Samstag, 01. Oktober 2016


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Schnelle Hilfe im Notfall - mit dem kostenlosen Euronotruf 112

Zum Europäischen Tag des Notrufs am 11. Februar verweist das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) auf die EU-weite Notrufnummer 112

(lifePR) (Berlin, ) Ob beim Autofahren, Klettern oder Wandern: In einer Notsituation kann das Handy Leben retten. Unter der Notrufnummer 112 erreichen Betroffene schnell und unkompliziert eine Leitstelle, die umgehend den jeweils zuständigen Einsatzdienst wie Polizei, Notarzt oder Feuerwehr informiert. Da die Mitarbeiter in den Leitstellen Notrufe in der Regel in verschiedenen Sprachen bearbeiten können, müssen Anrufer keine Sprachbarrieren fürchten.

Der Euronotruf 112 gilt in allen 28 Mitgliedsstaaten der EU sowie in weiteren Ländern außerhalb Europas wie Russland, der Ukraine, Simbabwe und Neuseeland. In den Vereinigten Staaten und in Kanada werden Anrufe unter der 112 automatisch zur nordamerikanischen Notrufnummer 911 weitergeleitet. Zusätzlich gibt es in einzelnen Ländern nationale Notrufnummern, die parallel zur 112 gültig sind.

Kostenloser Euronotruf - aktivierte SIM-Karte in Deutschland erforderlich

Die 112 ist kostenlos und kann überall ohne Ländervorwahl angerufen werden - auch wenn kein Handyempfang besteht. Zum Absetzen des Notrufs sucht das Mobiltelefon automatisch das stärkste Betreibernetz in der Umgebung. Bei vielen Handys ist ein Anruf unter der 112 sogar bei aktivierter Tastensperre möglich. Wichtig ist jedoch, dass der Handy-Akku aufgeladen ist, denn sonst funktionieren weder Telefonate noch die Ortung durch ein Einsatzteam. Um einem Missbrauch der Notrufnummer vorzubeugen, muss in Deutschland - anders als in vielen EU-Staaten - eine aktivierte SIM-Karte im Mobiltelefon eingelegt sein, um die 112 anrufen zu können.

Geregelter Ablauf eines Notrufs

Ein Notruf sollte nach einem einheitlichen Schema abgesetzt werden, um schnelle und zielgerichtete Hilfe zu erhalten. In Deutschland sollten nach Möglichkeit immer diese fünf Fragen und Anweisungen beantwortet werden: Wo ist etwas geschehen? Was genau ist geschehen? Wie viele Personen sind betroffen? Welche Art von Verletzung oder Krankheit liegt vor? Warten auf Rückfragen.

Apps für den Notfall

Ergänzend zur Notrufnummer 112 gibt es verschiedene Programme, die sich als Helfer in Notlagen eignen. Die kostenlose Rotkreuz-App "Mein DRK" bietet eine Standortbestimmung mit Geokoordinaten, Notfallnummern und dem "Kleinen Lebensretter", der über das richtige Verhalten in lebensbedrohlichen Situationen informiert. In der Anwendung sind außerdem wichtige Kontaktnummern für verschiedene Notfallsituationen aufgelistet. Neben den Rufnummern 110 (Polizei) und 112 werden weitere Notrufe erfasst, beispielsweise die des DRK-Flugdienstes, der regionalen Giftnotrufzentralen und psychologischen Beratungen sowie der Apothekennotruf, der Autopannen- und Geldkarten-Notruf.

Spezielle GPS-Apps wie das kostenlose "Echo 112" orten die Position des Handynutzers und senden diese automatisch per SMS an den Rettungsdienst - auch im Ausland. Das Prinzip ist einfach: Nach einem Tastendruck ortet das System den Nutzer, verbindet ihn mit der Notfallzentrale des Landes und sendet die GPS-Koordinaten an die Webseite echo.112.com, wo sie von den Notdiensten abgerufen werden können.

Verbindlicher eCall in Neuwagen ab 2018

Künftig wird die 112 im PKW zur Pflicht: Ab April 2018 müssen Neuwagen in Europa mit dem eCall, einem elektronischen Notrufsystem für Kraftfahrzeuge, ausgerüstet sein. Das hat der zuständige Ausschuss im Europaparlament im Dezember 2014 beschlossen. Im Falle eines Unfalls alarmiert der eCall automatisch den Rettungsdienst und übermittelt die Position des Autos sowie dessen letzte Fahrtrichtung an die Rettungsleitstelle. Der Notruf kann auch manuell ausgelöst werden. Die EU-Kommission erwartet, dass durch den eCall europaweit bis zu 2.500 Menschenleben pro Jahr gerettet werden können.
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Über Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF)

Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) ist Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener, gemeinnütziger Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde. Er informiert unter anderem über gesundheitliche, rechtliche und gesellschaftliche Themen mobiler Kommunikation sowie über Aspekte der ökologischen Nachhaltigkeit im Mobilfunk. Weitere Infos zum Thema Mobilfunk bietet das IZMF unter der gebührenfreien Hotline 0800 3303133 oder unter www.izmf.de.

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