Donnerstag, 08. Dezember 2016


Prima Klima in der guten Stube

Neuartiges Innenwand-Dämmsystem lässt sich direkt aufs Mauerwerk montieren

(lifePR) (Ober-Ramstadt, ) Drei von vier Wohnhäusern in Deutschland wurden vor 1984 gebaut. Damals spielte das Energiesparen allenfalls eine Nebenrolle. Angesichts drastisch gestiegener Rohölpreise sind jetzt Dämmmaßnahmen angesagt, um den Energiebedarf und CO2-Ausstoß zu drosseln. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gilt es jährlich über 40 Millionen Quadratmeter Fassadenfläche zu sanieren! Allerdings lässt sich nicht jede energetische Modernisierung von der Außenseite her angehen. Was aber ist konkret zu tun, wenn die Fassade nicht verändert werden darf, weil sie unter Denkmalschutz steht, die bebaubare Fläche ausgeschöpft ist oder der Außenputz noch aussieht wie soeben frisch gestrichen? Dann kann eine versierte Zimmerei das Haus oder die Wohnung auch raumseitig dämmen. Dafür bietet sich der Einsatz natürlicher Dämmstoffe aus Holzfasern an. Der Holzbau-Zulieferer INTHERMO hat eigens ein Dämm-System für Innenwände entwickelt, das auf einer diffusionsoffenen Holzfaserplatte basiert und innovationsfreudigen Bauhandwerkern gelegen kommen dürfte.

Bewusstsein wandelt Zukunft

Sanierungsinteressierte Bauhandwerker können sich auf volle Auftragsbücher freuen: Wenn die Prognosen der Marktforschungsinstitute stimmen, dürfte die aktuelle Modernisierungswelle die Inlandskonjunktur bis in die 2020er Jahre spürbar beleben. Dabei wird insbesondere die deutliche Verteuerung fossiler Brennstoffe wie Erdöl und Erdgas die Popularität erneuerbarer Energien und natürlicher Dämmstoffe beflügeln. Mehr noch: Es spricht viel dafür, dass die Verknappung des Rohöls zu einem tief greifenden Bewusstseinswandel in breiten Schichten der Bevölkerung führt, der den Klimaschutz zur handlungsleitenden Maxime im Umgang mit ölhaltigen Produkten erhebt. Daraus ergeben sich zahlreiche Konsequenzen, die das soziale Zusammenleben in den Städten wie auch in ländlichen Regionen beeinflussen werden. Denkbar ist beispielsweise, dass das Wohnen in einem Haus, dessen Dämmung dem neusten Stand der Bautechnik entspricht, schon in naher Zukunft einen ähnlich hohen Prestigewert besitzen könnte wie gegenwärtig noch das Fahren eines repräsentativen Autos. Das bedeutet: Die Wichtigkeit des Wohnens und das Bild des Hauses wandeln sich im Zuge der Verteuerung von Energie. Ob ein Eigenheim alt ist oder jung, wird vielleicht schon bald für dessen Attraktivität nicht mehr entscheidend sein; zunehmend wichtiger wird derweil die Überlegung, ob die Dämmung im Zusammenspiel mit der Gebäudetechnik dem jeweils neusten Stand der Bautechnik entspricht. Genau darauf gilt es für Bauzulieferer, Zimmereien und andere Handwerksbetriebe mit vereinten Kräften hinzuwirken.

Unbekanntes Terrain

Die energetische Sanierung von gemauerten Bestandsgebäuden ist für viele Zimmereien Neuland. Doch die Erweiterung des Leistungsspektrums kann sich für flexible Bauhandwerker lohnen: Gilt es doch, zahlreiche historische Gebäude unter Denkmalschutz von innen her zu dämmen. Entsprechendes trifft zu auf Fachwerkhäuser im Bestand. Selbst bei jüngeren Bauten kann dem Anbringen eines WDV-Systems an den Außenwänden das Baurecht entgegenstehen, zum Beispiel in Gestalt des einzuhaltenden Mindestabstands zur Grundstücksgrenze. Einen gangbaren Weg, um erforderliche Dämmarbeiten in solchen Fällen dennoch ausführen zu können, weist eine neuartige Systementwicklung für Innenwände des Holzbauzulieferers INTHERMO: Das ausgefeilte Innenwand-Dämmsystem aus Ober-Ramstadt basiert auf einer ökologischen Holzfaserplatte namens INTHERMO HFD-Interior Clima; sie wird raumseitig direkt auf das Mauerwerk geklebt und anschließend mit speziellen Tellerdübeln verankert.

INTHERMO HFD-Interior Universalputz

Als Dämmplatten-Kleber wird dabei INTHERMO HFD-Interior Universalputz eingesetzt. Der mineralische Werktrockenmörtel kann gleichwertig sowohl als Armierungsmasse als auch als Renoviermörtel zum Überarbeiten von alten, tragfähigen Putzflächen sowie als filzbarer Oberputz verwendet werden. Das hochwertige Produkt wurde eigens für den Einsatz in renovierungsbedürftigen Objekten entwickelt.

Besondere Eigenschaften:

- nicht brennbar,
- witterungsbeständig,
- wasserabweisend nach DIN EN 1067,
- hoch wasserdampfdurchlässig und
- umweltfreundlich.
Der INTHERMO HFD-Interior Universalputz verfügt zudem über eine
- verarbeiterfreundlich lange Offenzeit.


Erst erkennen, dann dämmen

„Wir beschäftigen uns seit geraumer Zeit damit, gemauerte Bestandsgebäude nachhaltig auf Vordermann zu bringen. Im Zuge unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit wurde uns mehr und mehr bewusst, dass jedes ältere Haus Besonderheiten aufweist, die man bei der energetischen Instandsetzung zwingend berücksichtigen muss. Beispielsweise erfordern historische Gebäude unter Denkmalschutz eine vollkommen andere Herangehensweise als Immobilien jüngeren Datums. Deshalb legen wir großen Wert darauf, dass jedes Sanierungs- oder Modernisierungsobjekt von einem unserer Architekten oder Energieberater gründlich inspiziert wird, bevor die eigentlichen Dämmarbeiten beginnen“, betont Dipl.-Holzbauing. Guido Kuphal, Vorstand der INTHERMO AG und zugleich Vorstandsmitglied im Verband Holzfaser Dämmstoffe e.V. (VHD – www.holzfaser.org).

Die Unverzichtbarkeit einer fachkundigen Bestandsaufnahme unterstreicht auch Dr.-Ing. Tobias Wiegand: "Eine eingehende bauphysikalische Betrachtung ist im ersten Schritt ein absolutes Muss. Erst anhand dieser Bestandsaufnahme lässt sich sachgerecht entscheiden, wie die Innendämmung am besten auszuführen ist. Der bauliche Zustand des Hauses spielt dabei ebenso eine Rolle wie die Art der Nutzung der aufzudämmenden Räume", so der Geschäftsführer des in Wuppertal ansässigen Branchenverbandes VHD.

Für den zur Caparol-Firmengruppe gehörenden Holzbau-Zulieferer INTHERMO arbeiten im Außendienst sowohl erfahrene Architekten, geprüfte Energieberater als auch diplomierte Holzbauingenieure. Sie machen sich vor Ort mit den bauphysikalischen Gegebenheiten vertraut, wenn Zimmereien nach innovativen Dämmkonzepten suchen und um Planungshilfe bitten. „Das gehört bei uns zum Service und kostet die Handwerksbetriebe keinen Cent“, betont INTHERMO-Chef Guido Kuphal. Die ökologisch, nachhaltig orientierte Inthermo AG ist seit Jahresbeginn auch der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB e.V. – www.dgnb.de) als Mitglied beigetreten.

Verarbeitung nach Anleitung

Eigentlich müsste es eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Verarbeitung eines komplexen Dämmsystems nach den anerkannten Regeln der Technik zu erfolgen hat. Zur Gewährleistung der Systemeigenschaften ist es beispielsweise unumgänglich, dass die bestehenden Bauteile vor aufsteigender Feuchte und vor Feuchtigkeit aus angrenzenden Bauteilen sowie vor eindringender Feuchte von außen zu schützen sind. Außerdem muss die Innenwand hinreichend standsicher sein, um die Dämmplatten nebst Armierung und gestaltender Schlussbeschichtung aufnehmen zu können. Für den Verarbeiter erweist es sich daher als vorteilhaft, die bauphysikalischen Gesetzmäßigkeiten bei der Montage eines dampfdiffusionsoffenen Innenwand-Dämmsystems genauestens zu beachten. „Einerseits soll eine verbesserte Wärmedämmung erreicht werden, andererseits ist unter feuchtetechnischen Gesichtspunkten die volle Funktionsfähigkeit des Wandsystems das Ziel“, umreißt Dipl.-Holzwirt Christoph Jost, Leiter Technik bei INTHERMO, die besondere Herausforderung, die es bei jeder Innendämmung zu meistern gilt. Mit der neuen Holzfaserdämmplatte INTHERMO HFD-Interior Clima und den zugehörigen Systemkomponenten gelingt dieser bauphysikalische Spagat. Vorausgesetzt, der Bauhandwerker hält sich bei der Ausführung an die Verarbeitungsrichtlinien des Systemanbieters und beherzigt auch die einzelfallspezifischen Ratschläge des Außendienstes.

INTHERMO HFD-Interior Clima

Die diffusionsoffene Wärmedämmplatte aus natürlichen Holzfasern ist für den Innenbereich zum raumseitigen Dämmen durch direkte Applikation auf mineralischen Untergründen (Mauerwerk) im Alt- und Neubau vorgesehen.

Eigenschaften:

Zugfestigkeit quer zur Plattenebene: mind. 5 kPa
Rohdichte: ca. 170 kg/m3
Wärmeleitfähigkeit (Rechenwert): 0,045 W/mK
Druckspannung: mind. 70 kPa
kurzzeitige Wasseraufnahme: < 2
Wasserdampfdiffusionswiderstand: ~ 5
Brandverhalten nach DIN 4102: B 2
lieferbare Formate: 1020 x 600 x 40 mm, 1020 x 600 x 60 mm, 1020 x 600 x 80 mm und 1020 x 600 x 100 mm
Kantenprofil: stumpf

Integrierter Feuchtepuffer

Beim neu entwickelten INTHERMO Innenwand-Dämmsystem dient die ökologische Holzfaserdämmplatte HFD-Interior Clima als Feuchtepuffer und zugleich als Wärmespeicher, was ein angenehmes Wohlfühlklima rund ums Jahr in jedem INTHERMO-gedämmten Raum bewirkt. Von zentraler Bedeutung ist hier die Feuchte regulierende Funktion der Innenraumdämmung. Die Wichtigkeit dieses bauphysikalischen Aspekts wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass eine vierköpfige Familie pro Tag etwa zehn Liter Wasser produziert. Beim Kochen, Duschen, Händewaschen sowie über Nacht im Schlaf wird es als Dampf an die Raumluft abgegeben. Holzfaserdämmplatten zur Anwendung in Innenräumen wie die INTHERMO HFD-Interior Clima sind deshalb ab Werk diffusionsoffen eingestellt. Das bewirkt, dass sie etwa ein Fünftel ihres Eigengewichts an Raumluftfeuchte aufnehmen können, ohne ihre dämmende Wirkung einzubüßen. Müssen größere Mengen an Feuchtigkeit gepuffert werden, kann eine Dampfbremse erforderlich sein. Dafür bieten sich verschiedene Ausführungen an: Gängig sind flächenbündig zu montierende Folien oder auch beschichtete Spezialpapiere. INTHERMO geht mit der eigens entwickelten aufstreichbaren Dampfbremse einen eigenständigen, besonders verarbeiterfreundlichen Weg. Der Vorteil liegt darin, dass die HFD-Dampfbremse fluid je nach bauphysikalischen Erfordernissen überall dort appliziert werden kann, wo es der bauliche Zustand des Objekts gebietet; die flächendeckende Anwendung ist aber nicht immer zwingend notwendig. Es kommt also ganz auf die baulichen Gegebenheiten des konkreten Einzelfalls an; INTHERMO Mitarbeiter im Außendienst beraten bei der Entscheidungsfindung.

INTHERMO HFD-Interior Dampfbremse fluid

Die flüssige Dampfbremse für das INTHERMO Innenwand-Dämmsystem ist zur Herstellung einer fugenfreien dampfbremsenden Schicht auf der Holzfaserdämmplatte INTHERMO HFD-Interior Clima bestimmt.

Eigenschaften:

Dampfbremsende Wirkung: sd ~ 3,20 m in Abhängigkeit von der Schichtstärke
Verarbeitungseigenschaften: leicht rissüberbrückend
Verarbeitung: lt. Produktdatenblatt (downloadbar hinterlegt auf www.inthermo.de)

Eine Augenweide

Dass Innenwände normalerweise auch während der kälteren Jahreszeit problemlos zu dämmen sind, ist nur ein Vorteil unter vielen, den das INTHERMO Innenwand-Dämmsystems innovationsfreudigen Verarbeitern bietet. Wie beim INTHERMO WDVS zur Außenmontage sind auch beim neuen Innenwand-Dämmsystem alle Komponenten präzise aufeinander abgestimmt. So ist die Beschichtung und farbliche Gestaltung der fertig gedämmten Innenwände ganz nach dem persönlichen Geschmack und Stilempfinden der Bewohner möglich. Von gefilzten Oberflächen über mineralische Oberputze, feine bis raue Tapeten oder Raufaser bis hin zu speziellen Problemlösern wie zum Beispiel den so genannten Wellnessfarben INTHERMO Interior Airclean (zum photokatalytischen Abbau von Luftschadstoffen), INTHERMO Interior Sensitiv (zum emissionsfreien Streichen von Innenwänden) und INTHERMO Interior Anti-Elektrosmog (zur nachweislich hochwirksamen Minimierung elektromagnetischer Strahlung in Innenräumen) sind den individuellen Gestaltungswünschen der Hauseigentümer praktisch keine Grenzen gesetzt.

Auf einen Blick

Wesentliche Merkmale des INTHERMO Innenwand-Dämmsystems auf Holzfaserbasis:
- natürlicher Dämmstoff: Nadelholz aus europäischen Forsten, zu Holzfaserdämmplatten im klassischen Nassverfahren verarbeitet
- Holzfaserdämmplatte puffert überschüssige Feuchtigkeit
- hohe Wärmespeicherung
- nachhaltige Verbesserung des Schutzes der Innenräume vor sommerlicher Hitze, winterlicher Kälte sowie Schall
- wohngesundes Raumklima rund ums Jahr
- deutliche Steigerung der Energieeffizienz des Gebäudes
- drastisch reduzierter Heizenergiebedarf ohne Veränderung des Fassadenbildes
- nahezu unbegrenzte Gestaltungsfreiheit innerhalb des INTHERMO Putze- und Farbensortiments.

Modernisierungs- und Energie-Einspar-Effekt

Insbesondere wenn es um das Sanieren oder Modernisieren von Altbauten geht, darf die Fassade häufig nicht verändert werden. Für Bestandsgebäude unter Denkmalschutz und betagte Fachwerkhäuser ist dann das raumseitige Dämmen der Gebäudewände zu empfehlen. So lässt sich der Energiebedarf des Hauses auf einen zeitgemäßen Stand bringen, ohne dass die Außenansicht des Hauses verändert wird.

Die Zustimmung zum vermehrten Einsatz natürlicher Dämmstoffe aus Holzfasern war nie zuvor so groß wie heute. Die Gunst der Stunde sollten Zimmerleute nutzen und sich ein ansehnliches Stück des Modernisierungskuchens sichern. Mit der neuen Holzfaserdämmplatte HFD-Interior Clima und dem INTHERMO Innenwand-Dämmsystem können sich Zimmerei- und Stuckateurbetriebe auch als Team den Sanierungsmarkt erschließen. Auf das raumseitige Dämmen von Mauerwerksbauten und Fachwerkhäusern abgestimmte Schulungen vermitteln den Verarbeitern die erforderliche Sicherheit in der Montage der INTHERMO Holzfaserdämmplatte HFD-Interior Clima sowie der zugehörigen Systemkomponenten nebst Gestaltungsmitteln.

Weitere Informationen über das raumseitige Dämmen mit der neuen Holzfaserplatte INTHERMO HFD-Interior Clima und die patente Dampfbremse zum Aufstreichen gibt es bei INTHERMO www.inthermo.de

Autor: Achim Zielke M.A., Bad Honnef
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INTHERMO GmbH

Die INTHERMO GmbH wurde 2001 in Nordrhein-Westfalen als nicht-börsennotierte AG gegründet. 2006 verlegte der expandierende WDVS-Anbieter seinen Firmensitz an den heutigen Standort im südhessischen Ober-Ramstadt, um auf die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten der Muttergesellschaft Deutsche Amphibolin-Werke (seit Juli 2013: DAW SE) unmittelbar zurückgreifen zu können. Seither gehört der mittelständische Bauzulieferer als 100%-ige Tochtergesellschaft zur DAW-Firmengruppe, die hochwertige Farben, Putze, Dämm- und Bautenschutzprodukte entwickelt, herstellt und unter den Markennamen Caparol, Alligator, Alpina, Alsecco, Disbon, INTHERMO, Krautol und vielen mehr mit beachtlichem Erfolg vertreibt. Im November 2011 feierte INTHERMO als Anbieter natürlicher Fassadendämmsysteme auf Holzfaserbasis 10-jähriges Bestehen. Geschäftsführer der INTHERMO GmbH sind Dipl.-Holzbauing. Guido Kuphal und Dipl.-Holzbauing. Stefan Berbner, beide geschäftsansässig Roßdörfer Str. 50, 64372 Ober-Ramstadt/Hessen.

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