Freitag, 09. Dezember 2016


Tom Blomefield, Gründer der Künstlerkolonie Tengenenge, Simbabwe, zur Vernissage der Ausstellung "Living Stones" in Birkenried

(lifePR) (Gundelfingen, ) Am Samstag dem 5. Dezember, 19 Uhr, kommt die Kunstlegende Tom Blomefield aus Simbabwe zur Eröffnung der Ausstellung der Bildhauer Washington Msonza und Jasper Mukuna nach Birkenried. Zurr Vernissage um 19 Uhr werden im vorweihnachtlichen Birkenried die Werke der beiden Künstler vorgestellt, die teils in Simbabwe, teils in diesem Sommer in Birkenried entstanden sind. Für die authentische Atmosphäre sorgen die Gruppe Pamuzinda mit Musik aus Simbabwe und Jennifer für afrikanische Leckerbissen. Das Projektduo "Lichterloh" mit den beiden Künstlern Wolfgang Eichelmann und János Balog zündet im Laufe des Abends ein vergängliches Licht- und Flammenobjekt.

Tom Blomefield eröffnet Ausstellung "Living Stones"

Tom Blomefield hat die Kunst in Simbabwe vor Jahrzehnten einschneidend beeinflusst, als er auf seinem früheren Farmgelände Tengenenge seinen Arbeitern und später vielen talentierten Bildhauern die Möglichkeit schuf, aus dem reichlich vorhandenen Serpentin Steinskulpturen zu schaffen. Zwei dieser Künstler, Washington Msonza und Jasper Mukuna haben dieses Jahr in Birkenried viele neue Skulpturen geschaffen, die in der Tradition der "Shona-Art" ihre eigene Magie zeigen. Heute ist Tengenenge weltweit ein Begriff als Ursprung vieler Künstler, die den Weg in Ausstellungshäuser wie das Rodin-Museum in Paris, das MoMa in New Yorck sowie in den Buckingham-Palast gefunden haben. Für Galerist Franz Ludwig Keck ist der wiederholte Besuch Blomefields ein Zeichen großer Anerkennung für die Arbeit in Birkenried.

Washington Msonza, ein Workaholic und Genie in Birkenried

Das Spektrum der Bildhauer in Simbabwe könnte breiter nicht sein. Abstrakte, abstrahierende, experimentierende und emotionale, aber auch ebenso figürlich arbeitende Künstler mit unfassbarem Talent sind in diesem Kunstraum, der von der deutschen Kunstszene noch viel zu wenig wahrgenommen wird, zu finden. Rund drei Monaten lebte und arbeitete Washington Msonza in Birkenried, leitete Schüler an und bearbeitete gleichzeitig zwei bis drei kleine, mittlere und große Steinskulpturen aus Serpentin oder Springstone, die aus Simbabwe nach Birkenried gebracht wurden. "Die Zeit ist kurz, fast zu kurz für alle Werke, die ich noch im Kopf habe," gab Washington zu bedenken.

Inzwischen stehen rund 10 neue Werke des schwarzen Künstlers im Birkenrieder Skulpturenpark. Auffällig, dass alle von Zuneigung, Liebe, zwischenmenschlichen Gefühlen handeln, von der Geschwisterliebe bis hin zum leidenschaftlichen Paar, das nur spärlich mit einer Bettdecke verhüllt ist.

Keine Skizzen auf Papier, keine Unsicherheit am Stein, höchstens einige Kreidestriche am Anfang, um einige Proportionen auf dem unbearbeiteten Felsstück sichtbar zu machen. Alles andere entsteht aus dem Bild im Kopf und mit Hammer und Meißel, den er mit traumwandlerischer Sicherheit führt. Von seiner Großtante erlernte er das Gefühl, was er als "die Imagination der Seele des Steins" bezeichnet, das Können, eine im unbehauenen Stein verborgene Skulptur zu erahnen. Eine wichtige Inspiration findet der 1966 in Dombashava geborenen Künstler in den Shona-Mythen, die im schon in seiner Kindheit erzählt wurden.

Bislang konnten Msonzas Skulpturen in Galerien in den USA, Südafrika, Holland und Deutschland bewundert werden. Als Vertreter Simbabwes nahm er im Jahr 2000 am "Changshun International Sculpture Symposium" in China teil.

Jasper Mukuna

Mitte des Jahres 1998 ging der angehende Künstler Mukuna auf eine Entdeckungsreise nach Harare wo er die Shona-Art für sich entdeckte. Die ersten Kunstwerke lehnten sich an der Richtung von Richard Muketi an. Unsteht und neugierig zog er nach Hatfield Harare wo er sich bis zum Jahr 2000 mit Washington Msonza und Jonathan Mondorohuma zusammenschloss. Dann zog er wieder um und fing im Jahr 2000 an, mit Lameck Bonijsi zu arbeiten. Mukuna besuchte Workshops mit Leuten wie Lephat Gonde, Luxon Karise, Eddie Sahondo und Gardner Sango. Solche Leute als Kollegen zu haben und mit ihnen zu arbeiten war eine Ehre. Dies stärkte sein Vertrauen und seinen Mut zur Karriere.

Jasper sieht sich selbst als einen Botschafter. Wie ein Journalist versucht er Wahrheiten zu entdecken. Seine Ambition lieg darin, zu sprechen und gehört zu werden.

Als Künstler begebe ich mich in einen Wettstreit, und durch diesen Wettstreit entstehen verschiedene Prüfungen. Einige davon beinhalten Spannungen, die durch Eifersucht verursacht werden. Der Wettstreit ist unvermeidlich, aber ich glaube, dass Kunst kein Trend ist; Kunst ist nicht etwas, was man kauft und wieder wegwirft, oder was in der nächsten Saison out ist. Kunst ist etwas dauerhaftes, was Generationen übersteht. Kunst ist Gesang, Kunst hat eine Stimme. Es ist etwas was man machen möchte, aber ich möchte damit auch etwas ausdrücken. Ich möchte verschiedene Gefühle ausdrücken, Emotionen, Gedanken, die ich in den Stein hinein gebe und dadurch eine Wärme erzeuge.

Das Kulturgewächshaus Birkenried liegt an der B16 zwischen Günzburg und Gundelfingen.

Neben den Sonntagen im Advent sind die Galerien Freitag und Samstag von 14-18 Uhr geöffnet. Besuche außerhalb dieser Zeiten nach telefonischer Vereinbarung über +49 (160) 966 76 552 Aktuelle informationen: www.birkenried.de Kontakt: info@birkenried.de
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