Dienstag, 27. September 2016


Erbbaurechtskongress: ESPS-Vorstand über strategische Herausforderung im Erbbau und wie man ihnen begegnet

(lifePR) (Heidelberg, ) Ein niedriges Zinsniveau, negative Preissteigerungsraten, Überalterung der Gesellschaft und zunehmende Tendenz zur Urbanisierung und von Landflucht. Ingo Strugalla, Geschäftsführender Vorstand der Evangelischen Stiftung Pflege Schönau (ESPS), beschreibt kein Szenario, sondern die Realität, der sich heute Erbbaurechtsausgeber stellen müssen. Mit welchen Lösungen sich die ESPS diesen Herausforderungen stellt, skizzierte er auf dem 2. Erbbaurechtskongress, Ende Februar 2015 in Kassel.

Die Stiftung blickt auf eine lange Historie. Gegründet wurde sie im Jahr 1560. Zeit genug also, das ihr anvertraute Vermögen an Immobilien, Grundstücken und Wäldern durch die Höhen und Tiefen eines sich stets wandelndem wirtschaftlichen Umfeldes zu managen und weiter zu entwickeln. Heute ist die ESPS größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg sowie größte kirchliche Erbbaurechtsausgeberin in Deutschland.

Für Strugalla liegt ein Erfolgsgeheimnis in dieser Historie und dem dadurch geschärften Blick auf langfristige Entwicklungen. Nachhaltigkeit gehört zur obersten Handlungsmaxime der Stiftung. Wer Forst bewirtschaftet, muss Wachstumszeiten des "Produktes" Holz von durchschnittlich 80 bis 100 Jahren realisieren können. Und auch im Bereich des Erbbaus und der Verwaltung entsprechender Grundstücksverträge ist langer Atem notwendig, laufen doch solche Verträge bis zu 99 Jahren. Die ersten Verträge der Stiftung enden frühestens in etwa 30 Jahren; also noch einmal die Zeitdauer einer Generation, die es abzuwarten und heute schon zu antizipieren gilt.

Damit kommt zur Nachhaltigkeit aber auch die Fähigkeit zur Vorausschau. So hat die Stiftung früh erkannt, dass eine moderne Verwaltung von Vermögenswerten auch ein zukunftsorientiertes IT-Umfeld benötigt. Nur mit einer auf Effizienz und Effektivität ausgerichteten Infrastruktur sind auch in schwierigen wirtschaftlichen Umfeldern ausreichende, die Zukunft sichernde Renditen zu erreichen. Strugalla will mehr: Die ESPS strebt das papierlose Büro an - ein ambitioniertes Ziel angesichts von über 20.000 Kundenverträgen.

Auch die Zinsentwicklung und ihre Auswirkungen auf Anlageströme und deren Entwicklung wurden schon früh erkannt. Folgerichtig erfolgte bereits vor mehr als fünf Jahren der Aufbau eines paneuropäisch allokierten Fondsportfolios. Dabei bleibt jedoch die enge Fokussierung auf Immobilienwerte erhalten. Daneben gelten für die kirchliche Stiftung ethische Grundsätze für das Anlageverhalten. Heute liefern die indirekten Immobilienanlagen bereits deutliche Beiträge zum Gesamtumsatz.

Strugalla macht jedoch zugleich deutlich: bei allen marktorientierten Erfolgen der ESPS steht das Gesamtthema Erbbau für alle Anbieter vor einer neuen Herausforderung. Die zunehmende Informationsflut lässt die Verbraucher bei der komplexen Materie häufig ratlos zurück. Moderne Erbbaurechtsausgeber stehen daher nicht nur vor der Aufgabe, vertrauensvoll zu informieren. Es geht auch darum, sich mit relevantem Content aus dem Gesamtmarkt Bauen und Wohnen hervorzuheben und zu profilieren. Etwa um sich im harten Wettbewerb der Mitarbeiterrekrutierung für die besten Köpfe interessant zu machen. Und so hat die ESPS auch auf diesem Feld inzwischen die Zukunft eingeläutet. Ihr über die Jahrhunderte erprobtes nachhaltiges Handeln wird heute ergänzt durch den transparenten Dialog mit den Zielgruppen. "Heute sind wir präsenter denn je", konstatiert Strugalla. Und sieht dies als gute Grundlage, auf der die traditionsreiche Evangelische Stiftung Pflege Schönau auch künftige Herausforderungen erfolgreich bewältigen wird.
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Über Evangelische Stiftung Pflege Schönau

Die Evangelische Stiftung Pflege Schönau (ESPS) ist eine selbständige kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Heidelberg. Ihr Stiftungszweck besteht im Wesentlichen darin, kirchliches Bauen zu finanzieren und Besoldungsbeiträge für Pfarrstellen zu erwirtschaften. Erlösquellen der ESPS, die über rund 14.000 Hektar Grundbesitz verfügt, sind Miet- und Pachteinnahmen aus etwa 20.000 Erbbau- und Pachtverträgen, knapp 100 Wohnimmobilien, sowie Erlöse aus dem unternehmerisch geführten Forstbetrieb: Mit rund 7.500 Hektar Wald ist die ESPS die größte körperschaftliche Waldbesitzerin in Baden-Württemberg.

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