Sonntag, 26. Oktober 2014


Equity Daily

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Griechische Regierungsverhandlungen vom Wochenende ohne Ergebnis, linksradikale Syriza lehnt Bildung einer breiten Koalition und Einhaltung der Sparprogramme ab; Staatspräsident Papoulias will heute weitere Gespräche führen.

Chinas Zentralbank senkt Mindestreservesatz mit Wirksamkeit zum 18. Mai um 0,5 %.

Zuletzt waren gemischte Signale von der Konjunktur zu vernehmen. Während Stimmungs- und Frühindikatoren ein trübes Bild vor allem in der europäischen Peripherie zeichneten, fiel insbesondere in Deutschland der Anstieg von Produktion und Export sehr erfreulich aus. Gleichzeitig aber wurde das Marktgeschehen dominiert von der politischen Lage in Griechenland. Dass sich die Marktteilnehmer wieder ausschließlich den Makrodaten zuwenden werden, ist unwahrscheinlich, dennoch können in der Eurozone die BIP-Daten des ersten Quartals zumindest kurzfristig für Aufmerksamkeit sorgen. Am Dienstag stehen die Zahlen in Frankreich, Deutschland und für die Eurozone an. Wegen der robusten Produktion kann Deutschland vermutlich der Rezession entgehen und ein kleines Plus vorweisen, nach dem Minus von 0,2 % gegenüber dem Vorquartal zum Jahresschluss 2011. In Frankreich hat sich die Produktion zuletzt auch stabilisiert, angesichts der schwächeren Konsumwerte, dürfte es aber kaum möglich sein, ein nochmaliges BIP-Wachstum zu melden. Für die gesamteuropäische Zahl ist mit einem Minus zu rechnen, da Spanien und Italien sich zudem in einer Rezession befinden. Spanien hat bereits ein Minus von 0,3 % im ersten Quartal gemeldet. Italien folgt mit seinen Daten am Mittwoch und hier wird ein Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Leistung um 0,7 % erwartet. Daneben scheint die ZEW-Umfrage in Deutschland von Interesse zu sein. Die Indikation seitens der Sentix-Befragung ist negativ, allerdings sollte bedacht werden, dass sich letztere auf die Eurozone bezieht und insofern darf sie nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen werden. Ein nur leicht schwächeres Ergebnis scheint möglich.

Nachdem die abgelaufene Woche nur wenig Neuigkeiten aus den USA mit sich brachte, werden in dieser Woche die Einzelhandelsumsätze und die Industrieproduktion in den Fokus der Marktteilnehmer rücken. Wie bei den anstehenden Bauzahlen handelt es sich um Aprilwerte, die zeigen sollen, wie der Start ins zweite Quartal gelungen ist. Bezüglich der Industrieproduktion liefert der Index der geleisteten Arbeitsstunden eine positive Indikation, die Konsensschätzung könnte sogar übertroffen werden. Auch der Einzelhandel sollte zulegen, wenngleich hierbei der sinkende Umsatz der Tankstellen belasten dürfte. Anlass zu verstärktem Konjunkturpessimismus gibt es nicht, und auch von den ersten Stimmungstests in der Industrie im laufenden Monat (Empire-State- und Philly-Fed-Index) erwarten wir eine Bestätigung der moderaten Wachstumsaussichten in den USA. Auf der Seite der Inflationszahlen stehen abschließend die Verbraucherpreise des Monats April im Kalender. Schon die Import- und Erzeugerpreise haben gezeigt, dass der Preisdruck zuletzt nachgelassen hat. Die Jahresraten sind deutlich gesunken und auch im Monatsvergleich hat sich die Lage entspannt. Bei der Verbraucherinflation spielen die jüngsten Anstiege der Erdgaspreise aber eine größere Rolle als bei den Vorgenannten. Eine Stagnation scheint wahrscheinlich.

Aktienmärkte: Die Hoffnungen auf eine Regierungsbildung in Athen haben sich erneut zerschlagen, was den DAX unter Druck setzen dürfte. Auf technischer Seite sind ebenfalls Belastungen auszumachen. Die Indikatoren im Tageschart sind im Verkauf oder abwärts gerichtet. Zudem ist es dem DAX nicht gelungen in den im September 2011 begonnenen Aufwärtstrend zurückzukehren. Sinkt der Leitindex unter das Niveau von 6.400 Punkten, droht weiteres Ungemach. Die Zone 6.220 bis 6.270, das Mitte Januar gerissene Gap, könnte ins Visier der Marktteilnehmer rücken. Lediglich die fundamentalen Datenveröffentlichungen könnten dem etwas entgegensetzen.

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