Donnerstag, 27. November 2014


Helaba Floor Research

Equity Daily

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .
- Aktienmärkte: Sentiment bleibt positiv - Rally in Tokio setzt sich fort
- Euro kämpft um die 1.30er-Marke

Die US-Notenbank hat im letzten FOMC-Statement keinen Hinweis auf ein weiteres Anleihekaufprogramm gegeben. Zwar ließen sich die Währungshüter eine Hintertür offen, indem sie den Umfang und die Zusammensetzung ihrer Wertpapierbestände regelmäßig prüfen und bei Bedarf anpassen wollen, dennoch scheint die Wahrscheinlichkeit und die Notwendigkeit weiterer Stützungsmaßnahmen zu sinken. So hat sich das konjunkturelle Umfeld in den letzten Wochen aufgehellt. Neben der verbesserten Situation am Arbeitsmarkt zeichnet sich eine Belebung in der US-Industrie ab. Heute stehen mit dem Empire-State- und dem Philadelphia-Fed-Index zwei wichtige Stimmungsumfragen zur Veröffentlichung an, die Hinweise auf die derzeitige Lage im Verarbeitenden Gewerbe geben. Per saldo sollte der robuste Konjunkturausblick für die USA untermauert werden. Während der Empire-State-Index aber von sehr hohem Niveau etwas sinken könnte, halten wir einen nochmaligen Anstieg des Philly-Fed-Indexes für wahrscheinlich.

Robust sind derzeit nicht nur die Konjunkturzahlen. Auch die Teuerung weist derzeit nach oben. Nach Ansicht der Fed ist dies ein eher vorübergehendes Phänomen und vom Ölpreis getrieben. Dies haben die gestern veröffentlichten Importpreise bestätigt, die energiepreisbedingt um 1,0% zum Vormonat gestiegen sind und damit stärker als erwartet. Auch bei den heute anstehenden Erzeugerpreisen zeichnet sich ein deutliches Vormonatsplus ab, während bei der Jahresteuerung aufgrund günstiger Basiseffekte mit einem Rückgang zu rechnen ist.

Aktienmärkte: Der deutsche Aktienmarkt setzte auch am Mittwoch seinen Höhenflug fort, nachdem die wichtige Widerstandsmarke von 6.971 Zählern nun nachhaltig überwunden wurde. Insbesondere Aussagen der Fed, wonach sich der US-Arbeitsmarkt positiv entwickeln würde, sorgten auch für neuerlichen Konjunkturoptimismus. Zur sehr guten Stimmung trug auch das Ergebnis des US-Banken-Stresstest bei. Demnach haben 15 von 19 Großbanken den Test bestanden. In diesem von Optimismus geprägten Umfeld und den reihenweise erreichten Jahres- bzw. Mehrjahreshochs bei verschiedenen Indizes überrascht es nicht, dass sich die Vola weiter, von 20,75 auf nun 20,11 abschwächte. Auch bei den Einzelwerten gab es eine große Anzahl von Werten, welche neue Jahreshochs und teilweise sogar neue Allzeithochs markierten. Dies war u.a. bei Freenet, BMW, Deutsche Postbank, Fuchs Petrolub, EADS, BB Biotech, Merck, Brenntag, Hugo Boss, Gerry Weber, SAP, Henkel, Deutsche Post und Dialog Semiconductor der Fall. In der charttechnischen Anlayse wird angenommen, zumindest wenn man der sogenannten "Darvas Methode" folgt, dass neue Allzeithochs bzw. Mehrjahreshochs prozyklische Kaufsignale darstellen. Darüber hinaus spielt für die Aktienselektion auch die Beachtung des übergeordneten Trends, das aktuelle Momentum und eine gewisse Art von relativer Stärke eine wesentliche Rolle. Ganz entscheidend ist aber, ein sehr gutes Timing zu haben. So hat z.B. die Aktie der Deutschen Bank (stand gestern 14 Uhr) in den letzten fünf Tagen um mehr als 10 % zugelegt, während mit anderen Papieren wie z.B. der Lufthansa (-1,30 %) kein Geld zu verdienen war. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart fallen leicht freundlich aus, so dass mit einer moderat festeren Eröffnung zu rechnen ist.

Charttechnik: Heute gilt es zunächst, die Widerstandsmarke von 7.088 Zählern beim Dax im Auge zu behalten. Sollte es dem Index gelingen sich von dieser nachhaltig zu entfernen, würde das nächste Kursziel 7.173 Punkte lauten. Auf der Unterseite ist der Support-Marke bei 6.971 Zählern als massiv einzustufen.

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Deutsche Börse

DEUTSCHE BÖRSE und NYSE EURONEXT könnten in den kommenden Tagen über eine Klage gegen das Fusionsverbot der EU-Kommission entscheiden, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Branchenkreise. (Reuters)

Siemens

SIEMENS-Tochter. Goetzeler, der mittlerweile lediglich für das Tagesgeschäft von Osram zuständig ist, habe seine Kündigung eingereicht. (Reuters)

K+S

Der ehemalige Hochtief-Manager Burkhard Lohr soll ab 1. Juni das Amt des Finanzchefs von K+S übernehmen, wie der Konzern mitteilte. Joachim Felker, der für die Sparte mit Kali-Düngemitteln zuständig ist, geht zum 30. September in den Ruhestand. Ralf Bethke soll Aufsichtsratsvorsitzender bleiben. (Reuters)

Hugo Boss

Der Herrenausstatter Hugo Boss hat nach Meinung von Firmenchef Claus-Dietrich Lahrs mehr Potenzial, als der Finanzinvestor Permira dachte. Er hält ein langfristiges Engagement von Permira für möglich. Bis 2015 seien keine Zukäufe geplant. (FTD S. 7)

K+S

Die hohe Nachfrage der Landwirte hat dem Düngemittel- und Salzhersteller K+S 2011 einen kräftigen Gewinnanstieg beschert. Das operative Ergebnis (Ebit I) kletterte im abgelaufenen Jahr um 37 Prozent auf 976 Millionen Euro, wie das Unternehmen aus Kassel am Donnerstag mitteilte. Der Umsatz stieg um elf Prozent auf 5,2 Milliarden Euro. Mit beiden Kennzahlen schnitt der Konzern etwas besser ab als von Analysten erwartet. Vom Ergebnisanstieg profitieren auch die K+S-Aktionäre. Sie sollen für 2011 eine Dividende von 1,30 Euro erhalten nach einem Euro vor Jahresfrist. Für das laufende Jahr geht Konzernchef Norbert Steiner jedoch von rückläufigen Gewinnen aus, vor allem wegen des schwachen Auftausalzgeschäfts Anfang des Jahres. Insgesamt werde der Umsatz von K+S 2012 stabil bleiben, das operative Ergebnis sowie der bereinigte Gewinn moderat zurückgehen. Im November hatte Steiner für das laufende Jahr noch einen stabilen Gewinn Aussicht gestellt. Zuversichtlich zeigte sich Steiner allerdings für 2013. Im nächsten Jahr werde sich der Umsatz gegenüber 2012 leicht erhöhen, und es bestehe die realistische Chance, auch den Betriebsgewinn moderat zu steigern. (Reuters)

NRW

Der Landtag in Düsseldorf hat für seine Auflösung gestimmt. Das neue Parlament soll nun im Mai gewählt werden. Einer Blitzumfrage von Infratest dimap zufolge würden 38 Prozent der Befragten für die SPD stimmen, wenn am kommenden Sonntag gewählt würde. Die Grünen kämen auf 14 Prozent, die CDU auf 34 Prozent, die FDP auf zwei Prozent, die Linke auf vier Prozent. Auf die Piratenpartei entfielen fünf Prozent. Reuters)

Griechenland

Finanzminister Venizelos hat seinen Rücktritt angekündigt. Er werde von seinem Posten zurücktreten, sobald er formal zum Vorsitzenden der sozialistischen Partei (Pasok) ernannt werde, erklärte Venizelos. Weil er der einzige Kandidat für den Vorsitz ist, gilt seine Wahl auf dem Parteitag am Sonntag als gewiss. (Reuters)
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