Freitag, 09. Dezember 2016


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Betonschutzwände erhöhen Verletzungsrisiko - Flexible Schutzplanken aus Stahl sind überlegen

(lifePR) (Düsseldorf, ) Schutzplanken, im Volksmund Leitplanken genannt, sollen Unfallfolgen auf ein Minimum reduzieren. Sie sollen als sicherer Schutz den Durchbruch von Fahrzeugen verhindern und das Verletzungsrisiko beim Aufprall für Fahrzeuginsassen möglichst klein halten.

Stückverzinkte Stahlschutzplanken haben sich seit Jahrzehnten hierzu bestens bewährt. Ähnlich wie Knautschzonen sind sie in der Lage Energie zu absorbieren. Als flexible Rückhaltesysteme bieten sie nämlich aufgrund ihres enormen Verformungsvermögens einen hohen Insassenschutz, da Stahl in der Lage ist bis zu 50% der Anprallenergie eines Fahrzeuges aufzunehmen. So treten bei Anprall eines Pkws bei Stahlschutzeinrichtungen in der Regel nur geringe bis mittlere Belastungen der Fahrzeuginsassen auf. Starre Rückhaltesysteme wie Betonschutzwände hingegen sind nicht in der Lage Unfallenergie in Verformung umzusetzen, mit der Folge von schweren bis schwersten Verletzungen für die Fahrzeuginsassen.

Sind aufgrund der Verkehrsbedingungen an Unfallbrennpunkten erhöhte Anforderungen an das Aufhaltevermögen beziehungsweise die Durchbruchsicherheit von Kraftfahrzeugen gestellt, so bieten auch hier moderne Stahlschutzsysteme wie Super-Rail eine maximale Sicherheit. Super-Rail ist in der Lage selbst 38 Tonnen schwere Sattelzüge zurückzuhalten.

Namhafte Verkehrsexperten sprechen sich aus Gründen des Insassenschutzes und der Verringerung des Verletzungsrisikos für die Verwendung von flexiblen Rückhaltesystemen aus. Rettungskräfte beklagen zudem häufig Schwierigkeiten bei der Überwindung von Betonschutzwänden zur Bergung von Verletzen. Selbst wenn im schlimmsten Falle Unfallopfer noch unter oder hinter Leitplanken Schutz finden, lassen hierzu Betonwälle keinerlei Spielräume mehr.

Von Betonschutzwänden selbst geht außerdem ein passives Risiko aus. Sie müssen nämlich häufiger gekehrt werden, damit die Fahrbahnseitenmarkierung sichtbar bleibt. Entwässert bei Regen und Schnee die Fahrbahnoberfläche zu einer Betonschutzwand, müssen darüber hinaus die Straßenabläufe und Schächte in deutlich geringeren Zeitintervallen gereinigt werden, da ansonsten bei Starkregen eine erhöhte Unfallgefahr für Verkehrsteilnehmer durch Aquaplaning entstehen kann. Auch gestaltet sich der Winterdienst bei den offenen Stahlschutzplanken wesentlich einfacher, da zur Schneeräumung der Mittelstreifen genutzt werden kann, bei Betonwänden jedoch nur der rechte Seitenstreifen, dies hat bei mehrspurigen Fahrbahnen zur Folge, dass eine versetzte Räumung mit 2 oder mehr Räumfahrzeugen erfolgen muss, was in der Praxis wiederum eine erhöhte Verkehrsbehinderung mit entsprechender Gefährdung bedeutet.

Ein nicht zu unterschätzender Punkt ist auch die psychologische Wirkung für die Verkehrsteilnehmer, die von passiven Schutzeinrichtungen aus Beton ausgeht. Eine vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführte Befragung zeigt, dass Betonschutzwände an Autobahnen Verkehrsteilnehmer verunsichern und somit ein erhöhtes Gefährdungspotential für Unfälle heraufbeschwören. 85% aller Befragten fühlen sich durch Betonschutzwände eingeengt, besonders durch den so genannten "Tunnel Effekt", den die Betonschutzwände an Autobahnen vermitteln. Wegen ihrer höheren Transparenz kommen Stahlplanken hier auch aus psychologischer Sicht dem menschlichen Verhalten entgegen.

Flexibilität ist also auch bei Schutzplanken ein bedeutender Faktor. Moderne flexible Systeme aus Stahl bieten einen gleichguten Schutz gegen Durchbruch von Fahrzeugen wie starre Systeme und sind im Gegensatz zu diesen in der Lage zusätzlich das Verletzungsrisiko beim Aufprall für die Fahrzeuginsassen zu reduzieren.
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