Sonntag, 11. Dezember 2016


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Markus Taube: Olympia hat Geschäfte deutscher Firmen in China beeinträchtigt

Ostasienwissenschaftler im Interview der Deutschen Welle

(lifePR) (Bonn, ) Die Olympischen Spiele in China haben nach Ansicht des Ostasien-Experten Markus Taube die Geschäfte deutscher Unternehmen beein-trächtigt. Der Leiter des Instituts für Ostasienwissenschaften an der Univer-sität Duisburg-Essen sagte in einem Interview der Deutschen Welle: "Wenn man die deutschen Firmen betrachtet, die in China investieren und produ-zieren, waren sie in der Zeit der Olympischen Spiele eher mit Problemen belastet. Die Intensität der Geschäftsbeziehungen hat darunter gelitten." Taube führte als Gründe unter anderem die restriktive Visa-Vergabe für Geschäftsleute durch chinesische Behörden an sowie die vorübergehende Schließung von Produktionsstandorten zugunsten geringerer Umweltbelastungen.

"Deutsche Unternehmen, die Olympiaaufträge erhalten haben oder im Sponsoring aktiv waren, können dagegen sicher eine positive Bilanz ziehen. Das hat allerdings mit dem Olympiaeffekt zu tun, weniger mit China. Wären die Spiele in Tadschikistan ausgetragen worden, wäre der Effekt höchstwahrscheinlich sehr ähnlich gewesen", fügte Taube hinzu. Der China-Experte geht davon aus, dass die Olympischen Spiele dem Gastgeberland wirtschaftlich keine nachhaltigen Effekte beschert hätten. "Ich sehe Olympia nicht als große Wasserscheide", so Taube in der Deutschen Welle.
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