Freitag, 25. Juli 2014


Marktkommentar Renten

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .
- Trading Range: 139.38-140.52
- Tendenz: schwächer

Renditen nahe den historischen Tiefständen waren Gift für die Versteigerung einer neuen 10- jährigen Bundesanleihe. Die Nachfrage (4.109 Mrd. Euro) erreichte nicht einmal den von der Finanzagentur anvisierten Betrag von 5 Mrd. Euro, die rekordniedrige Verzinsung von 1.77 % lag aber unterhalb der letzten Auktion (1.83 %). Die Kurse deutscher Bundesanleihen gerieten daraufhin unter Druck und gaben einen Teil der am Vortag erzielten Gewinne wieder ab. Bundrenditen stiegen mit nachlassender Risikoaversion als Reaktion auf den vorangegangenen starken Rückgang leicht an. Bonds der EU- Peripherie machten mit Ausnahme portugiesischer Bonds (11.84 %/+7 BP) dagegen Boden gegenüber deutschen Staatsanleihen gut. Trotz der heute anstehenden Versteigerung von BTPs im Volumen von bis zu 6 Mrd. Euro ermäßigten sich die Risikoaufschläge 10-jähriger italienischer (5.50 %) und spanischer (5.83 %) Anleihen um 28 bzw. 22 BP. Für einjährige Geldmarktpapiere muss Italien allerdings gestern mit einer Rendite von 2.84 % doppelt so viel zahlen wie noch vor einem Monat. Staatsanleihen aus Frankreich (2.94 %) und Belgien (3.41 %) rentierten 13 BP niedriger. Die Kurse der US- Staatsanleihen zeigten sich angesichts der Erholung an den Aktienbörsen ebenfalls in schwächerer Verfassung. Auch die enttäuschende Versteigerung 10-jähriger Notes trübte die Stimmung.

Der Bund- Kontrakt (139.84) schloss 56 Stellen leichter, Schatz (110.445) und Bobl (124.77) gingen 13 1/2 bzw. 41 Ticks niedriger aus dem Markt. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe stieg auf 1.69 %, der Renditeabstand zwischen 2- und 10-jährigen Bundesanleihen verharrte bei 154 BP. 10-jährige US- Treasuries rentieren 2 BP höher bei 2.00 %, der JGB- Future (142.46) verliert 7 Ticks. Der Euro erholt sich auf 1.313 Dollar, der Preis für das Barrel Öl steigt auf 102.7 Dollar.

Auch heute stehen nur Daten aus der zweiten Reihe zur Veröffentlichung an. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Erzeugerpreisen (+0.3 %/3.1 %; Kernrate +0.2 %/2.8 %), der Handelsbilanz (-52 Mrd. USD) sowie den Erstanträgen zur Arbeitslosenhilfe (355K) in den Vereinigten Staaten. Französische Verbraucherpreise (+0.7 %/2.3 %) und die Handelsbilanz Großbritanniens (-2 Mrd. GBP) runden den Datenkranz ab. Die EZB publiziert ihren Monatsbericht, neue Erkenntnisse dürfte er jedoch nicht liefern.

Am Primärmarkt stockt Italien heute BTPs mit Fälligkeiten März 2015 um 2-3 Mrd. sowie November 2015, Februar 2020 und August 2023 um jeweils 0.3-0.7 Mrd. Euro auf. Das amerikanische Schatzamt versteigert 30-jährige Bonds im Volumen von 13 Mrd. USD. Großbritannien platziert 30-jährige Gilts im Volumen von 2 Mrd. GBP.

Technik:

Der Bund- Future litt nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen drei Handelstage unter Gewinnmitnahmen, markierte ein Tagestief bei 139.52 und schloss (139.84) 56 Stellen unter Vortagsniveau. Der Ausblick bleibt konstruktiv, die Indikatoren verlieren jedoch etwas an Schwungkraft. Auch im Wochenchart überwiegen positive Aspekte, zur Vorsicht mahnen jedoch negative Divergenzen. Widerstände liegen bei 139.98, 140.09 (Fibonacci von 140.44 bis 139.52), 140.28 (Hoch v. 11.04.), 140.44 (Hoch v. 10.04.), 140.52 (Allzeithoch), 140.84 (Trend) und 141.07 (Wochentrend).

Unterstützung sehen wir bei 139.52 (Tief v. 11.04.), 139.45/38 (Tief v. 10.04./Hoch v. 05.04.), 139.02 (50 %- Fibonacci von 137.60 bis 140.44) und 138.74 (Hoch v. 04.04.).

Unterstützungen 139.52 / 139.45/38 /139.02
Widerstände 139.98 / 140.28 / 140.52

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