Dienstag, 06. Dezember 2016


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Die betriebliche Altersversorgung steht im Krisenjahr nicht auf der Agenda des Mittelstands

(lifePR) (Freiburg, ) Trotz Wirtschafts- und Finanzkrise hat sich die betriebliche Altersversorgung (bAV) im vergangenen Jahr gefestigt. Allerdings hat das Interesse von Mitarbeitern und Unternehmensleitungen an dieser Vorsorgeform weiter abgenommen: Nur etwas mehr als die Hälfte (53 Prozent) der Angestellten zeigt ein mittleres oder größeres Interesse an der bAV - im Vorjahr waren es noch 64 Prozent.

Das sind die Kernergebnisse einer Untersuchung des britischen Lebensversicherers Standard Life und des Personalmagazins aus der Haufe-Mediengruppe. Für die gemeinsame Studie, die zweite nach 2009, waren im Januar 270 Personalverantwortliche in mittelständischen Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitern befragt worden.

Die Resultate zeigen, dass sich die bAV erfreulicherweise allmählich durchsetzt: In 37 Prozent der Unternehmen (2009: 34 Prozent) hat inzwischen mehr als die Hälfte der Mitarbeiter eine Betriebsrente. Doch während die bAV in größeren Firmen mit bis zu 500 Angestellten schon zum Standard gehört, ist dies bei Unternehmen mit weniger als 100 Mitarbeitern noch nicht der Fall.

Die Finanz- und Wirtschaftskrise, auch das ergab die Untersuchung, hat nicht dazu geführt, dass an der bAV gespart beziehungsweise ihre Einführung forciert worden wäre: 92 Prozent der Unternehmen mit bAV erklärten, dass die Krise keinen Einfluss auf ihre bestehende Betriebsrente habe.

Weitere Verbreitung gebremst

Trotz des leichten Anstiegs scheint die weitere Verbreitung der bAV gebremst: 84 Prozent (2009: 66 Prozent) der Befragten sagten, sie erwarteten nicht, dass sich das Interesse der Mitarbeiter an der bAV in den nächsten fünf Jahren ändern werde. Und 14 Prozent (2009: 30 Prozent) antworteten, sie schätzten die Chancen, überhaupt neue Mitarbeiter für die bAV zu gewinnen, als gering ein.

"Die Studienergebnisse lassen den Schluss zu, dass das Thema betriebliche Altersversorgung derzeit bei vielen Unternehmen nicht oberste Priorität besitzt", kommentiert Bertram Valentin, Geschäftsführer von Standard Life in Deutschland. "Die Personalverantwortlichen und Anbieter sind daher gefordert, die bAV wieder stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Das ist umso dringender, als sie für viele Arbeitnehmer die einfachste Möglichkeit ist, mit geringem Aufwand und wenig finanziellen Mitteln für die Zeit nach dem Arbeitsleben anzusparen."

Die Ergebnisse der Studie sind in der Sonderbeilage bAV-Spezial in der April-Ausgabe des Personalmagazins zu lesen. Die komplette Studie kann kostenlos unter

http://www.standardlife.de/...

bestellt werden.
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