Sonntag, 04. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 346210

Equity Daily

Unsere tägliche Einschätzung des Aktienmarktes

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .
Indikation Unterstützungen Widerstände Handelsbreite DAX 7.170 7.105 / 7.084 7.225 / 7.285 7.080 / 7.260 EuroStoxx 50 2.531 2.490 / 2.460 2.565 / 2.596 2.490 / 2.580

Aktienmärkte in Jubelstimmung

Nasdaq schließt auf höchstem Stand seit 2000, S&P auf Mehrjahreshoch

Die Europäische Zentralbank hat die Leitzinsniveaus unverändert gelassen. Im Mittelpunkt aber standen nicht konventionelle geldpolitische Instrumente sondern vor allem der geplante Kauf von Staatsanleihen der Eurozone (OMT). Der EZB-Rat hat beschlossen, von Euro-Mitgliedsstaaten Anleihen mit Restlaufzeiten von bis zu drei Jahren zu erwerben, sofern die Staaten die europäischen Rettungsmechanismen in Anspruch nehmen und die Reformmaßnahmen umsetzen. In diesem Fall soll es sterilisierte Anleihekäufe geben, wobei es weder Volumenobergrenzen noch Rendite- oder Spreadziele gibt.

Bei den Datenveröffentlichungen sind zunächst Produktionszahlen des abgelaufenen Monats in Deutschland und Spanien zu erwähnen. Die deutschen Industrieaufträge stiegen im Juli und daher scheint nach dem Produktionsminus im Juni zumindest eine Stagnation in Deutschland möglich sein. In Spanien sollte sich zeigen, dass die Abwärtsdynamik der Produktion nachlässt. Die Verbesserung des Industrie-PMIs im August lässt dies zwar hoffen, ob allerdings die Produktion im Juli bereits weniger negative Tendenzen aufweist, bleibt abzuwarten. Weitaus mehr Aufmerksamkeit werden die Marktteilnehmer den Arbeitsmarktdaten in den USA widmen. Letztlich dreht sich die Frage darum, ob die US-Notenbank in der kommenden Woche neue Anleihekäufe beschließt. Ein abermals moderates Plus bei der Beschäftigtenzahl würde in dieser Hinsicht wohl keine Klarheit schaffen. Tendenziell dürften sich die US-Notenbanker aber enttäuscht sehen, denn eine substanzielle Verbesserung der Datenlage ist nicht eingetreten. Zuletzt wurde aber deutlich, dass solch eine Verbesserung nötig wäre, um QE3 zu verhindern. Die Indikationen für den heutigen Bericht sind gemischt. Der ADP-Report fiel mit einem Plus von 201 Tsd. Stellen in der Privatwirtschaft besser aus als erwartet. Die Beschäftigungskomponenten der ISM-Umfragen fielen gemischt aus. Die Konsensschätzung könnte per saldo dennoch übertroffen werden, wobei fraglich bleibt, ob die Zahlen ausreichen werden, um einen Stimmungsumschwung innerhalb des US-Offenmarktausschusses zu erzeugen.

Aktienmärkte: Bereits zu Handelsbeginn startete der Dax freundlich. Die Kursgewinne wurden im Verlauf noch ausgeweitet. Offenbar waren sich die Marktteilnehmer zu diesem Zeitpunkt sicher, dass die EZB Entscheidungen im Sinne der Finanzmärkte treffen würde. Tatsächlich hat die EZB beschlossen, was bereits in den letzten Tagen diskutiert wurde - ein Kaufprogramm für Anleihen finanzschwacher Euroländer, dessen Volumen unbegrenzt sein wird. Allerdings sind die Käufe an strenge Voraussetzungen gebunden. So müssen sich die betreffenden Staaten der strikten Kontrolle des Euro-Rettungsfonds unterwerfen. Der Dax legte gestern beeindruckende 200 Punkte zu, der S&P kletterte auf ein Mehrjahreshoch, während der Nasdaq den höchsten Stand seit dem Jahr 2000 erreichte. Auch die Indizes der "Krisenländer" Spanien und Italien legten sehr deutlich zu. Die Vorgaben für den heutigen Tag lassen eine nahezu unveränderte Eröffnung erwarten. Nach den deutlichen Kursgewinnen von gestern sollte es nicht überraschen, wenn die Märkte etwas durchatmen. Am Nachmittag wird der US-Arbeitsmarktbericht die Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Charttechnik: Zunächst sei an dieser Stelle nochmals auf unsere Chartbesprechung von gestern verwiesen. Der Ibex ist nach oben ausgebrochen, womit die Wahrscheinlichkeit für weitere Kursgewinne gegeben ist.

Der Dax hat ebenfalls einen deutlichen Ausbruch aus seiner zuletzt etablierten Handelsrange vollzogen und ist damit in eine markante Widerstandszone bei 7.131/ 7.160 Zählern vorgedrungen. Diese Zone gilt es nun, wohl in einem zweiten Anlauf, zu überwinden. Die nächsten Widerstände finden sich dann bei 7.194, 7.225 und 7.285 Zählern. Auf der Unterseite stellen die Marken von 7.105 und 7.084 Zählern gute Supportmarken dar.

Ihr Floor Research

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