Montag, 05. Dezember 2016


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Ein Platz der "Menschen und Kulturen" im Herzen vom neuen Bildungszentrum "Tor zur Welt"

Schüler und Erwachsene gestalten den öffentlichen Raum

(lifePR) (Hamburg, ) Mit dem Entwurf "Menschen und Kulturen" ist jetzt ein IBA-Wettbewerb der besonderen Art zu Ende gegangen: Seit April hatten zunächst mehr als 150 Schülerinnen und Schüler sowie Eltern Ideen für eine zentrale Begegnungsfläche - eine so genannte Agora - entwickelt, die zukünftig die verschiedenen Teile des Bildungszentrums "Tor zur Welt" über eine Straße hinweg verbindet. Jetzt hat eine Jury unter Vorsitz der Verkehrsplaners Prof. Hartmut Topp mit Beteiligung der Schüler entschieden, dass der Entwurf "Menschen und Kulturen" des Büros Breimann Bruun realisiert wird. Der Entwurf verteilt stilisierte Schiffsrümpfe locker auf der gesamten Fläche, die unterschiedlichste Nutzungsmöglichkeiten bieten - so zum Beispiel als Liegewiese oder Hindernisparcours, daneben sind auch ein Wasserbecken und eine kleine Theaterbühne vorgesehen.

Hamburg, 05. November 2009. "Die Idee der stilisierten Schiffe passt sehr gut zum Hafen und zum Selbstverständnis, ein 'Tor zur Welt' zu sein. Es ist hervorragend geeignet, die vielen Aspekte von Menschen in Wilhelmsburg und ihre kulturelle Vielfalt in eine unverwechselbare Gestaltung der 'Agora' zu übertragen", lobt Jury-Vorsitzender und IBA- Kuratoriumsmitglied Prof. Hartmut Topp. Grundlage für den Entwurf der Landschaftsarchitekten Breimann Bruun waren zunächst die eingereichten Schülerbeiträge. Aus diesen erarbeiteten die Landschaftsarchitekten dann insgesamt drei Planungsvarianten, die Schülern und Jury bereits im September schon einmal vorgestellt und zunächst abgelehnt worden waren.

Schüler und Erwachsene gestalten gemeinsam den öffentlichen Raum

"Das war ein beeindruckendes Beteiligungsverfahren, das wichtige Impulse für eine ungewöhnliche Gestaltung des öffentlichen Raums gesetzt hat", kommentiert IBA-Geschäftsführer Uli Hellweg die außergewöhnliche Beteiligung insbesondere der Schülerinnen und Schüler. "Ich bin sehr gespannt auf den weiteren Prozess, und ich würde mir wünschen, wenn auch beim Bau der Agora die künftigen Nutzer des Bildungszentrums selber Hand anlegen könnten."

Die Schülerinnen und Schüler waren mit insgesamt elf Gruppen unterschiedlicher Altersklassen bereits im Planungsprozess vertreten, dazu kamen drei Gruppen erwachsener Bürgerinnen und Bürger. Sechs Beiträge dieser Gruppen hatte die Jury im Juli zu Siegern gekürt und den Landschaftsarchitekten des Büros Breimann Bruun aufgegeben, die besten Ideen der Sieger in eine konkrete Freiraumplanung zu übersetzen. In drei unterschiedlichen Varianten haben diese gezeigt, wie man die Top-Themen der Wettbewerbssieger "Menschen und Kulturen", "Kontinente - die Welt zuhause in Wilhelmsburg" und "Lernen und Erleben - die Vielfalt unserer Welt erkennen" baulich umsetzen würde.

Nachdem die ersten Planungsvorschläge den Wettbewerbsteilnehmern im September vorgestellt und mit ihnen lebhaft und kontrovers diskutiert wurden, hat die Jury, erweitert um Vertreter aus den Siegerteams des Wettbewerbs, für die weitere Planung das Thema "Menschen und Kulturen" ausgewählt. Nach anfänglicher Kritik zeigen sich nun auch die Ideengeber von dem Entwurf begeistert: "Dass wir künftig eine eigene Bühne und einen Brunnen haben werden, finden wir richtig klasse. Wir sind froh, dass sich unsere Wünsche durchgesetzt haben, der Einsatz hat sich gelohnt. Dass wir sogar in der Jury vertreten waren und mitentscheiden durften, fand ich echt fair", so Una Mahmutovic und Felix Jünemann, Schüler am Gymnasium KiWi in Wilhelmsburg.

Da die Agora verschiedene Teile des Bildungszentrums über die Krieterstraße hinaus verbindet, wird jetzt der Entwurf unter Berücksichtigung der verkehrsplanerischen Anforderungen weiter ausgefeilt. Auch an diesem Prozess werden Schülerrinnen und Schüler weiter beteiligt.
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