Montag, 26. September 2016


Star sein vor und hinter der Kamera oder doch lieber ein sozialer Beruf?

Girls' Day und Boys' Day an der Hochschule Osnabrück gibt 150 Schülerinnen und Schülern Einblicke in die Berufswelt

(lifePR) (Osnabrück, ) Hochkonzentriert schwenkt die zehnjährige Anouk die Kamera auf dem Stativ. Ihre Freundin steht vor der Leinwand im grellen Scheinwerferlicht im Studio. Beide warten auf die "Klappe" von Sarah zum Drehen. Und dann geht es los - Klappe die Erste. Die Aufnahme läuft.

Im Workshop "Star sein einmal anders - vor und hinter der Kamera" von Erling Henze wird den Schülerinnen ein erster Eindruck vom Berufsfeld Filmproduktion vermittelt. Der Workshop ist Teil des Angebotes beim Girls' Day an der Hochschule Osnabrück.

Beim diesjährigen Aktionstag besuchten 150 Schülerinnen und Schüler insgesamt 13 Workshops an der Hochschule. Von der Sozialen Arbeit mit Menschen, blubbernden Laborarbeiten, Schweißtechnik, Einblicken in die Physiotherapie bis hin zum Gestalten und Designen reichte das facettenreiche Angebot, welches sowohl Mädchen als auch Jungen einen ersten Eindruck in die Berufswelt geben soll. Der Girls' Day und Boys' Day will Mädchen und Jungen jeweils Einblicke in die vorwiegend vom anderen Geschlecht dominierten Berufsfelder vermitteln und sie ermutigen, unbeeinflusst von Rollenbildern den Berufsweg einzuschlagen, der ihnen am Herzen liegt. Konkret heißt das, dass es beispielsweise Jungen ermöglicht wird, für sie "untypische" Studiengänge wie etwa Pflegewissenschaften kennenzulernen. Mädchen wie Anouk wollen hingegen erste Eindrücke in Jobs wie Kamerafrau oder Regisseurin sammeln und das ganze Drumherum zum Thema Film kennenlernen: "Ich habe schon ein wenig Vorkenntnisse vom Filmdrehen und ich finde den Workshop total spannend", berichtet sie.

Der Workshop "... und was ist, wenn es mit dem Radfahren nicht mehr klappt?" von Bastian Vennegeerts richtet sich an Jungen beim Boys' Day, die in das Berufsfeld der Physiotherapie reinschnuppern wollen. Sich Bewegen erscheint den Kindern selbstverständlich. Aber was kann ein Physiotherapeut tun, wenn jemand in seinen Bewegungen extrem beeinträchtigt ist und jeder Schritt mühsam wird.

"Ich erfahre hier viel über den Körper, über Knochen, Organe und vieles mehr", berichtet Falk, 12 Jahre, vom Workshop und betrachtet fasziniert das Skelett-Modell im Raum.

Der Girls' Day und Boys' Day an der Hochschule Osnabrück wurde organisiert von Katharina Knolle, Referentin im Gleichstellungsbüro, sowie von zahlreichen Hochschulangehörigen, die die Workshops mit großem Engagement durchführten. 80 Mädchen und 70 Jungs ab der fünften Klasse nahmen an den Workshops teil.

"Die heiße Phase der Vorbereitung dauert fast vier Monate", erklärt Knolle, die alle Angebote koordinierte.

Auch für die Workshopleiterinnen und -leiter ist der Aktionstag ein spannender Termin. "Zu meiner Zeit, gab es kaum Mädchen, die wie ich eine Ausbildung zur Ingenieurin gemacht haben. Wir waren Im Studiengang nur zwei Frauen. Der Girls' Day bietet Mädchen eine tolle Möglichkeit, in dieses Berufsfeld reinzuschnuppern", so Silvia Ott, Diplom-Ingenieurin im Labor für Verfahrenstechnik während ihres Vortrages bei der Begrüßung.

Der Aktionstag ist an der Hochschule ein etablierter Veranstaltungstermin. Die stetig steigenden Teilnehmendenzahlen belegen die große Beliebtheit dieses Angebotes.

Redaktion, Interviews und Text: Julius, Schüler der 5. Klasse und „Rasender Reporter“ beim Girls‘ Day und Boys‘ Day
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