Samstag, 19. April 2014


  • Pressemitteilung BoxID 305066

Brief an Landrat Dr. Schnaudigel: Rechbergklinik / Gefährdung der Notfallversorgung

(lifePR) (Bretten, ) Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Schnaudigel,
mit leichter Verwunderung haben wir von Seiten des DRK Kreisverbandes
Karlsruhe e.V. aus der Presse zur Kenntnis genommen, dass der Erhalt bzw. der Neubau der Rechbergklinik in Bretten in Frage gestellt werden soll.

Als Träger der Notfallrettung, im Stadt- und Landkreis Karlsruhe, sehen wir durch eine Nichtaufrechterhaltung des Klinikbetriebes in Bretten eine Gefährdung der Notarztversorgung im östlichen Landkreis.

Neben den Rettungswachen-Standorten in Menzingen, Oberderdingen und Bretten gehört der Notarztstandort an der Rechbergklinik zu einer wichtigen Säule der Notfallrettung. Seit Jahren haben wir gute Erfahrungen mit den Notärzten aus den Landkreiskliniken in Bruchsal und Bretten gemacht und eine gemeinsame Vereinbarung stellt sicher, dass rund um die Uhr ein Notarzt zur Verfügung gestellt wird. Sollte nun der Standort Bretten wegfallen, so würde das zu einer erheblichen Verschlechterung der Versorgungssituation im östlichen Landkreis führen.

In einigen Bereichen von Baden-Württemberg wurden bereits Kliniken geschlossen und die DRK Kollegen vor Ort berichten von erheblichen Schwierigkeiten diese Lücke durch z.B. niedergelassene Ärzte zu schließen. Dies gilt es zu verhindern. Von Seiten des DRK Kreisverbandes Karlsruhe unterstützen wir, sehr geehrter Herr Dr. Schnaudigel, Ihre eindeutigen Aussagen zum Bestand der Rechtbergklinik und der Bedeutung für den dortigen Raum.

Der DRK Kreisverband Karlsruhe versucht seit mehreren Jahren durch seine ehrenamtlichen Notfallhilfen vor Ort, die durch Mitgliedsbeiträge finanziert werden, das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des Notarztes bzw. Rettungsdienstes zu überbrücken. Durch einen Wegfall des Notarztstandortes Bretten würde sich die daran anschließende medizinische Versorgung durch Notärzte unnötig verzögern. Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass bei zeitnaher Behandlung der Notfallpatienten, deren Heilungschancen erheblich steigen bzw. ein möglicherweise notwendiger Krankenhausaufenthalt sich erheblich verkürzt. Das stellt auch einen erheblichen volkswirtschaftlichen Nutzen dar.

Der Rettungsdienstbereich Karlsruhe gehört zu einen der drei Rettungsdienstbereichen
in ganz Baden-Württemberg, die die Hilfsfristen einhalten und zu einer optimalen Notfallversorgung der Bevölkerung gewährleisten. Eine Schließung der Rechbergklinik würde hier dieser optimalen Versorgung zuwiderlaufen.

Sehr geehrter Herr Landrat Dr. Schnaudigel, aus Sicht des DRK Kreisverbandes Karlsruhe e.V. möchten wir Ihrer Haltung zur Notwendigkeit des Bestandes der Rechbergklinik unterstützen und gehen davon aus, dass auch die große Mehrheit der Kreisräte sich ihrer Verantwortung für den gesamten Landkreis Karlsruhe bewusst sind.

Mit freundlichen Grüßen
Jörg Biermann
Kreisgeschäftsführer
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