Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Gründungsjubiläum wird mit Einwohnern und Gästen gefeiert

75 Jahre Werkfeuerwehr Herzogsägmühle

(lifePR) (Herzogsägmühle, ) Ein bedeutendes Jubiläum feiert die Werkfeuerwehr Herzogsägmühle im September 2012: Seit 75 Jahren ist sie bei Bränden und Unfällen im Dorf und in Orten der Umgebung aktiv. Am Samstag, dem 29. September, wird in einem Festabend mit geladenen Gästen gefeiert, am Sonntag, dem 30. September, mit allen Einwohnern des Dorfes, Mitarbeitenden und Gästen.

Die Wehr wurde am 1. November 1937 gegründet und erhielt den Namen "Freiwillige Betriebsfeuerwehr Wanderhof - Herzogsägmühle / Brandamt Schongau". Als Führer der Wehr wurde der Kaufmann Erhard Broenner aus Herzogsägmühle, mit der Dienstbezeichnung Oberbrandmeister, bestellt. Als Auflage wurde gestellt, eine fahrbare Leiter, 315 Meter C-Schläuche, fünf Filtergeräte, ein Frischluftgerät und zwei Sauerstoffgeräte vorzuhalten. Gewünscht wurde eine Gesamtstärke von 48 Mann, die in einen Normalzug und einen Löschzug eingeteilt werden sollten. Zur Verfügung stand ein Lastwagen.

Die vergangenen 75 Jahre waren für die Wehr von Ereignissen wie Bränden, Hochwasser, Such- und Rettungsaktionen von Menschen oder Bergung von Gefahrgut bestimmt. Die Notwendigkeit ist zu allen Zeiten ihres Bestehens dokumentiert.

Die erste große Herausforderung war ein Brand im April 1942. Im Jahr 1944 wurde die Wehr zweimal zur Brandbekämpfung nach Bombenangriffen in München eingesetzt. Nach Kriegsende hatte die Werkfeuerwehr kaum noch brauchbare Ausrüstung zur Verfügung. Neben ein paar Schutzanzügen und alten Stahlhelmen sowie Schaufeln und Kreuzhacken aus dem Fundus des Luftschutzes gab es ein paar Schläuche. Diese waren so undicht, dass bei Einsätzen mehr Wasserspiele stattfanden, als richtige Brandbekämpfung durchgeführt werden konnte.

Zwischen 1951 und 1984 ereigneten sich in Herzogsägmühle neun Großbrände, die mit Hilfe der Nachbarwehren aus Peiting und Schongau bekämpft wurden. Durch die Bedarfsanmeldungen der jeweiligen Kommandanten, aber auch durch die Vorgaben der Behörden wurde die Ausstattung kontinuierlich ausgebaut und verbessert. Heute verfügt die Werkfeuerwehr über drei Einsatzfahrzeuge: Ein LF 20 - 40/1 mit 2000 Liter Wasser an Bord, ein TSF-W - 46/1 mit 600 Liter Wasser und ein Mehrzweckfahrzeug - 11/1, das auch von der Notfallseelsorge genutzt wird.

Die Werkfeuerwehr Herzogsägmühle besteht derzeit aus 44 aktiven und 21 passiven Feuerwehrkameraden. Der jetzige Kommandant Manfred Baum ist der achte Kommandant seit 1937 und seit 2003 in diesem Amt. Er wurde 2009 zum Kreisbrandmeister bestellt und ist somit überörtlich im Bezirk Lech der Kreisbrandinspektion Weilheim-Schongau tätig. Aus der Wehr hervorgegangen ist auch der Kreisbrandrat Alfons Breyer, sechster Kommandant, der 2010 in den Ruhestand getreten ist.

Zum Festumzug am Sonntag, dem 30. September 2012, ist die Bevölkerung der umliegenden Orte ganz herzlich eingeladen! Er beginnt um 14 Uhr am Dorfplatz von Herzogsägmühle.
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