Samstag, 10. Dezember 2016


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DW initiiert deutsch-amerikanische Diskussion zum Mauerfall

Hans-Dietrich Genscher und Walter Momper im Gespräch mit früherem US-Sicherheitsberater in Washington DC

(lifePR) (Bonn, ) Der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin, Walter Momper, hat bei einer TV-Diskussion der Deutschen Welle zum Mauerfall in Washington DC daran erinnert, wie sich die Ereignisse im November 1989 überstürzten. "Es war mit Ost-Berlin vereinbart, dass Politbüro-Mitglied Günter Schabowski West-Berlin rechtzeitig über entscheidende Ereignisse informieren würde", so Momper. Die Bekanntgabe der Reisefreiheit habe ihn dann aber überrascht.

Gemeinsam mit dem ehemaligen Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher und General Brent Scowcroft, ehemaliger Sicherheitsberater von Präsident George Bush, diskutierte Momper "The Fall of the Wall: From German Unification to a New World Order?" im "Newseum" in der US-Hauptstadt. Auch Johannes Bohnen von der Atlantischen Initiative nahm an der Diskussion teil. Sie wurde am Montag, 2. November, von DW-TV aufgezeichnet und ist Teil einer Sonderserie zum Mauerfall.

Genscher nutzte seinen Auftritt, den Vereinigten Staaten für ihr Engagement im Wiedervereinigungsprozess und insbesondere bei den "Zwei-plus-Vier"-Gesprächen, an denen er maßgeblich beteiligt war, zu danken.

In der Diskussion wurden auch die Folgen des Mauerfalls und die Möglichkeit zur Wiedervereinigung diskutiert. Es habe bei den Verbündeten auch Skepsis geherrscht. Zur damaligen amerikanischen Position sagte Scowcroft, Bundeskanzler Helmut Kohl habe dem US-Präsidenten im Dezember 1989 einen Plan zur Wiedervereinigung vorgelegt. Bush habe dem mit den Worten: "Go for it" zugestimmt.

In der TV-Sendung kamen neben dem Studiopublikum in Washington auch Nutzer der DW-Angebote aus aller Welt zu Wort.

Die Diskussion bildet den dritten und letzten Teil einer Sonderserie von DW-TV zum Mauerfall. Die ersten beiden Teile beschäftigten sich mit den historischen Ereignissen, die zum Bau der Mauer führten, sowie mit der Rolle der Medien im Kalten Krieg. Das Projekt wurde durch die Deutsche Welle in Zusammenarbeit mit der deutschen Botschaft Washington, dem "Newseum", der Bertelsmann Stiftung und der BMW Stiftung realisiert. DW-Intendant Erik Bettermann unterstrich in Washington DC die Bedeutung dieser Sendereihe für das transatlantische Verhältnis.

Die Sonderserie wurde in englischer Sprache aufgezeichnet. Der dritte Teil mit dem Titel "Looking back: The Fall of the Wall and the Aftermath" wird auf DW-TV USA am Freitag, 6. November, um 0 Uhr (UTC/GMT) ausgestrahlt.
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