Freitag, 01. August 2014


  • Pressemitteilung BoxID 154677

Österliches Orgelspiel

SA 03.04.10 | 15.30 Uhr | Konzerthaus Berlin, Großer Saal / SO 04.04.10 | 15.30 Uhr | Konzerthaus Berlin, Musikclub

(lifePR) (Berlin, ) Bach, Bach und noch mal ... nein, nicht Bach: Christfried Schmidt schmückt das Programm der Reihe »Organo con stromenti« am Ostersamstag. In der Regel kommt zwar kaum ein Solist am Meister der Pfeifen vorbei, doch diesmal hat Konzerthausorganist Joachim Dalitz nicht nur einen zeitgenössischen Komponisten, sondern sogar eine Uraufführung auf dem Programm platzieren können. Christfried Schmidt hat für sein »Geistliches Konzert« Verse aus dem 90. Psalm vertont, einem Gebet des Volkes Israel über menschliche Vergänglichkeit und Gotteszuversicht.

Mag der gebürtige Lausitzer auch zu DDR-Zeiten ein notorischer Außenseiter geblieben sein, in seinem Schaffen hat der heute 77-Jährige die Welt der abgezirkelten Zwölftontechnik wieder jener freien, sinnlichen Atonalität geöffnet, die vor dem Ersten Weltkrieg die Gemüter erhitzte. Dass die Aufmerksamkeit für sein Œuvre in den 1980er Jahren in der DDR zunahm, hatte Schmidt nicht zuletzt zwei Preisen zu verdanken, die seine Werke bei der Orgelwoche Nürnberg gewannen. Plötzlich kam es auch in der DDR verstärkt zu Aufführungen. Ja, 1987 wurde Schmidt sogar mit dem Kunstpreis der DDR ausgezeichnet und nach der Wende 1990 in die Berliner Akademie der Künste aufgenommen. Späte Ehrungen für einen lange Missachteten.

Neben der Uraufführung, bei der sich zur Orgel auch der Solo-Sopran Katia Guedes und die Bratsche Tobias Breider gesellen, hat Dalitz für das traditionelle vorösterliche Programm Bachs berühmte Arie »Aus Liebe will mein Heiland sterben« aus der Matthäus-Passion ausgewählt, außerdem die g-Moll-Sonate für Viola und Orgel. Und schließlich kommt die Königin der Instrumente mit zwei Klassikern aus Bachs Feder auch noch solistisch zu ihrem Recht: in den Präludien und Fugen c-Moll (BWV 546) und a-Moll (BWV 543).

Am Ostersonntag folgt dann ein Orgelprogramm für die kleinen Konzertbesucher. Weshalb wird die Orgel als Königin der Instrumente bezeichnet? Wie kommt die Luft in die Orgelpfeifen? Welche Töne kommen aus den kleinen, welche aus den großen Pfeifen, und wie verschieden kann ein Orgelstück klingen? Diese und viele andere Fragen werden in einer Orgelstunde für Kinder beantwortet und mit klingenden Beispielen untermalt. Alles, was den Kindern an einer kleinen Orgel »hautnah« gezeigt wird, ist dann noch einmal mit der wirklichen Königin, der großen Orgel im Großen Saal des Konzerthauses, zu erleben. Und da entdeckt manches mutige Kind, dass man auf einem so großen Instrument auch spielen kann, wenn die Füße noch nicht bis zu den Pedalen reichen.

SA 03.04.10 | 15.30 Uhr | Großer Saal
Organo con stromenti
Joachim Dalitz Orgel
Katia Guedes Sopran
Tobias Breider Viola

Johann Sebastian Bach Präludium und Fuge c-Moll BWV 546; »Aus Liebe will mein Heiland sterben« - Arie aus der Matthäus-Passion BWV 244
Christfried Schmidt Geistliches Konzert (Psalm 90) für Sopran, Viola und Orgel (UA)
Johann Sebastian Bach Sonate für Viola und Orgel g-Moll BWV 1029; Präludium und Fuge a-Moll BWV 543

SO 04.04.10 | 15.30 Uhr | Musikclub
Junior
Orgel für »pfiffige« Kinder
Ein Besuch bei der Königin der Instrumente zum Zuhören und Mitspielen

Dagmar Kunze Moderation und Orgel
(für Kinder ab 6 Jahre)
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