Samstag, 19. April 2014


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Besetzungsänderung: Peter Eötvös springt für erkrankten Pierre Boulez ein

MO 08.11.10 | 20.00 Uhr | Konzerthaus Berlin, Großer Saal

(lifePR) (Berlin, ) Dem Ensemble Modern seit Beginn der 1980er Jahre verbunden, maßgeblich an der Gründung des Ensemble Modern Orchestra beteiligt und Dirigent der ersten Tournee dieses Orchesters, das sich als einziges der Musik unserer Zeit verschrieben hat, war Peter Eötvös bereit, kurzfristig für den erkrankten Pierre Boulez einzuspringen.

Trotz des überaus engen Dirigier- und Komponierzeitplans, der eigentlich keine solchen Ausnahmen zulässt, hat sich Peter Eötvös aufgrund der langjährigen Freundschaft sowohl zum Ensemble Modern als auch zu Pierre Boulez bereit erklärt, die Konzerte in Paris, Luxemburg, Berlin und Frankfurt vom 6. bis 9. November 2010 zu übernehmen.

Pierre Boulez musste sich unvorhergesehen unmittelbar im Anschluss an Konzerte mit dem Chicago Symphony Orchestra in den USA einer dringenden Augenoperation unterziehen, in deren Folge für etliche Wochen keinerlei Reisen möglich sind.

Die Konzerte sind inhaltlich eingebunden in das spartenübergreifende Projekt »Phänomen Expressionismus« des Kulturfonds Frankfurt RheinMain 2009-2012. Mit Arnold Schönbergs »Variationen für Orchester« op. 31 und »Fünf Orchesterstücke« op. 16 stehen zwei Werke eines der Hauptvertreter des Expressionismus auf dem Programm. Als zeitgemäße musikalische Auseinandersetzungen mit dem Phänomen Expressionismus verstehen sich die Kompositionen von Jens Joneleit (geb. 1968), Bruno Mantovani (geb. 1974) und Johannes Maria Staud (geb. 1974). Joneleit sieht seine eigenen Wurzeln als Maler und Komponist mit den Ideen des Expressionismus verankert; damit begreift er den Expressionismus weniger als einen Stil, sondern als Technik. Der Österreicher Johannes Maria Staud, Schüler von Hanspeter Kyburz und Brian Ferneyhough, setzt sich mit dem grotesk-expressionistischen Werk des polnischen Schriftstellers Bruno Schulz auseinander. Bruno Mantovani, seit diesem Jahr Direktor des Pariser Conservertoire, komponiert das »Postludium« als einen Reflex auf seine hoch expressive Oper »Achmatova«, die im März nächsten Jahres uraufgeführt wird.

Phänomen Expressionismus

Ensemble Modern Orchestra
Peter Eötvös
Arnold Schönberg Fünf Orchesterstücke op. 16
Arnold Schönberg Variationen für Orchester op. 31
Johannes Maria Staud »Contrebande (On Comparative Meteorology II)« für großes Orchester
(Deutsche EA)
Jens Joneleit »Dithyrambes« für großes Orchester in einem Satz (Deutsche EA)
Bruno Mantovani Postludium (Deutsche EA)
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Deutsche Bank Stiftung und den Kulturfonds
FrankfurtRheinMain
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