Freitag, 24. Oktober 2014


Equity Daily

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .
- Aktienmärkte weiter unter Druck

- Neue Sorgen um Griechenlands Linksbündnis

Die Nachrichtenlage rund um Griechenland ist verworren. Nach den Parlamentswahlen scheint es kaum möglich zu sein, eine Regierungskoalition zu formen, die für oder gegen die Sparpolitik ist. Sollte bis zum 17. Mai keine Lösung gefunden werden, kommt es aller Wahrscheinlichkeit nach zu Neuwahlen. Das politische Vakuum in Griechenland ist für die Vertrauensbildung nicht förderlich. Im Gegenteil: Marktteilnehmer kommen zu der Erkenntnis, dass es bei der Währungsunion keine Pflichtmitgliedschaft gibt. Bundeskanzlerin Merkel und Finanzminister Schäuble fordern, dass Griechenland den Reformweg weiter geht und die vereinbarten Programme fortsetzt - aus derzeitiger Sicht kaum vorstellbar. Die Troika, bestehend aus EU, IWF und EZB, verlangt weitere Konsolidierungsmaßnahmen. Ein Besuch in Athen ist für den 19. Mai geplant. Ob sich die Kreditgeber mit dem Fortschritt der Reformen zufrieden zeigen und ob die Forderungen nach zusätzlichen Einsparungen von mehr als 11 Mrd. EUR erfüllt werden, darf bezweifelt werden. Sorgen sind berechtigt, dass weitere Hilfsgelder eingefroren werden und das Land zahlungsunfähig wird. Die Marktreaktionen fallen bis jetzt vergleichsweise verhalten aus. Eine Zuspitzung der Lage könnte aber zu einem neuerlichen Anstieg der Risikoaversion beitragen und die Attraktivität von Bundesanleihen weiter erhöhen. Von konjunktureller Seite bleibt es heute ruhig.

Aktienmärkte: Nach dem der Dax zu Wochenbeginn eine sehr markante Berg- und Talfahrt vollzog, normalisierte sich das Handelsgeschehen gestern zunächst ein wenig. Am Nachmittag beschleunigte sich die Talfahrt wieder, so dass der deutsche Leitindex mit einem ordentlichen Abschlag von 1,90 % bei 6.444 Zählern aus dem Handel ging. Festzustellen ist, dass die unklare, politische Lage in Griechenland das Marktsentiment weiter belastete. In Anbetracht der anhaltenden Konflikte um den vergangenen und zukünftigen Sparkurs des Landes, haben EU-Politiker weitere Hilfen an die Einhaltung der Sparauflagen geknüpft. Die Aussicht auf ein Linksbündnis in Griechenland, drückte mächtig auf das Marktsentiment. Es bleibt auf jeden Fall weiter spannend, klar ist, dass die Märkte vom "Griechenland-Thema" noch geraume Zeit beeinflusst werden. Dieser Fakt kommt auch durch den erneuten Anstieg der Vola (28,0 vs. 26,70 am Vortag) zum Ausdruck. Die Vorgaben für den heutigen Handelstag deuten auf eine nahezu unveränderte Eröffnung hin. Fraglich scheint, von welcher Seite im Tagesverlauf positive Impulse kommen könnten. Auf der anderen Seite sind sehr viel mehr Belastungsfaktoren auszumachen. So will z.B. die spanische Regierung die Banken dazu bewegen, weitere 35 Mrd. Euro zur Absicherung von Immobilienkredit-Risiken zurückzulegen.

Charttechnik: Unter charttechnischen Gesichtspunkten sehr interessant ist der Fakt, dass beim Dax gestern ein sogenanntes "bearish harami pattern" ausgebildet wurde, was insgesamt als negativ zu werten ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass heute eine negative Bestätigungskerze folgt ist hoch. Allerdings ist es im aktuellen Fall nicht zwingend notwendig, da der Abwärtsimpuls ohne hin bereits sehr ausgeprägt ist. Zuletzt wurde deutlich, dass der deutsche Leitindex derzeit lediglich über Kraft für kurze Erholungsbewegungen verfügt und es eine Frage der Zeit ist, bis neue Impulstiefs ausgebildet werden. Eine erste Haltemarke findet sich bei 6.414 Zählern. Ein Unterschreiten dieser wird die Abwärtsbewegung nochmals beschleunigen und die Retracement-Marke von 6.347 Zählern in den Fokus rücken. Darüber hinaus findet sich bei 6.217 Zählern eine Projektions-Marke. Dass diese in Kürze einem Test unterzogen wird, ist zu erwarten.

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