Freitag, 09. Dezember 2016


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Helaba setzt ihren positiven Ergebnistrend im ersten Halbjahr 2012 fort

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .
- Operatives Kundengeschäft und Handelsergebnis entwickeln sich erfreulich
- Neugeschäft steigt um zehn Prozent
- Brenner zuversichtlich für Jahresergebnis
- Sparkassenzentralbankfunktion in NRW und Brandenburg übernommen

Die Helaba Landesbank Hessen Thüringen hat trotz sich abschwächender konjunktureller Dynamik, der fortbestehenden Schuldenkrise einzelner Mitgliedsstaaten der Eurozone sowie der hohen Volatilität an den Finanzmärkten im ersten Halbjahr 2012 ihren positiven Ergebnistrend fortsetzen können. Sie erzielte ein Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 288 Mio. Euro, das um 45 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert von 333 Mio. Euro liegt. Hans-Dieter Brenner, Vorstandsvorsitzender der Helaba, kommentiert das Erreichte mit Zuversicht: "Die gute Ertragslage des Helaba-Konzerns ist geprägt durch eine erfolgreiche Fortführung der operativen Geschäftsaktivitäten im Großkundengeschäft sowie im Verbund-, Privatkunden- und Mittelstandsgeschäft auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Hinzu kommt ein über dem Plan liegendes Handelsergebnis. Wir liegen zwar hinter unserem bisher besten Halbjahresergebnis 2011 zurück. Im zeitanteiligen Vorjahresvergleich haben wir aber bereits knapp 60 Prozent des Gesamtjahres-Ergebnisses von 2011 realisiert. Auch wenn die politische Diskussion um Lösungsansätze zur Behebung der Schuldenkrise zu weiteren Marktverwerfungen führen kann, sehe ich die Helaba infolge der stabilen Entwicklung des Kundengeschäftes auf einem positiven Ergebnispfad. Ich bin daher zuversichtlich und halte aus heutiger Sicht an dem Ziel fest, für das Geschäftsjahr 2012 ein Ergebnis annähernd auf dem hohen Niveau des Vorjahres anzustreben."

Zinsüberschuss nach Risikovorsorge stabil, Handelsergebnis steigt
Verwaltungsaufwand durch Einmalaufwand der Verbundbank geprägt

Der Zinsüberschuss liegt mit 547 Mio. Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 488 Mio. Euro. Alle für die Erzielung des Zinsüberschusses maßgeblichen Geschäftsfelder verzeichneten aufgrund des anhaltend guten Kundengeschäftes einen Anstieg des Zinsüberschusses.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft fiel mit -162 Mio. Euro um 63 Mio. Euro höher aus als im Vorjahr. Dies ist auch eine Folge der angespannten Lage auf den Finanzmärkten und der unverändert konservativen Bewertungspraxis der Bank. Der Zinsüberschuss nach Risikovorsorge blieb trotz erhöhter Risikovorsorge mit 385 Mio. Euro nur knapp unter dem Vorjahreswert von 389 Mio. Euro. Der Provisionsüberschuss ist infolge geschäftspolitischer Anpassungsmaßnahmen um 10 Mio. Euro auf 121 Mio. Euro zurückgegangen.

Das Handelsergebnis verbesserte sich aufgrund des günstigen Umfeldes für den Zins- und Kredithandel sowie des intensivierten Geschäftes mit den Sparkassen und anderen Kunden um 44 Mio. Euro auf 217 Mio. Euro.

Das Ergebnis aus Sicherungszusammenhängen und Derivaten liegt mit -16 Mio. Euro um 54 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau. Dieser Rückgang ist - wie bereits im I. Quartal - wesentlich auf die durch IFRS vorgegebene Berücksichtigung der Liquiditätskomponente von Fremdwährungen im Rahmen der Derivatebewertung zurückzuführen.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen inklusive des Ergebnisses aus at Equity bewerteter Unternehmen hat sich um 5 Mio. Euro auf -15 Mio. Euro verbessert. Ergebnismindernd schlug eine Abschreibung auf den von der Frankfurter Sparkasse gehaltenen Beteiligungswert der Landesbank Berlin zu Buche.

Das sonstige betriebliche Ergebnis hat sich um 6 Mio. Euro auf 107 Mio. Euro erhöht. Es ist wesentlich geprägt durch das Ergebnis aus Immobilien, die als Finanzanlagen gehalten werden.

Der Verwaltungsaufwand ist um 32 Mio. Euro auf 511 Mio. Euro gestiegen. Die Gründe dafür sind Einmalaufwendungen im Zusammenhang mit der Übernahme der Verbundbank NRW sowie die volle Berücksichtigung der Bankenabgabe in Höhe von 26 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2012 (Vorjahreszeitraum: 20 Mio. Euro).

Das Ergebnis vor Steuern beträgt 288 Mio. Euro und liegt damit um 45 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert. Die Segmente Immobilien, Verbundgeschäft sowie die Frankfurter Sparkasse konnten das Ergebnis im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres steigern.

Nach Abzug des Ertragssteueraufwandes beträgt das Konzernergebnis 194 Mio. Euro (Vorjahr: 271 Mio. Euro).

Bilanzsumme geringfügig gestiegen - Aktivseite durch Forderungen an Kunden dominiert

Die Konzernbilanzsumme der Helaba ist im ersten Halbjahr 2012 von 164,0 Mrd. Euro auf 166,5 Mrd. Euro gestiegen. Die Struktur der Aktivseite ist geprägt von einem mehr als 50 Prozent erreichenden Anteil der Kundenforderungen. Die Forderungen an Kunden werden im Vergleich zum 31. Dezember 2011 unverändert mit 84,0 Mrd. Euro ausgewiesen. Die zum aktuellen Marktwert bilanzierten Handelsaktiva werden bereits seit mehreren Jahren gezielt reduziert und belaufen sich zum Stichtag auf 36,7 Mrd. Euro. In Vorbereitung auf neue aufsichtsrechtliche Vorgaben wurden die zu Liquiditätszwecken unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anleihen und Schuldverschreibungen von 18,2 Mrd. Euro auf 19,8 Mrd. Euro erhöht.

Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1,9 Mrd. Euro auf 33,4 Mrd. Euro gestiegen. Die verbrieften Verbindlichkeiten werden - bei einer Verminderung von sonstigen Schuldverschreibungen zugunsten von Pfandbriefen - mit 37,0 Mrd. Euro nahezu unverändert ausgewiesen.

Das Abschlussvolumen im mittel- und langfristigen Neugeschäft liegt konzernweit bei 6,9 Mrd. Euro, was einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahreszeitraum von knapp 10 Prozent entspricht. Die Schwerpunkte des Neugeschäfts lagen dabei in den Kerngeschäftsfeldern Immobilienkreditgeschäft (3,3 Mrd. Euro) und Corporate Finance-Geschäft (1,8 Mrd. Euro). Auf das Verbundgeschäft und das Kundengeschäft der Frankfurter Sparkasse entfielen insgesamt 1,0 Mrd. Euro, auf das Geschäft mit öffentlichen Gebietskörperschaften 0,8 Mrd.Euro. Im Kapitalmarktgeschäft fungierte die Helaba in den ersten sechs Monaten als Arrangeur von 13 Schuldscheinemissionen von Unternehmenskunden im Gesamtvolumen von 2,4 Mrd. Euro. In diesem Marktsegment gehört die Helaba zu den Marktführern. Im mittel- und langfristige Neugeschäft geht die Helaba davon aus, im Jahr 2012 ein Abschlussvolumens zwischen 13 und 14 Mrd. Euro zu erreichen.

Es wurden mittel- und langfristige Refinanzierungsmittel im Volumen von 7,5 Mrd. Euro aufgenommen. Hiervon entfielen 4,9 Mrd. Euro auf ungedeckte Emissionsprodukte und 2,6 Mrd. Euro auf öffentliche und Hypothekenpfandbriefe. Mit einem Volumen von 1,0 Mrd. Euro emittierte die Helaba im zweiten Quartal 2012 wieder einen öffentlichen Jumbo-Pfandbrief, der mit einem sehr attraktiven Spreadaufschlag zu einem hohen Anteil bei ausländischen institutionellen Investoren platziert wurde. Zudem konnten mittel- und langfristige Refinanzierungsmittel in USD und GBP bei institutionellen Investoren eingeworben werden. Mit der Mitte Juli vollzogenen Übernahme der Zertifikate-Plattform der früheren WestLB baut die Bank ihre Marktposition im Geschäft mit Zertifikaten kräftig aus. Die Kundeneinlagen im Retailgeschäft- Frankfurter Sparkasse und 1822direkt - tragen zur weiteren Diversifikation der Refinanzierungsquellen der Bank bei.

Zum 30. Juni 2012 beträgt das Eigenkapital des Helaba-Konzerns 5,7 Mrd. Euro. Mit einer Kernkapitalquote von 10,4 % (31. Dezember 2011: 10,1 %) und einer Gesamtkennziffer von 15,6 % (31. Dezember 2011: 15,3 %) verfügt die Institutsgruppe über eine angemessene Ausstattung mit haftenden Eigenmitteln. Im Zusammenhang mit der Übernahme der Verbundbank NRW hat die Helaba im Rahmen einer Anfang Juli vollzogenen Kapitalerhöhung das Kernkapital um 1 Mrd. Euro zusätzlich gestärkt.

Die Cost-Income Ratio sank von 56,6 Prozent (31.12.2011) auf 53,2 Prozent. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern verbesserte sich von 9,2 Prozent auf 10,3 Prozent.

Ausblick: Brenner zuversichtlich für Jahresergebnis

Aus heutiger Sicht strebt die Helaba für das Gesamtjahr 2012 ein Konzernergebnis an, das annähernd auf dem hohen Niveau des Vorjahres liegt. Getragen wird diese Ergebnisprognose von der stabilen Entwicklung der operativen Geschäftstätigkeit sowie einem überdurchschnittlichen Handelsergebnis.

Brenner: "Darüber hinaus bin ich zuversichtlich, die faktische Übernahme des Verbundbankgeschäftes der ehemaligen WestLB und die Eintragung der Übertragung ins Handelsregister bis Mitte September zu erreichen. Zusammen mit der bereits erfolgten Übernahme der Sparkassenzentralbankfunktion in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Brandenburg bildet dies die Basis für die strategische Weiterentwicklung der Helaba.
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