Samstag, 10. Dezember 2016


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»Blasinstrumente in schönstem Licht«

SO 27.12.09 | 11.00 Uhr | Konzerthaus Berlin, Kleiner Saal

(lifePR) (Berlin, ) Jung, charmant und äußerst erfolgreich!«, so bezeichnete der Mannheimer Morgen das Quintett Chantily nach einem Konzert in Heidelberg. Wohl zu Recht. Das 2006 gegründete Ensemble gehört mittlerweile zu den Spitzenvertretern der Kammermusikszene. Konzerte im In- und Ausland - unter anderem eine Tournee über den afrikanischen Kontinent - sowie mehrere CD-Produktionen finden sich in der Vita der Spitzenmusiker. Neben dem 2. Preis beim Wettbewerb der ARD erhielt das Quintett Chantily ebenso den Sonderpreis für die beste Interpretation der Auftragskomposition sowie den Publikumspreis.

Schon zum zweiten Mal in dieser Spielzeit gastiert das Bläserquintett mit Werken von Beethoven, Mozart und Poulenc im Konzerthaus Berlin, diesmal zusammen mit dem Pianisten Holger Groschopp. Eine musikalische Verbundenheit von Mozart und Beethoven - so könnte das Motto dieses Konzertes lauten. Das Eröffnungsstück, das Quintett op. 16 von Ludwig van Beethoven, beruht auf einer Vorlage Mozarts, dem Quintett KV 452. Deutliche Gemeinsamkeiten liegen sowohl in der Tonartenfolge als auch in der Anzahl und Form der Sätze. Ein deutliches Erkennungsmerkmal Beethovens jedoch ist der virtuose Klavierpart, den er gewissermaßen für den eigenen Gebrauch komponierte sowie die konsequente Gegenüberstellung von Concertino (Soli) und Ripieno (Tutti).

Die nächsten beiden Kompositionen Mozarts waren eigentlich nicht für Bläser gedacht - sondern für eine Flötenuhr! Doch wie spielt man eine Flötenuhr? Sie ist der Drehorgel sehr ähnlich: Durch Aufziehen eines Federwerks werden ein Blasebalg und eine Stiftwalze angetrieben. Mozart selbst trug eines der beiden Stücke als »Andante für eine Walze in eine kleine Orgel« KV 616 in das Verzeichnis seiner Werke ein. Jedoch fällt es nicht leicht, diese wunderbar expressive Musik in all ihren Variationen dem mechanischen Uhrwerk zu unterwerfen. Somit wird es Mozarts Komposition nur gerecht, wenn sie in der Bearbeitung eines Bläserquintetts erklingt.

Zu guter Letzt spielt das Quintett Chantily Francis Poulencs Sextett für Klavier und Bläser. Jean Roy schrieb über Poulenc, er ließe alle »Blasinstrumente in schönstem Licht erscheinen«. Gekoppelt mit seiner Tätigkeit als herausragender Pianist, ist Poulenc diese Besetzung des Sextetts wohl sehr entgegengekommen. Seine Leidenschaft für die Instrumente spricht aus jeder Phrase, ob impulsiv, in romantisch lyrischem Gewand oder triumphal. Das dreiteilige Stück ist ein Meisterwerk - ein Gespräch zwischen Bläsern und Klavier.

Kammermusik des Konzerthausorchesters

Quintett Chantily

-Pirmin Grehl Flöte
-Florian Grube Oboe
-Johannes Zurl Klarinette
-Dmitry Babanov Horn
-Bence Boganyi Fagott
-Holger Groschopp Klavier

-Ludwig van Beethoven Quintett für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott Es-Dur op. 16
-Wolfgang Amadeus Mozart Andante für Flötenuhr F-Dur KV 616 (Bearbeitung für Bläserquintett)
-Wolfgang Amadeus Mozart Fantasie für Flötenuhr f-Moll KV 608 (Bearbeitung für Bläserquintett)
-Ludwig van Beethoven Quintett Es-Dur (Bearbeitung nach dem Oktett Es-Dur op. 103)
-Francis Poulenc Sextett für Klavier, Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott
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