Samstag, 03. Dezember 2016


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Wenig Trinken bei Blasenschwäche verstärkt Harndrang

Die richtige Trinkmenge finden

(lifePR) (Bonn, ) Wer aus Angst vor Inkontinenz zu wenig trinkt, tut genau das falsche. Denn so werden die Nieren nicht mit ausreichend Flüssigkeit versorgt und produzieren einen hoch konzentrierten Urin, der die Blase reizt und den Harndrang noch verstärkt. Zudem steigt das Risiko für Harnwegsinfektionen, wenn Nieren und Blase zu wenig gespült werden. Doch wieviel Flüssigkeit sollte es sein? Und wie kommen Senioren, denen das Trinken schwerfällt, auf die ideale Menge?

Die oft pauschal empfohlene Trinkmenge von 1,5 bis 2 Litern am Tag überfordert viele Senioren. Bei betagten Menschen ist das Durstgefühl nicht mehr so ausgeprägt, sodass sie oft nicht daran denken, ausreichend zu trinken. Hinzu kommt, dass sich im Alter die Blasenwand verändert und allzu großen Flüssigkeitsmengen nicht mehr standhalten kann. Manche ältere Menschen müssen ihre Trinkmenge aus gesundheitlichen Gründen begrenzen, vor allem Patienten mit Herz-, Kreislauf- und Nierenerkrankungen. Wieviel ein älterer Mensch täglich trinken sollte, hängt vom Gesundheitszustand, vom Körpergewicht und von äußeren Einflüssen ab.

Wieviel muss es sein?

Eine Orientierung, wieviel Flüssigkeit ein Mensch ohne Herz- oder Nierenleiden benötigt, gibt die einfache Formel (1) 30 ml pro kg Körpergewicht. Etwa 10 ml stammen dabei aus der Nahrung, 20 ml müssen in Form von Getränken aufgenommen werden. Ein 80 kg schwerer Mann sollte demnach 1,6 Liter am Tag trinken, eine Frau von 60 kg braucht 1,2 Liter. Bei hohen Temperaturen, körperlicher Anstrengung, Fieber oder Durchfall ist der Flüssigkeitsbedarf höher. Eine einfache Kontrolle ermöglicht ein Blick auf den Urin: Ist er hellgelb und klar, ist alles im grünen Bereich. Nur der Morgenurin darf etwas dunkler sein.

Wasser, Tee, Kaffee?

Ideale Getränke sind ungesüßte Kräuter- und Früchtetees, Wasser mit wenig Kohlensäure und verdünnte Säfte. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und schwarzer Tee gelten anders als früher vermutet nicht als Flüssigkeitsräuber, sondern tragen ebenso zum Wasserhaushalt bei wie alle anderen Getränke. Gegen zwei bis drei Tassen ist daher nichts einzuwenden, größere Mengen können allerdings die Blase reizen und harntreibend wirken. Das gilt auch für kohlensäurehaltige Getränke wie Limonaden sowie Alkohol. Um nächtliches Rausmüssen möglichst zu vermeiden ist es wichtig, die Flüssigkeitsaufnahme geschickt über den Tag zu verteilen und kurz vor dem Schlafengehen nichts mehr zu trinken. Wer sich angewöhnt, zum Essen stets ein Glas Wasser oder Saftschorle zu sich zu nehmen und schon morgens eine Kanne Tee für den Tag bereitstellt, kommt meist bis zum Abendessen auf die geforderte Trinkmenge.

Weitere Tipps und Informationen enthält die Broschüre "Blasenschwäche ist kein Schicksal". Bestelladresse: Deutsche Seniorenliga (DSL) e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn; www.dsl-blasenschwaeche.de. Bestell-Hotline 01805 - 001 905 (0,14 Euro/Min. aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend).

(1) Deutsche Gesellschaft für Ernährung: http://www.dge.de/...
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