Samstag, 03. Dezember 2016


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Kitkat: Suesses mit bitterem Beigeschmack

Greenpeace enthuellt, wie Nestlé zum Aussterben der Orang-Utans beitraegt

(lifePR) (Hamburg, ) Die Produktion von Schokoriegeln wie Kitkat von Nestlé traegt zur Zerstoerung des indonesischen Urwalds bei und vernichtet damit die Lebensgrundlage der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans. Das ist das Ergebnis eines heute veroeffentlichten Greenpeace-Berichtes. Nestlé-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden heute von 60 Greenpeace-Aktivisten ueber die Folgen der Palmoelproduktion, beispielsweise fuer Kitkat, informiert. Seit den fruehen Morgenstunden verteilen die Aktivisten Flugblaetter vor der deutschen Zentrale in Frankfurt/Main sowie vor den Nestlé-Standorten in Hamburg, Berlin, Muenchen, Nuernberg, Soest und Singen.

"Jeder Biss in einen Kitkat-Riegel zerstoert das Leben der letzten Orang-Utans ein bisschen mehr." sagt Corinna Hoelzel, Greenpeace Waldexpertin, vor Ort in Frankfurt. "Nestlé muss seine Vertraege mit Lieferanten kuendigen, die den Urwald zerstoeren."

Der Bericht von Greenpeace zeigt, dass Nestlé Rohstoffe vom indonesischen Hersteller Sinar Mas kauft. Dieser Lieferant verletzt internationale Standards und indonesisches Recht, ist an Landkonflikten beteiligt, rodet wertvolle Regenwaelder in Orang-Utan-Gebieten und hat massive Expansionsplaene. Auf den gerodeten Urwaldflaechen werden Oelpalmplantagen in Monokulturen angelegt. Allein Nestlé, der groesste Nahrungsmittel- und Getraenkehersteller der Welt, hat seinen Bedarf an Palmoel in den letzten drei Jahren auf 320.000 Tonnen verdoppelt.

Greenpeace hat Nestlé bereits mehrfach aufgefordert, seine Vertraege mit Sinar Mas zu kuendigen und legte wiederholt Beweise vor, dass Sinar Mas trotz gegenteiliger Behauptungen weiterhin Urwald rodet. Als Reaktion auf die Urwaldzerstoerung und die illegalen Machenschaften von Sinar Mas haben die Firmen Unilever und Kraft bereits ihre Vertraege mit der Firmengruppe gekuendigt. "Waehrend andere Firmen handeln, weigert sich Nestlé, seine Verantwortung wahrzunehmen und seine Geschaefte mit dem groessten Urwald- und Klimakiller Indonesiens zu stoppen", so Hoelzel. Neben Nestlé gibt es aber auch noch weitere schwarze Schafe: Beispielsweise auch in Bahlsen Keksen, der Prinzenrolle, Toffifee, in Maggi-Produkten, Kosmetik von Schwarzkopf oder Waschmitteln wie Persil, Spee und Terra Aktiv von Henkel kann Palmoel aus Urwaldzerstoerung enthalten sein.

Indonesien ist das Land, in dem Urwaldzerstoerung am schnellsten voranschreitet. Seit 1950 sind 74 Millionen Hektar Wald vernichtet worden, eine Flaeche doppelt so gross wie Deutschland. Besonders dramatisch fuer den Klimaschutz und die Artenvielfalt unseres Planeten ist die Rodung und Trockenlegung der Torfwaelder, da diese rund 10mal mehr Kohlenstoff speichern als andere Urwaelder und viele vom Aussterben bedrohte und endemische Arten wie Orang-Utans, Sumatra-Tiger oder Java-Nashoerner beheimaten. Aufgrund der Urwaldzerstoerung ist Indonesien bereits der drittgroesste Produzent von Treibhausgasen - nach China und den USA.
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