Donnerstag, 30. Oktober 2014


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Preis des Bundesbildungsministeriums für das "Migräne-Radar" der Hochschule Hof

(lifePR) (Hof, ) Mit einem Preis des Bundesbildungsministeriumsv in Höhe von 10.000 € wurde ein Projektteam um Prof. Dr. Jörg Scheidt vom Institut für Informationssysteme der Hochschule Hof ausgezeichnet. Unter insgesamt 64 Einsendungen im Studierenden-Wettbewerb "Was macht gesund?" wurden 15 Projekte ausgezeichnet - das Projekt "Migräne-Radar" der Hochschule Hof ist dabei das einzige Projekt einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften; alle anderen Preisträger sind an Universitäten beheimatet.

Die Studierenden des Instituts für Informationssysteme der Hochschule Hof erhalten nun 10.000 € für die Umsetzung des Projektes "Migräne-Radar" im Wissenschaftsjahr 2011 - Forschung für unsere Gesundheit". Gesucht waren dabei kreative und originelle Ideen für öffentlichkeitswirksame Formate, die zeigen, welche Forschungsaktivitäten rund um die Gesundheit Studierende in Deutschland beschäftigen.

Auf den ersten Blick mag es ja ungewöhnlich erscheinen, dass sich Informatiker an einer Hochschule für angewandte Wissenschaften mit einem medizinischen Thema befassen. Dabei ist das "Migräne-Radar" eine wirklich kreative Idee, medizinische Daten zu erheben. Ziel dieses Projektes ist die Untersuchung, inwieweit Umwelteinflüsse, vor allem spezielle Wetterlagen oder Wetterumschwünge Migräne-Anfälle auslösen können. Die Daten für die Studie kommen aus dem Internet - durch die automatische Auswertung von Web 2.0. Plattformen, beispielsweise Twitter. Wenn also jemand seinen Freunden via Twitter erzählt, dass er Migräne hat, wird das automatisch erfasst und ausgewertet. Zusätzlich gibt es ein Web-Formular, in dem ebenfalls Migräneanfälle eingetragen werden.

Mit Hilfe der Ortsinformationen des Migräne-Patienten und der Wetterdaten des Deutschen Wetterdienstes wird dann ein möglicher Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Migräne-Anfällen und speziellen Wetterlagen untersucht. Mit den Daten können aber auch andere Einflussfaktoren wie Wochentage, Jahreszeiten oder Umwelteinflüsse wie z.B. Feinstaubbelastung ermittelt werden. Letztlich könnte so sogar eine Art Frühwarnsystem düe Migräne-Patienten entwickelt werden.

Ganz neu ist dabei auch die Art der Erhebung medizinischer Daten über die Kommunikationsplattformen des web 2.0. Wurden bisher für Erfassung medizinischer Daten in erster Linie Klinikakten und Patientenbefragungen herangezogen, so wird in diesem Projekt untersucht, ob die Kommunikationsplattformen des Web 2.0. als Datenquelle für medizinische Studien genutzt werden können. Bis Ende dieses Jahres sollen erste Ergebnisse vorliegen.
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