Freitag, 02. Dezember 2016


Hochschulen für angewandte Wissenschaften wichtige Standortfaktoren der bayerischen Regionen

IHF-Studie zeigt: HAW sind Motoren der Regionalentwicklung

(lifePR) (München, ) "Bayerische Hochschulen für angewandte Wissenschaften tragen durch die Ausbildung hochqualifizierter Absolventinnen und Absolventen sowie ihren Wissens- und Technologietransfer wesentlich zur Stärkung der regionalen Innovationsfähigkeit bei", sagt Prof. Dr. Michael Braun, Vorsitzender von Hochschule Bayern und Präsident der Technischen Hochschule Nürnberg. "Hochschule Bayern e.V. macht bereits seit vielen Jahren auf diesen Zusammenhang aufmerksam, der nun erfreulicherweise in einer wissenschaftlichen Publikation nachgewiesen werden konnte."

Die jüngst veröffentlichte Studie des Bayerischen Staatsinstituts für Hochschulforschung und Hochschulplanung (IHF) (1) mit dem Titel "Regional-ökonomische Effekte von Hochschulabsolventen" verdeutlicht die vielfältigen positiven Auswirkungen, die die Existenz einer Hochschule in einer Region auf die Beschleunigung wirtschaftlicher Entwicklungsprozesse hat.

Akademiker weisen eine erhöhte Mobilitätsbereitschaft auf, die zudem noch in ländlichen Regionen deutlich ausgeprägter ist. Die beiden Autoren Fabian Kratz und Thorsten Lenz konnten jedoch nachweisen, dass es Hochschulen für angewandte Wissenschaften in ländlichen Regionen besser gelingt, ihre Absolventinnen und Absolventen am Ort zu halten als den dort angesiedelten Universitäten. Rund 75 Prozent der regional verwurzelten HAW-Absolventinnen und Absolventen haben hier ihren ersten Arbeitsort im Umkreis von weniger als 100 Kilometern gefunden. "Hochschulen für angewandte Wissenschaften tragen damit wesentlich dazu bei, Studierende auch nach ihrem Abschluss an die Region zu binden und Unternehmen vor Ort einen bestqualifizierten Nachwuchs zur Verfügung zu stellen", berichtet Prof. Dr. Michael Braun.

Diese positiven Effekte der Hochschulen für angewandte Wissenschaften auf die Regionalentwicklung sind umso bedeutsamer, als dass in ländlichen Regionen mit einem geringeren Akademikeranteil jede zusätzliche hochqualifizierte Arbeitskraft einen höheren Beitrag zur Anhebung der Bruttowertschöpfung leistet als in hochentwickelten städtischen Landkreisen. Bayernweit kann davon ausgegangen werden, dass die Bruttowertschöpfung in einem Landkreis durch die Beschäftigung einer zusätzlichen hochqualifizierten Arbeitskraft um etwa 214.000 € steigt. Dieser Betrag ist in den ost- und nordbayerischen Landkreisen tendenziell höher als im Süden Bayerns.

Mit ihren ersten Untersuchungsergebnissen konnten Kratz und Lenz zudem zeigen, dass regionale und überregionale Wissenschaftsnetzwerke und Forschungsverbünde über ihren Wissenstransfer in die Region zentrale Faktoren der ökonomischen Gestaltungskraft bayerischer Landkreise darstellen. "Hochschulen für angewandte Wissenschaften sind Katalysatoren privater Innovationsfähigkeit. Eine verstärkte Investition in die Hochschulen und ihre Forschungskapazitäten würde somit direkt der wirtschaftlichen Entwicklung des Freistaats Bayern zu Gute kommen", kommentiert Prof. Dr. Michael Braun die Studie.

(1) Die vollständige Studie von Fabian Kratz / Thorsten Lenz zu "Regional-ökonomischen Effekten von Hochschulabsolventen" kann unter dem nachfolgenden Link eingesehen werden: www.bzh.bayern.de/...

Weiterführende Informationen zum Bayerischen Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung erhalten sie unter www.ihf.bayern.de.
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