Mittwoch, 07. Dezember 2016


Das Handwerk kürte seine besten Nachwuchskräfte

(lifePR) (Reutlingen, ) Die besten Auszubildenden des Jahrgangs 2009 stehen fest. Sie wurden (am 10. Dezember) im Rahmen einer Festveranstaltung in Rottenburg geehrt. Am Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks hatten in diesem Jahr 394 Gesellinnen und Gesellen aus den Landkreisen Freudenstadt, Reutlingen, Tübingen, Sigmaringen und Zollernalb teilgenommen.

Das sind beeindruckende Resultate. Die andere Seite: Viele Gewerke und Betriebe haben ein Imageproblem, gerade beim potentiellen Nachwuchs. "Wir wissen aus Umfragen, dass nur ein Drittel aller Jugendlichen zwischen 14 und 18 glauben, dass Handwerk viel mit moderner Technik zu tun", erläuterte Kammerpräsident Joachim Möhrle in seiner Rede. Dies soll sich nach dem Willen der Handwerker in den kommenden Jahren ändern. Am 16. Januar 2010 startet eine große, bundesweite Imagekampagne, die sich auch an das jüngere Publikum richtet. "Handwerk bietet anspruchsvolle Ausbildungen in zukunftsorientierten Berufen", so Möhrle, "das wollen wir in ansprechender Form rüberbringen."

Es waren die "Besten der Besten", die in Rottenburg ausgezeichnet wurden. Denn zunächst mussten sich die jungen Handwerkerinnen und Handwerker für den Wettbewerb qualifizieren, und zwar über die Prüfungsnote. Am Wettbewerb kann nur teilnehmen, wer die Gesellenprüfung mit der Note "gut" oder besser abgeschlossen hat. Dr. Joachim Eisert, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Reutlingen, wertet die hohen Teilnehmerzahlen der letzten Jahre vor allem als Beleg für die engagierte Ausbildungsarbeit, die in den Betriebe erbracht wird: "Der Erfolg der Junghandwerker ist immer auch ein Verdienst der Ausbilder, die den Nachwuchs betreuen."

Beim Leistungswettbewerb stellten sich die jungen Frauen und Männer dann nochmals einer kritischen Bewertung. Schließlich standen die Sieger im Kammerbezirk Reutlingen fest: 39 erste Plätze, 30 zweite und 24 dritte Plätze. Rund ein Drittel der 93 Sieger sind Frauen. Viele von ihnen konnten sich in den traditionellen Handwerksberufen gegen die zahlenmäßig überlegene männliche Konkurrenz durchsetzen.

Die Verteilung der Siegerinnen und Sieger entspricht in etwa dem Anteil der Betriebe im Kammerbezirk. Daher kommen wie in den Vorjahren aus dem Landkreis Reutlingen die meisten Kammersiegerinnen und -sieger: 26 Frauen und Männer schafften es diesmal unter die ersten Drei. Es folgt der Landkreis Tübingen mit 23 ausgezeichneten Teilnehmern. Aus dem Zollernalbkreis kommen 17, aus dem Landkreis Sigmaringen 17 und aus dem Kreis Freudenstadt 10 Siegerinnen und Sieger.

Die Erstplatzierten der Kammerausscheidung, 14 Frauen und 25 Männer, konnten sich dann auf dem Landeswettbewerb mit den Besten der anderen Kammerbezirke in Ulm messen. Die Bundessieger wurden schließlich am 4. Dezember 2009 im Rahmen einer Festveranstaltung in Halle/Saale bekannt gegeben. Das Ergebnis: zwei Bundessieger, ein zweiter Platz und zwei dritte Plätze.
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