Montag, 01. September 2014


Die Wirtschaftskrise als Innovationschance begreifen!

CIS und INTHERMO weisen Fertigbau- und Handwerksbetrieben neue Wege

(lifePR) (Ober-Ramstadt, ) Der Schweizer Historiker Dr. Daniele Ganser brachte die Energiefrage des 21. Jahrhunderts auf einen einfachen Nenner: "Es ist viel humaner und sogar erheblich billiger, alle Wohngebäude in Europa aufzudämmen, als eine Ölpipeline durch Südafghanistan zu bauen und dauerhaft zu bewachen!" Was der Spezialist für internationale Politik über den globalen Kampf ums Erdöl zu sagen wusste, warf ein völlig neues Licht auf die Verteilung fossiler Energieträger und die Notwendigkeit, den Energiebedarf von Wohn- und Gewerbeimmobilien drastisch einzudämmen. Dass es dabei auf den Willen und aktiven Beitrag jedes Einzelnen ankommt, wurde den Teilnehmern des diesjährigen Holzbau-Innovations-Tags (HIT) spätestens durch Daniele Gansers mitreißenden Vortrag in seiner ganzen Tragweite bewusst. Bereits zum dritten Mal in Folge hatten die südhessischen Unternehmen Caparol Industrial Solutions (CIS) und INTHERMO ihre Kunden gemeinsam ins Haus des Handwerks (HDH) eingeladen; rund 100 Teilnehmer/-innen waren dem Ruf nach Ober-Ramstadt gefolgt.

"Wir müssen gemeinsam nach intelligenten Wegen in die Zukunft suchen. Von der Politik ist momentan nur wenig Unterstützung zu erwarten", umriss CIS-Geschäftsführer Dr. Dietmar Chmielewski die gesamtwirtschaftliche Lage. Deshalb sollte sich jeder Architekt, Dachdecker, Energieberater, Maler, Stuckateur und Zimmerer auf seine eigentlichen Stärken konzentrieren, um eine qualitativ hochwertige Planungs- bzw. Handwerksleistung anzubieten. Netzwerke können dabei helfen, dem eigenen Betrieb den Rücken freizuhalten, rief er die Zuhörer zur Erprobung innovativer Konzepte auf - eine Maxime, nach der der ökologisch orientierte WDVS-Anbieter INTHERMO erfolgreich handelt. Wo sich lukrative neue Märkte öffnen, ließ Dr. Chmielewski die Zuhörer gleichfalls wissen: In Russland ist bis 2020 die Errichtung zahlreicher neuer Fertighauswerke geplant. Damit soll der wachsende Wohnraumbedarf der russischen Bevölkerung befriedigt und das Land zugleich für ausländische Investoren attraktiver gemacht werden. Caparol Industrial Solutions ist dort mit einem Partnerunternehmen vertreten, das die Mentalität und die Gepflogenheiten vor Ort bestens kennt. "Vertrauenswürdige Kontakte sind unverzichtbar, wenn das Vorhaben gelingen soll, eine Niederlassung auf russischem Terrain zu gründen", sagte der CIS-Geschäftsführer, der sich in seinem Vortrag als Experte für internationale Wirtschaftsbeziehungen auf dem Gebiet der Farben, Lacke, Putze, Dämmsysteme und Bautenschutzprodukte auswies. An die HIT-Teilnehmer gewandt, bot Dr. Chmielewski an, die bei CIS vorhandenen Auslandserfahrungen und das Exportwissen der Caparol-Firmengruppe zum Vorteil des eigenen Unternehmens zu nutzen: "Natürlich haben auch wir über die Jahre viel Lehrgeld bezahlt; das können wir Ihnen aber bei gemeinsamen Exportanstrengungen ersparen."

Konzentration auf die eigenen Stärken

"Das Augenmerk der Politik ruht seit geraumer Zeit - abgesehen von den Banken - auf den Branchen Automobil, Chemie und Maschinenbau. In allen drei Wirtschaftszweigen sind dramatische Nachfrage- und Exportrückgänge zu verzeichnen. Für eine nachhaltige Förderung des heimischen Handwerks und der facettenreichen Bauwirtschaft fehlt es jedoch allem Anschein nach an geeigneten Instrumenten, obschon die Holzwirtschaft in ihrer volkswirtschaftlichen Bedeutung längst zu den Schlüsselbranchen in Deutschland und Europa aufgeschlossen hat", kritisierte Dr. Dietmar Chmielewski die anhaltende Vernachlässigung mittelständischer Interessen. "Wir können der weltweiten Rezession nach meiner Überzeugung nur gemeinsam die Stirn bieten. Wir müssen kreative Überlegungen anstellen, wo und wie sich neue Wachstumsmärkte finden und erschließen lassen", fasste der CIS-Geschäftsführer sein Plädoyer für ein konstruktives Miteinander zusammen.

Netzwerk-Initiative "Energiesparmeister"

In diesem Sinne bieten Netzwerke für Architekten, Bauhandwerker, Energieberater und Fertigbaufirmen neue Möglichkeiten, das eigene Können stärker ins Bewusstsein der Kunden zu rufen und sie mit realistischen Ideen, optimierten Produkten und bedarfsgerechten Angeboten noch enger zu binden. Erste Erfahrungen auf diesem Terrain präsentierte Dipl.-Ing. Arch. Henry Nocullak: Der INTHERMO Verkaufsberater für Bayern stellte eine Kooperative vor, deren Mitglieder bei der Verwirklichung von Sanierungsvorhaben gut zusammenarbeiten. Als Ziel streben alle Mitwirkenden eine hochwertige Qualität der mehrstufig konzipierten Dämmmaßnahmen zwecks energetischer Ertüchtigung der betagten Immobilien an. "Hand in Hand ans Werk ist ein Weg, der neue Erfahrungen und Erfolg verspricht!", resümierte Henry Nocullak. Wer sich für Details der Netzwerk-Initiative "Energiesparmeister" interessiert, kann weitere Informationen von INTHERMO erhalten.

Paradigmenwechsel mit Folgen

Was es für Bauunternehmen heißt, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundlegend ändern, schilderte Dipl.-Holzbauing. Guido Kuphal anhand eines ausführlichen Blicks in die Baustatistik: Einerseits hat sich die Neubautätigkeit in Deutschland seit dem Wegfall der Eigenheimzulage und der Erhöhung der Mehrwertsteuer faktisch halbiert. Andererseits steht die energetische Gebäudesanierung, die den Verlust an Absatzpotenzialen kompensieren könnte, noch ganz am Anfang. Das zeigt ein Blick in die Statistik: Insgesamt gibt es in Deutschland rund 37 Mio. Wohnungen (in Ein-, Zwei- und Mehrfamilienhäusern). Etwa 24 Mio. Wohnungen bedürfen einer energetischen Sanierung, um geltenden baulichen Anforderungen zu entsprechen. Von besagten 24 Mio. sanierungsbedürftigen Wohnungen wurden bis März 2009 allerdings erst 265.000 Wohnungen fachmännisch auf Vordermann gebracht. Das heißt, dass gerade einmal 1,1 % des Marktpotenzials ausgeschöpft sind! Anders ausgedrückt: 98,9 % aller modernisierungsbedürftigen Wohnungen sehen einer fachgerechten Sanierung noch entgegen, zum Beispiel dem Dämmen der Außenwände und des Dachgeschosses, dem Abdichten des Kellers gegen feuchtkaltes Erdreich, dem Austausch maroder Fenster gegen moderne Dreifachverglasungen, der Erneuerung überalteter Heizungsanlagen sowie dem Einbau zeitgemäßer haustechnischer Systeme etc. Wenn die heimische Bauwirtschaft diesem Sanierungsstau auf absehbare Zeit Herr werden soll, bedarf es auf alle beteiligten Gewerke abgestimmter Konzepte. Erforderlich ist ein gemeinsames Vorgehen der Planer, der Baustoffhersteller, des Handels und der ausführenden Verarbeiter im Verbund. Letztlich geht es dabei auch um das überlebenswichtige Thema Klimaschutz durch Minderung des CO2-Ausstoßes, das im Zuge der wirtschaftlichen Rezession mehr und mehr aus dem Blickfeld der Medien und der Öffentlichkeit zu geraten droht. "Wenn es gilt, in Deutschland bis etwa 2020 jährlich 40 Mio. Quadratmeter Fassadenfläche an Bestandsgebäuden zu sanieren, führt kein Weg daran vorbei, Ökologie und Ökonomie nachhaltig in Einklang zu bringen", erinnerte der INTHERMO-Geschäftsführer an eine vordringliche Dauer-Aufgabe der deutschen Bauwirtschaft.

Holzfaserdämmstoffe gewinnen Marktanteile

Als positives Zeichen ist insofern zu werten, dass sich der Absatz von Holzfaserdämmstoffen gegenläufig zum allgemeinen Wirtschaftstrend entwickelt: "Weit über die Hälfte aller Ein- und Zweifamilienhäuser, die in Deutschland aus Holz gebaut werden, werden bereits ökologisch mit Holzfaserdämmstoffen gedämmt", berichtete Guido Kuphal als Mitglied im Vorstand des Verbandes Holzfaser Dämmstoffe (VHD e.V., Wuppertal; im Internet: www.holzfaser.org). Dass Holzfaserdämmstoffe eine erstklassige Wahl sind, um Neu- wie auch Altbauten klimaschonend und effizient zu dämmen, wusste Dr.-Ing. Tobias Wiegand wissenschaftlich zu untermauern. Über die Dauerhaltbarkeit von Wärmedämmverbundsystemen auf Holzfaserbasis berichtete der Geschäftsführer des VHD: "Es kann für Holzfaser-WDVS von einer Nutzungsdauer von mindestens 50 Jahren und mehr ausgegangen werden!" Hinzu kommen die vielfältigen Vorteile von Holzfaserdämmstoffen für Bauherren und Fachhandwerker: Wenn es um natürlichen Schutz vor winterlicher Kälte, sommerlicher Hitze, Schall und Feuchte sowie um die Herstellung eines behaglichen Wohnklimas geht, brauchen Holzfaserprodukte keinen Vergleich mit konventionellen Dämmstoffen zu scheuen. So konnte VHD-Geschäftsführer Dr.-Ing. Tobias Wiegand auf der Grundlage aktueller wissenschaftlicher Untersuchungen des Wilhelm-Klauditz-Instituts für Holzforschung in Braunschweig (www.wki.fraunhofer.de) und der TU Karlsruhe eine erfreuliche Perspektive für den Einsatz von Holzfaserdämmstoffen am Bau entwickeln.

Wege durch den Fördermitteldschungel

Zur wachsenden Beliebtheit von Holzfaserprodukten und holzfaserbasierten Wärmedämmverbundsystemen tragen auch die neuen Förderbedingungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bei. Dipl.-Wirtschaftsing. Stefan Berbner hob hervor, dass das neue INTHERMO WDVS zur Direktmontage auf Mauerwerk die Bedingungen für den Erhalt zinsverbilligter KfW-Darlehen erfüllt: "Dem Abbau des Modernisierungsstaus in Deutschland steht mit dem INTHERMO WDVS zur Sanierung gemauerter Bestandsgebäude nichts im Wege!", führte Berbner aus, der die Teilnehmer des Holzbau-Innovationstags ausführlich über die neuen Programme der KfW-Bankengruppe informierte.

Klimaschutz durch nachhaltiges Bauen

Insbesondere auf dem Gebiet der Erforschung, Entwicklung und Erschließung alternativer Energieträger liegen große Wachstumspotenziale, wie der anhaltende Run auf Solarthermieanlagen, Photovoltaikmodule, Erdwärmepumpen, Pelletsöfen, Lüftungsanlagen und nicht zuletzt auch auf ökologische Dämmstoffe aus Holzfasern, Zellulose, Hanf und neuerdings sogar Seetang zeigt. "INTHERMO wird auch zukünftig marktgerechte Dämmstoffe und WDV-Systeme auf Holzfaserbasis entwickeln und beharrlich optimieren, um qualitativ hochwertige, im Praxiseinsatz dauerhaft zuverlässige Energiesparprodukte für den Hausbau und die Gebäudesanierung in Deutschland und Europa anzubieten", brachte Dipl.-Holzbauing. Guido Kuphal den INTHERMO-Beitrag zum Klimaschutz durch umweltgerechtes Bauen und Dämmen auf den Punkt. Wie gut es sich mit Holz und Holzfaserdämmstoffen bauen und sanieren lässt, konnte der Wiesbadener Architekt Holger Zimmer (www.a-z-architekten.de) anhand zahlreicher erfolgreich umgesetzter Projekte bildhaft vor Augen führen. Einen Grund, weshalb beim Bauen und Sanieren vermehrt mit Holzfaserdämmstoffen gearbeitet werden sollte, nannte Zimmer klipp und klar: Seiner Meinung nach wird insbesondere der sommerliche Wärmeschutz in der Praxis allzu oft vernachlässigt. Wohnbehaglichkeit im Hochsommer ist eine Anforderung, der Holzfaserdämmstoffe vorbildlich entsprechen! "Glücklich bin ich immer, wenn wir auf unseren Holzrahmenkonstruktionen ein ganzheitlich zugelassenes Wärmedämmverbundsystem mit Holzweichfaserplattendämmung anbringen können", bekannte sich Zimmer zur Verwendung natürlicher Dämmstoffe aus Holzfasern am Bau.

WDV-Systemvielfalt

INTHERMO stellt Architekten, Bauhandwerkern und dem Fachhandel fünf WDV-Systeme für den Neubau und die energetische Ertüchtigung von Ein- und Zweifamilienhäusern zur Verfügung: Dazu zählen das INTHERMO WDVS für den Fertig- und Holzrahmenbau, das INTHERMO WDVS zur Mauerwerkssanierung auf Holzlattung mit zusätzlicher Installationsebene, das INTHERMO WDVS zur Direktmontage auf Mauerwerk, das INTHERMO WDVS zum raumseitigen Dämmen von Häusern unter Denkmalschutz sowie das INTHERMO WDVS für Häuser aus Massivholz - eine neuartige Sandwichdämmung, die auf einer ausgeklügelten Kombination zweier Holzweichfaserplatten beruht. Neu ist bei INTHERMO außerdem ein Produktprogramm zur flexiblen Sanierung älterer Holzrahmen- und Fertighäuser. Dazu gehört unter anderem ein spezielles Vlies aus entfetteter Schafwolle, das Aldehyde und andere chemische Erscheinungsformen nachweislich neutralisiert. Das Vlies wird für verschiedene Einsatzzwecke sowohl mit als auch ohne aufkaschierte Dampfbremse angeboten und kann von Architekten, dem Baustoffhandel, Holzgroßhändlern, Stuckateuren, Maler- und Zimmereibetrieben über den INTHERMO Außendienst bezogen werden; alle Ansprechpartner finden sich mit ihren Telefon- und Faxnummern auf der Website www.inthermo.de.

Ausführliche Informationen über WDV-Systeme auf Holzfaserbasis und passende Systemprodukte für Neubau- und Sanierungsvorhaben gibt es bei der INTHERMO GmbH, Roßdörfer Str. 50, 64372 Ober-Ramstadt, Fon +49 (0) 61 54/71-16 69,
Fax +49 (0) 61 54 / 71-4 08, E-Mail info@inthermo.de, Web www.inthermo.de
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Über die INTHERMO GmbH

Die INTHERMO GmbH wurde 2001 in Nordrhein-Westfalen als nicht-börsennotierte AG gegründet. 2006 verlegte der expandierende WDVS-Anbieter seinen Firmensitz an den heutigen Standort im südhessischen Ober-Ramstadt, um auf die Forschungs- und Entwicklungskapazitäten der Muttergesellschaft Deutsche Amphibolin-Werke (seit Juli 2013: DAW SE) unmittelbar zurückgreifen zu können. Seither gehört der mittelständische Bauzulieferer als 100%-ige Tochtergesellschaft zur DAW-Firmengruppe, die hochwertige Farben, Putze, Dämm- und Bautenschutzprodukte entwickelt, herstellt und unter den Markennamen Caparol, Alligator, Alpina, Alsecco, Disbon, INTHERMO, Krautol und vielen mehr mit beachtlichem Erfolg vertreibt. Im November 2011 feierte INTHERMO als Anbieter natürlicher Fassadendämmsysteme auf Holzfaserbasis 10-jähriges Bestehen. Geschäftsführer der INTHERMO GmbH sind Dipl.-Holzbauing. Guido Kuphal und Dipl.-Holzbauing. Stefan Berbner, beide geschäftsansässig Roßdörfer Str. 50, 64372 Ober-Ramstadt/Hessen.

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