Mittwoch, 28. September 2016


"Dank MINT-Tag in der Wahl bestärkt"

(lifePR) (Osnabrück, ) Die Hochschule Osnabrück veranstaltet einen MINT-Tag für technisch Interessierte aus drei niedersächsischen Gymnasien.

Mit Spannung verfolgen 21 junge Leute in einem Lehrraum der Hochschule Osnabrück ein Experiment. An einem Modell des Stirlingmotors demonstriert Prof. Dr. Matthias Reckzügel seinem Publikum, wie bloße Luft mechanische Arbeit leistet: Dafür wird sie von außen in einem abgeschlossenen, durchsichtigen Kasten in einem Bereich erhitzt, in einem anderen gekühlt. Danach geht es um die Umwandlung der Thermoenergie über die Bewegungs- bis hin zur elektrischen Energie. Auch jetzt ist dem Professor für Innovative Energiesysteme die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer sicher.

Wer jedoch glaubt, es handle sich um eine Vorlesung, der irrt. Es ist der Auftakt des MINT-Tages, den die Hochschule Osnabrück für drei niedersächsische Gymnasien veranstaltet: Zu Besuch sind heute 8 Schülerinnen und 13 Schüler aus Bad Nenndorf, Sulingen und dem Ratsgymnasium Osnabrück. Einige besuchen die 9. Klasse, die Mehrheit sind jedoch 10.-Klässler und müssen in Kürze eine wichtige Entscheidung treffen: "In welchem Unterrichtsprofil soll ich mich vertiefen?" Dafür soll ihnen der heutige Tag Orientierungshilfe geben.

Das Interesse der Gäste an Mathematik, Naturwissenschaften und technischen Fächern kommt nicht von ungefähr - ihre Gymnasien gehören dem nationalen Excellence-Schulnetzwerk mathematisch-naturwissenschaftlicher Schulen MINT-EC an. Über 200 besonders MINT-starke Schulen sind heute Mitglied im MINT-EC-Verein, der vor 15 Jahren von den Arbeitgebern gegründet wurde und unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz (KMK) steht. Das Netzwerk stellt den von ihm zertifizierten Schulen ein breites Veranstaltungs- und Förderangebot zur Verfügung.

"Seit vier Jahren arbeiten unsere drei Gymnasien zusammen", erzählt Ansgar Koch, Physiklehrer am Ratsgymnasium. Die Idee entstand bei einem Energietag in Sulingen, als die Osnabrücker dort ihre schulischen Projekte vorstellten. Seitdem organisieren die drei Gymnasien reihum MINT-Tage in Zusammenarbeit mit den kooperierenden Hochschulen; in gemischten Dreiergruppen arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Projekten und Übungen. "Manche bleiben auch später in Kontakt", so Koch. Wie seine Kollegen, Dr. Christoph Oelke aus Sulingen und André

Bartling aus Bad Nenndorf, findet er wichtig, dass die Schüler eine möglichst genaue Vorstellung vom technischen Studium bekommen.

Die jungen Leute nicken verständlich, als Prof. Reckzügel ihnen die Studienstruktur im Bereich Maschinenbau erläutert. Mit Hilfe seines Experiments gelang es ihm auch, zu zeigen, "wie Fächer, die im Lehrplan nebeneinander stehen, plötzlich Sinn und Verstand bekommen", so ein Teilnehmer.

Danach tritt Janine Borgel nach vorne. Sie studiert im 4. Semester Elektrotechnik und ist im letzten Jahr als die beste Studentin der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Informatik (IuI) ausgezeichnet worden. Janine erzählt aus ihrem Studium, vom Job im Hochspannungslabor, vom Studentenleben. Und auch dass sie sich erst nicht sicher war, ob das technische Studium das richtige für sie ist: Deshalb absolvierte sie das Niedersachsen-Technikum an der HS Osnabrück. Es verbindet ein halbjähriges Praktikum in der Industrie mit wöchentlichem Probestudium an einer der zwölf kooperierenden Hochschulen des Landes.

Am Ende bekommt Janine viel Applaus für ihren Vortrag; auch später, beim Resümee des Tages, heben die Teilnehmer ihn hervor.

Weiter geht es in Dreiergruppen in die Labore. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter Peter Menger, Martin Nardmann, Hermann Placke und Fabian Schrempel haben für ihre Gäste knifflige Übungen zusammengestellt. So können sich die jungen Leute in verschiedenen Bereichen ausprobieren: in Angewandter Thermodynamik, Kraftwerkstechnik, Robotik und Werkstoffprüfung. "Ganz nebenbei" lernen sie den Alltag von Ingenieuren und auch das breite Studienangebot der Fakultät IuI kennen.

Fleißig arbeiten die Gäste nach einer Mittagspause in der neuen Mensa bis in den Nachmittag. Dann haben alle jede Aufgabe in jedem Labor gelöst.

In der anschließenden Umfrage erteilen die Schülerinnen und Schülern ihren Gastgebern durchweg gute Noten. "Besonders gelobt wurden anschauliche Experimente, persönliche Betreuung und moderne Ausstattung der Labore", freut sich Ulrike Heuer. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin ist für die Zusammenarbeit mit Schulen zuständig und hat mit ihren Kollegen die Veranstaltung organisiert. Deshalb freut sie sich besonders über ein Ergebnis - 16 der 21 Befragten geben an: "Der MINT-Tag hat mich in meiner Wahl bestärkt. Ich kann mir Studium oder Ausbildung im technischen Bereich gut vorstellen."
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