Hafen und zogen angeführt von langen und mittleren Laufzeiten kräftig an. Das kurze Ende der Renditekurve musste dagegen noch das neue Angebot verdauen. Obwohl die Auktion 2- jähriger Schatzanweisungen reibungslos verlief und der Bund knapp 4.1 Mrd. Euro zinslos erhielt, ließ die Nachfrage im Vergleich zur letzten Versteigerung spürbar nach.

Die Rentenmärkten der Schuldenländer litten dagegen unter Gewinnmitnahmen. Die Risikoprämien 10- jähriger italienischer (5.64 %), spanischer (6.22 %) und portugiesische Anleihen (8.93 %) weiteten sich gegenüber vergleichbaren Bundesanleihen um 11, 17 bzw. 11 BP aus. Staatspapiere aus Frankreich (2.12 %), Belgien (2.55 %) und den Niederlanden (1.83 %) verloren gegen Bunds 3 bis 7 BP. Die Kurse amerikanischer Staatsanleihen tendierten nach Veröffentlichung des Protokolls der letzten Notenbank- Sitzung, freundlich. Wie daraus hervorgeht, will sie schon bald der US- Wirtschaft mit neuen Geldspritzen unter die Arme greifen.

Bund- (142.74) und Bobl- Kontrakt (127.23) legten 92 bzw.37 Stellen zu, der Schatz (110.815) ging 3 Ticks höher aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe fiel auf 1.45 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen ermäßigte sich auf 146 BP. 10-jährige USTreasuries rentieren 7 BP niedriger bei 1.70 %, der JGB- Future (143.62) legt 3 Stellen zu. Der Euro klettert auf 1.254 Dollar, der Preis für das Barrel Öl steigt auf 98 Dollar.

Heute laufen die vorläufigen Umfrageergebnisse der Einkaufsmanager in der Eurozone für August über die Ticker. Nach dem kräftigen Rückgang in den Vormonaten hoffen die Märkte auf eine Stabilisierung im verarbeitenden Gewerbe (44.2 nach 44.0) wie dem Dienstleistungssektor (47.7 nach 47.9). Die endgültigen Wachstums- (0.3 %/1 %) und Außenhandelszahlen Deutschlands im 2. Quartal (Exporte +1.2 %; Importe +1 %) dürften dagegen nur am Rande interessieren. In USA stehen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (365K), Neubauverkäufe (+0.6 %/4.3 %) sowie der Hauspreisindex (2.6 %) auf der Agenda.

Beim Treffen zwischen Hollande und Merkel soll eine gemeinsame Position in der Griechenland- Frage abgestimmt werden. Der griechische Regierungschef reist in den kommenden Tagen zu Einzelgesprächen nach Paris und Berlin.

Am Primärmarkt stockt Großbritannien heute Gilts (5 % 2018) um 3.75 Mrd. GBP auf. Das amerikanische Schatzamt versteigert 5- jährige TIPS im Volumen von 14 Mrd. USD. Außerdem werden die Volumina für die in der kommenden Woche geplanten Auktionen 2-, 5- und 7- jähriger Notes bekannt gegeben. Nach einer längeren Pause steht dann auch wieder Italien mit Linkern (1-2 Mrd. Euro) und BTPs im Volumen von 5-8 Mrd. Euro auf der Matte.

Technik:

Der Bund- Future setzte die Korrektur im Abwärtstrend mit hoher Dynamik fortmarkierte ein Tageshoch bei 142.88 und schloss (142.74) 92 Stellen über Vortagsniveau. Die Ausgangslage hat sich deutlich aufgehellt, die Indikatoren auf Tagesbasis geben Kaufsignale. Auch im Wochenchart zeichnet sich eine Bodenbildung ab, der Wochentrend bei 142.26 wurde wieder überwunden. Widerstände sehen wir bei 142.88 (Hoch v. 22.08.), 143.08/13 (Hoch v.14.08./Abwärtstrend), 143.27 (Aufwärtstrend) und 143.58/66 (Hoch v. 13./10.08.).

Unterstützungen liegen bei 142.40 (38.2 %- Fibonacci von 141.63 bis 142.88), 142.17/28 (Hoch v.20.08./Tief v.14.08), 141.99 (Hoch v. 21.08.), 141.63 (Tief v. 22.08.), 141.45 (Tief v. 17.08.), 141.27 (Tief v. 21.08.), 141.14 (Tief v. 20.08.), 141.08 (50 %- Retracement von 135.27 bis 146.89) und 140.78 (Tief v. 16.08.).

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