Mittwoch, 07. Dezember 2016


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Das Vier-Wochen-Martyrium

WM-Füße

(lifePR) (Lübbecke, ) Im Sommer werden wieder Milliarden Menschen das sportliche Großereignis 2010 als Zuschauer begleiten – die Fußballweltmeisterschaft (WM) in Südafrika. Die wahren Helden dabei sind die Füße der Akteure. Auf dem Weg zum Titel müssen diese eine ganze Menge erleiden.

Die Spiele der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland wurden in 205 Länder übertragen. Das Eröffnungsspiel des deutschen Nationalteams gegen Costa Rica sahen allein in Deutschland über 22 Millionen Menschen. Beim Halbfinale gegen Italien waren es sogar knapp 30 Millionen Zuschauer.

Diese Zahlen verdeutlichen den immensen Stellenwert des größten Sportereignisses der Welt. Und im Sommer dieses Jahres ist es wieder so weit. Für die Endrunde in Südafrika haben sich 32 Mannschaften qualifiziert, insgesamt finden 64 Spiele in vier Wochen statt. Die beiden Mannschaften, die den Weltmeister ausspielen, haben dann in dieser Zeit inklusive des Finales sieben Spiele absolviert.

Enorme Laufleistung

Die weitesten Wege in einem Spiel legen Mittelfeldspieler wie Michael Ballack (FC Chelsae), Franck Ribéry und Außenverteidiger vom Schlage eines Philipp Lahms (beide Bayern München) zurück. Sie laufen mehr als zwölf Kilometer pro Spiel. Ein wahres Laufwunder ist Mathieu Flamini von Arsenal London, der mit einem Spitzenwert von über 14 Kilometern den Europarekord hält.

Die Belastungen eines Turniers wie die Fußballweltmeisterschaft bleiben oft nicht ohne Folgen. Besonders das Laufen macht den Füßen zu schaffen. Zwar hat der Fuß beim Laufen immer nur Sekundenbruchteile Bodenkontakt, doch in dieser kurzen Zeit kann viel geschehen. Rund 75 Prozent aller Läufer setzen zuerst mit der Ferse auf und rollen dann den Fuß von hinten nach vorn ab. So besteht ein Schritt aus Landephase, Stütz- und Abstoßphase.

Besonders in der Landephase sind Füße und Sprunggelenke einer Belastung vom Zwei- bis Dreifachen des Körpergewichts ausgesetzt. Hinzu kommt, dass die Intensität der entstehenden Kräfte von weiteren Faktoren beeinflusst werden: je höher das Tempo oder je härter der Boden, desto stärker die Belastung. Für die Muskeln, Bänder und Fußknochen bedeutet dies Schwerstarbeit.

Fußdeformationen und Hüftschäden

Häufig entstehen deshalb auch Blessuren. So hat beispielsweise der Schweizer Nationalspieler und Bundesligaprofi der Frankfurter Eintracht Pirmin Schwegler seine Erfahrungen gemacht: „Kleinere Blessuren wie Blasen und Schürfwunden entstehen bei der intensiven Belastung. Bei einer WM werden auch die Sehnen und Bänder am Fuß besonders beansprucht.“

Ernstere Belastungsfolgen sind meist anatomische Veränderungen am Fuß. „So sind zum Beispiel bei Fußballern Senk- und Spreizfüße weit verbreitet“, weiß Dr. Ingo Tusk, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention. „Viele Spieler tragen daher Einlagen, was in den meist sehr engen Fußballschuhen zu zusätzlichen Druckbelastungen führen kann.“ Je höher die Liga, desto eher würden aber heutzutage die Spieler individuell angepasste Schuhe erhalten, indem der jeweilige Fußabdruck ausgegossen wird. Das hilft viele Probleme zu vermeiden.

Der Orthopäde und Mannschaftsarzt des Drittligisten Offenbacher Kickers und der Frauenbundesligamannschaft des 1. FFC Frankfurt Tusk kennt alle Probleme am Fuß: „Viele Spieler haben einen blauen Zeh.“ Laufen und Schießen belasten den Fuß in den meist sehr engen Fußballschuhen besonders stark. Dadurch könne sich das Nagelbett ablösen. Häufig komme es auch zu Nagelpilzproblemen, da die Spieler andauernd verschwitzte Füße haben.

Fußballprofis sind Pflegeprofis

Da die Füße und Beine das Kapital der Fußballer sind, kümmern sich die Fußballstars schon aus Eigennutz darum: „Durch Pflege, Massagen, Stabilisierungsübungen für die Bänder, Tapeverbände und Salben halte ich meine Füße fit“, so Pirmin Schwegler, der zuletzt an einem doppelten Außenbandriss am Sprunggelenk laborierte. Auch Tusk bestätigt, dass „die meisten Spieler regelmäßig Fußpflege betreiben“.

Für die wirksame Pflege sind dabei reichhaltige Cremes mit einer ausgewogenen Rezeptur wichtig. Diese liefern der Haut die nötigen Fette und Feuchtigkeit, damit die natürliche Barrierefunktion bestehen bleibt. „Wichtig ist natürlich, die Füße vor dem Eincremen gut abzutrocknen, damit Pilze wenig Chancen haben“, rät Tusk. Mit passenden Schuhen und intensiver Pflege schaffen die Füße der Spieler dann auch das Vier-Wochen-Martyrium einer WM.

So halten Sportler ihre Füße fit:

- Die Ausrüstung muss zur Körperstatik passen. Lassen Sie Ihre Bewegungsabläufe professionell untersuchen.

- Orthopäden, professionelle Fußpfleger bzw. Podotherapeuten und Orthopädieschuhmacher können Fehlstellungen der Sprung-, Knie- und Hüftgelenke mittels Laufbandanalyse und Fußdruckmessung. identifizieren. Laufbandanalysen als Beratungsservice bieten zum Teil auch Orthopädiefachgeschäfte sowie Fachgeschäfte für Laufsport an.

- Qualitätssportschuhe verwenden, die zum individuellen Laufstil passen, d.h. Fehlstellungen und Gangstörungen durch sog. Pronationsstützen kompensieren und somit das Risiko für Sportverletzungen reduzieren.

- Bei Bedarf Sporteinlagen verwenden. Sie beeinflussen die Körperhaltung positiv, reduzieren die Druckspitzen, führen den Fuß und entlasten somit den gesamten Haltungs- und Bewegungsapparat.

- Lassen Sie Hautprobleme am Fuß (Schwielen, Schrunden etc.) sowie Nagelprobleme (eingewachsene Nägel, Nagelfalzentzündung) von einem professionellen Fußpfleger behandeln.

- Kürzen Sie ca. alle vier Wochen die Fußnägel mit einer Nagelzange (Diabetiker mit einer Nagelfeile). Nägel immer gerade und nicht zu kurz schneiden, damit sie nicht einwachsen. Harte Nägel vorher mit einem Fußbad erweichen. Feilen Sie die Nägel abschließend mit einer Feile von oben nach unten, damit sie nicht einreißen. Mit einem Nagel- und Hautschutz-Öl schützen Sie die Nägel vor Pilzinfektionen.

- Cremen Sie Ihre Füße regelmäßig mit einer Fett und Feuchtigkeit spendenden Fußpflegecreme oder Lotion ein. So halten Sie Ihre Fußhaut geschmeidig und widerstandsfähig und schützen sie vor Fußpilz, übermäßiger Verhornung oder Einrissen (Rhagaden). Geeignete Produkte (z.B. von GEHWOL) gibt es in der Apotheke, Fußpflegepraxen oder Kosmetikinstituten. Tipp: Einige Präparate enthalten ätherische Öle wie zum Beispiel Menthol, Rosmarinöl oder Lavendelöl. Die Öle schützen vor Fußpilz und Fußgeruch und haben einen tonisierenden, aktivierenden und belebenden Effekt.

- Vor dem Training Strümpfe bzw. Sportsocken glatt ziehen, damit im Schuh keine Druckstellen entstehen. Steinchen und Schmutz aus dem Schuh entfernen. Derartige Unebenheiten können Blasen verursachen.

- Bei einer Schiefstellung der Füße oder Zehen und entsprechender Fehlbelastung entstehen Druckspitzen. Schützen Sie die betreffenden Hautpartien mit speziellen Druckschutzpolstern z.B. aus Polymer-Gel.

- Auch Salben auf Basis von Spezialseife, Vaseline oder Talkum schützen vor Blasen. Messerrückendick auf die Füße auftragen, bis eine Art Schutzschicht entsteht und die Füße im Schuh gut gleiten können. Lassen Sie sich in der Apotheke oder vom Fußpfleger beraten.

- Nach dem Training bzw. Duschen sollten Sie Ihre Füße mit einem pflegenden Fußspray einsprühen. Vorher gut abtrocknen, auch zwischen den Zehen. Das Spray spendet Feuchtigkeit, desinfiziert, verleiht ein hygienisches Frischegefühl und schützt vor Fußpilz.

- Auch im Schuh lauern Pilzerreger. Lassen Sie Ihre Schuhe nach dem Sport stets gut auslüften. Ggf. mit Schuh-Deo desinfizieren.

Weiterführende Informationen:

www.presse-gehwol.de
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