Sonntag, 11. Dezember 2016


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Internationaler Tag der Familie

„Familie ist, wo man familiär miteinander umgeht.“

(lifePR) (Nürnberg, ) Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) kritisiert anlässlich des internationalen Tages der Familie die offizielle Schönfärberei, die Sonntagsreden zur sozialen Lage und gesellschaftlichen Position der Familien. Die Realität sieht anders aus: Familien mit Kindern sind massiv benachteiligt, Kinder sind in Deutschland das größte Armutsrisiko, Kinder gelten als „Karrierekiller“, Kinder gelten vielfach als störend. Entsprechend werden die Leistungen der Eltern nicht adäquat anerkannt, weder steuerlich, geschweige denn sozialrechtlich, bei den Renten-ansprüchen. Der ISUV kritisiert auch die überholte Vorstellung von Familie. Als Ideal gilt die Kernfamilie, das Ehepaar mit zwei Kindern. Die Wirklichkeit sieht schon längst anders aus: Jedes dritte Kind wird in eine Familie geboren, in der die Eltern nicht miteinander verheiratet sind, Patchworkfamilien, Stieffamilien, kinderlose Familien, gleichgeschlechtliche Familien, Alleinerziehende. Je nach politischer Schattierung weigert man sich die Pluralisierung der Lebensformen anzuerkennen.

Der ISUV-Vorsitzende Josef Linsler stellt fest: „Familie ist überall dort, wo man familiär, also vertraut, miteinander umgeht, unabhängig vom Trauring. Gerade in einer individualisierten anonymen Gesellschaft ist dies die wichtigste Funktion, die Familien leisten können – müssen. Die Familie als emotionaler Rettungsanker in allen Krisensituationen des Lebens. Familie ist der Ort, wo man die sachlich nüchterne Fassade fallen lassen und ganz spontan entspannen kann, Familie als Ort der psychischen Hygiene und kreativen Langsamkeit. Dabei ist der Rechtsstatus, die Zusammensetzung der Gruppe unwichtig, ob verheiratet oder geschieden, ob alleinerziehend, ob gleichgeschlechtlich, ob zwei oder drei Generationen, ob Patchwork oder nicht.“
Der ISUV-Vorsitzende fordert: „Familienpolitik und Familienrecht sollten den Fokus weniger auf den Rechtsstatus einer Gruppe, als vielmehr auf die sozialen Leistungen richten, die eine Gruppe erbringt. Wer beispielsweise für den Unterhalt von Kindern aufkommt, darf nicht wie ein Lediger besteuert werden, nur weil er nicht mehr verheiratet ist.“

Der ISUV-Vorsitzende kritisierte: „Der Staat sollte sich nicht zum Oberschiedsrichter aufschwingen und über Lebensformen urteilen. Es gilt die Privatsphäre der Bürger zu achten. Im Übrigen gibt es nicht die „gute“ und die „schlechte“ Lebensform, entscheidend ist doch wohl der familiale, der vertraute, der liebevolle Umgang miteinander.“

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