Dienstag, 25. November 2014


Equity Daily

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .
- Aktienmärkte: Marktteilnehmer werden wieder zunehmend nervöser
- Gold profitiert derzeit kaum
- Quote notleidender Kredite spanischer Banken auf 17-Jahres-Hoch

Konjunkturelle Datenveröffentlichungen stehen heute vor allem in den USA im Fokus. Zunächst sind die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe zu nennen. In der vorangegangenen Woche war der Wert unerwartet auf 380 Tsd. gestiegen und hatte damit die Zweifel an der Nachhaltigkeit der US-Wirtschaftserholung genährt. Es sollte aber bedacht werden, dass Werte unter 400 Tsd. in der Regel mit anhaltenden Beschäftigungszuwächsen einher gehen. Ein erneuter Anstieg der Erstanträge würde dessen ungeachtet aber zweifellos neue Skepsis zur Folge haben. Des Weiteren steht die Philadelphia-Fed-Umfrage an. Das Pendant der New-York-Fed sank unerwartet stark, wobei allerdings die Subkomponenten nicht auf eine generelle Schwäche hindeuteten. Insofern sollten die Erwartungen an den Philly-Fed-Index nicht zu hoch gesteckt werden. Die Eigenheimverkäufe in den USA stehen zum Ende des ersten Quartals unter robusten Vorzeichen. So ist das Niveau der schwebenden Hausverkäufe im März zwar leicht gesunken, per saldo stehen diese aber einem nochmaligen leichten Anstieg der Umsatztätigkeit nicht entgegen. Last but not least steht in den USA der Index der Frühindikatoren im Kalender. Ein weiteres Plus ist wahrscheinlich und zudem dürfte der Vormonat ein höheres Plus aufweisen als bislang veröffentlicht. Es wäre das sechste monatliche Plus in Folge und was die fortgesetzte Erholung der US-Wirtschaft unterstreicht.

Aktienmärkte: Die positive Stimmung der letzten Tage erhielt gestern wieder einen Dämpfer. Investoren agierten zunehmend vorsichtiger, was angesichts der kurzfristig erreichten Kursziel-Zone und der zuletzt eher unterdurchschnittlichen Umsatzentwicklung (bei der Kursbewegung nach oben) nicht überraschend kam. Auch spielt die Angst vor einer möglichen Ausweitung der europäischen Schuldenkrise wieder eine größere Rolle. Die erfolgreiche Bond-Auktion Spaniens hatte in den letzten Tagen noch für Entspannung gesorgt. Heute stehen weitere Auktionen des Landes (zwei - und zehnjährige) auf der Agenda. Sollten diese ähnlich erfolgreich verlaufen, würde das für positive Impulse sorgen. Allerdings gibt es darüber hinaus weitere, bedeutende Einflussfaktoren. So kletterte die Quote notleidender Kredite spanischer Banken auf ein 17-Jahres-Hoch. Daraus resultiert ein weiterer Abschreibungsbedarf in einer Größenordnung von rund 30 Mrd. Euro. Die Frage die im Raum steht ist, in wieweit dies vom Markt schon eingepreist wurde. Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart deuten auf eine nahezu unveränderte Eröffnung hin. Wie bereits erwähnt, wird der weitere Verlauf maßgeblich vom Erfolg der spanischen Bond-Auktion beeinflusst werden. Das kurzfristige Chartbild des Dax hat sich gestern wieder verschlechtert. Vor allem das Scheitern an der Widerstandszone von 6.820/6.850 Punkten, der an der Tageskerze ausgebildete, lange Docht und der Schlusskurs nahezu auf dem Tagestiefstkurs untermauern diesen Eindruck. Ein erster wichtiger Support findet sich heute bei 6.709 Zählern (Tom de Mark Pivot Point). Wird dieser Unterschritten, lautet das nächste Kursziel 6.650 Punkte. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Major Swing Level.

Heute stehen in den USA die Zahlen u.a. von der Bank of America (im Konsensus wird mit einem EPS in Höhe von 0,12 $ gerechnet während die Flüsterschätzungen von 0,13 $ ausgehen), Microsoft (0,58 $ vs. 0,60 $), Philip Morris (1,19 $ vs. 1,22 $), Du Pont (1,55 $ vs.1,56 $), AMD (0,09 $ vs. 0,09 $) und Altera (0,36 $ vs. 0,35 $) auf der Agenda.

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