Montag, 01. September 2014


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apoBank 2011: Mit 43,1 Mio. Euro erneut soliden Jahresüberschuss erwirtschaftet

(lifePR) (Düsseldorf, ) - Dividendenvorschlag für Mitglieder in Höhe von vier Prozent
- Operatives Ergebnis mit 280,4 Mio. Euro aufgrund von Sondereffekten erwartungsgemäß rückläufig
- Abbau der strukturierten Finanzprodukte mit mehr als 1 Mrd. Euro schneller als erwartet
- Zukunftsprogramm VorWERTs zur Steigerung der Leistungsfähigkeit und zum Ausbau der Marktposition gestartet

Das Geschäftsjahr 2011 der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank) war von zwei gegenläufigen Entwicklungen geprägt: Einem stabilen Ausbau des Kundengeschäfts stehen Sonderbelastungen gegenüber, die das operative Ergebnis beeinträchtig haben. Insgesamt erwirtschaftete die apoBank einen Jahresüberschuss in Höhe von 43,1 Mio. Euro (2010: 53,4 Mio. Euro). Vorbehaltlich der Zustimmung der Vertreterversammlung wird sie ihren rund 100.000 Mitgliedern erneut eine Gewinnbeteiligung in Höhe von vier Prozent auszahlen. Parallel ermöglicht das Ergebnis die Rücklagen zu dotieren und so die Kapitalbasis zu stärken.

Herbert Pfennig, Sprecher des Vorstands der apoBank: „In einem für den gesamten Bankensektor anhaltend schwierigen Marktumfeld haben wir unser primäres wirtschaftliches Ziel, die Dividendenfähigkeit, erreicht und können unsere Mitglieder weiterhin am positiven Ergebnis unserer Bank beteiligen.“

Grundlage für den Erfolg der Bank war die gute Entwicklung im Geschäft mit den Heilberuflern. Mit mehr als 4 Mrd. Euro bei den Neuausleihungen hat die apoBank im abgelaufenen Geschäftsjahr Existenzgründungen, Praxis- und Apothekeninvestitionen sowie private Vorhaben unterstützt. Darüber hinaus konnte sie ihre Kundengelder ausweiten und so den Anteil der Refinanzierung über den Kapitalmarkt weiter reduzieren.

"Diese Entwicklung belegt, dass uns die Heilberufler als Finanzierungs- und Anlageberater vertrauen. Damit erfüllen wir nicht nur eine wesentliche Funktion in der Versorgung des deutschen Gesundheitsmarktes mit Finanzdienstleistungen, sondern auch unseren Satzungsauftrag, die wirtschaftliche Förderung der Heilberufler", so Pfennig.

Die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2011 im Einzelnen

Die Bank erwirtschaftete einen Zinsüberschuss in Höhe von 646,7 Mio. Euro, der gegenüber dem Vorjahreswert rückläufig war (2010: 679,2 Mio. Euro). Verantwortlich für den Rückgang war zum einen der Wegfall von Erträgen aus dem Verkauf globaler Zinsderivate in 2010. Zum anderen wurden die Zinszahlungen für die im Oktober 2010 begebene stille Beteiligung erstmals vollständig aufwandswirksam. Das Neugeschäft im Darlehensbereich lag mit 4,2 Mrd. Euro über dem Ergebnis des Vorjahres (2010: 4,0 Mrd. Euro). Bei den Kundeneinlagen verzeichnete die Bank einen deutlichen Anstieg um mehr als sechs Prozent auf 19,3 Mrd. Euro (2010: 18,2 Mrd. Euro). Ohne die beschriebenen Sondereffekte hätte die Bank einen Anstieg beim Zinsüberschuss verzeichnet.

Der Provisionsüberschuss lag mit 119,1 Mio. Euro leicht unter dem Vorjahresergebnis (2010: 127,1 Mio. Euro). Hierin spiegeln sich das schwierige Marktumfeld und die nach wie vor anhaltende Zurückhaltung der Anleger wider. Entsprechend waren die Umsatz- und Depotvolumina rückläufig. Dieser Entwicklung stand der sehr erfolgreiche Ausbau der privaten Vermögensverwaltung entgegen. Das Versicherungsneugeschäft konnte das Rekordergebnis aus 2010 nicht mehr ganz erreichen. Plangemäß entfielen zudem Erträge aus der Vermittlung von Kapitalanlageimmobilien nahezu vollständig.

Der Verwaltungsaufwand war wie erwartet von den Investitionen für die IT-Migration auf das genossenschaftliche Verbundrechenzentrum der GAD geprägt, die Ende März 2012 erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Diese Sonderbelastung war ursächlich dafür, dass der Verwaltungsaufwand inklusive Abschreibungen bei 485,4 Mio. Euro und damit über dem Wert des Vorjahres lag (2010: 452,4 Mio. Euro).

Das operative Ergebnis, d. h. das Teilbetriebsergebnis vor Risikovorsorge, blieb vor diesem Hintergrund mit 280,4 Mio. Euro erwartungsgemäß hinter dem Vorjahr zurück (2010: 341,0 Mio. Euro).

Die Risikokosten und Vorsorgemaßnahmen für das Kundenkreditgeschäft lagen trotz des anhaltenden Wachstums mit 65,1 Mio. Euro unter Vorjahr (2010: 69,9 Mio. Euro). Dies ist ein Beleg für das gute Kreditrisikomanagement der Bank und die niedrigen Ausfallraten in ihrem Kerngeschäft.

Die Risikokosten und Vorsorgemaßnahmen für Finanzinstrumente und Beteiligungen lagen bei 118,7 Mio. Euro und damit ebenfalls unter dem Vorjahreswert (2010: 201,6 Mio. Euro). Der Schwerpunkt der Risikokosten bei den Finanzinstrumenten lag auf Drohverlustrückstellungen für Credit Default Swaps (CDS), denen direkte Länderrisiken gegenüber Griechenland und Ungarn zugrunde lagen. Damit hat die Bank Belastungen aus dem Anfang März 2012 festgestellten Kreditereignis für ihre Griechenland-CDS-Positionen bereits im Jahresabschluss 2011 berücksichtigt.

Die Finanzinstrumente hat die Bank im Jahr 2011 insgesamt von 11,9 Mrd. Euro auf 10,5 Mrd. Euro abgebaut. Den Abbau der strukturierten Finanzprodukte hat die Bank konsequent fortgesetzt. Für 2011 beläuft sich das Volumen hierbei auf 3,0 Mrd. Euro (2010: 4,2 Mrd. Euro). Mit einem Rückgang von mehr als 1 Mrd. Euro erfolgte der Abbau damit schneller als geplant.

Die Bilanzsumme blieb mit 38,8 Mrd. Euro stabil. Die Entwicklung der einzelnen Bilanzpositionen spiegelt zum einen das fortgesetzte Wachstum der Geschäftsvolumina im Kundengeschäft wider; zum anderen prägte der plangemäße Abbau der strukturierten Finanzprodukte und der kapitalmarktorientierten Refinanzierungsmittel die Bilanzentwicklung.

Die apoBank konnte 2011 sowohl ihre Eigenmittelquote auf 13,0 % (2010: 11,3 %) als auch ihre Kernkapitalquote auf 8,5 % (2010: 7,2 %) erhöhen. Neben dem Abbau der strukturierten Finanzprodukte hat dabei die Garantievereinbarung mit dem BVR weiterhin zur Entlastung beigetragen.

Ihre Kundenzahl konnte die apoBank im Geschäftsjahr 2011 weiter erhöhen. Mehr als 12.000 neue Kunden und fast 2.500 neue Mitglieder belegen die starke Position der Bank im Gesundheitswesen.

Ausblick: apoBank plant weiteres Wachstum und investiert in die Zukunft

Die apoBank geht davon aus, dass sich die Rahmenbedingungen für den gesamten deutschen Bankensektor weiter verschärfen werden; insbesondere auch durch die im Zuge von Basel III weiter steigenden Eigenkapital- und Refinanzierungskosten. Aufgrund ihrer guten Marktposition und ihrer fokussierten geschäftspolitischen Ausrichtung plant die Bank dennoch in ihrem Kerngeschäft zu wachsen. Gleichwohl wird die Aufwandsseite von den abschließenden Aufwendungen für die IT-Migration sowie von Investitionen in das Zukunftsprogramm „VorWERTs“ geprägt sein. Insgesamt plant die apoBank nach heutigem Stand auch im Jahr 2012 einen Jahresüberschuss zu erwirtschaften, der ihr sowohl eine angemessene Dividendenzahlung als auch eine Dotierung der Rücklagen ermöglicht.

„Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass die Konzentration auf unser Kerngeschäft richtig war. Diesen Weg werden wir konsequent fortsetzen. Unsere wirtschaftliche Basis ist stabil und die Weichen für eine weitere nachhaltige Entwicklung als verlässlicher Finanzdienstleister sind gestellt. Denn erfolgreich werden wir nur bleiben, wenn wir uns und unser Geschäft auch zukünftig dem Wandel im Gesundheitsmarkt gezielt anpassen“, kommentierte Pfennig.

Zukunftsprogramm „VorWERTs“

Um ihre Marktposition in einem wachsenden Wettbewerb auch zukünftig auszubauen und ihre Leistungsfähigkeit weiter zu steigern, investiert die apoBank in das Zukunftsprogramm „VorWERTs“.

Kernelement der strategischen Weiterentwicklung wird die zielgruppengerechte Beratung der Heilberufler in jeder Lebensphase sein. Denn der starke Wandel im Gesundheitswesen und im Rollenbild der Heilberufler bringt neue finanzielle Anforderungen mit sich, die je nach Lebensabschnitt stark voneinander abweichen können.

Um dem gerecht zu werden, wird die apoBank ihren Vertrieb neu ausrichten. Hierzu zählt, dass die Bank künftig neben der Betreuung der Selbstständigen noch intensiver auch auf die Bedürfnisse der angestellten Heilberufler und der Studenten der akademischen Heilberufe eingehen wird. Das Zukunftsprogramm beinhaltet auch den Aufbau eines Private-Banking-Bereichs, um besonders vermögenden Kunden mit ihren spezifischen Bedürfnissen kompetente Beratung und umfassende Betreuung zu bieten.

Um die apoBank gleichzeitig leistungsfähiger zu machen, optimiert sie im Rahmen von VorWERTs die internen Prozesse. So werden die Abläufe vereinfacht, Bearbeitungszeiten zugunsten der Kunden verkürzt, die Ergebnisqualität erhöht und die Effizienz gesteigert.

Pfennig: „Bei uns sollen die Heilberufler die bestmögliche Bankbetreuung erhalten, sowohl im privaten wie auch im beruflichen Umfeld; von der Finanzierung bis zur Geldanlage. Wir wollen unsere Marktposition ausbauen, unsere unverwechselbaren Stärken noch besser herausarbeiten und uns als vertrauensvoller Partner deutlich vom Wettbewerb abheben. Das werden wir mit VorWERTs erreichen.“
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Über die Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ist eine Genossenschaft und hat sich der wirtschaftlichen Förderung der Heilberufler verpflichtet. Als führende Bank im Gesundheitswesen ist sie auf die Betreuung der Apotheker, Ärzte, Zahnärzte, und Tierärzte spezialisiert. Ihre Kunden begleitet sie bei allen finanziellen und betriebswirtschaftlichen Fragen individuell und lebensphasenbezogen. Mit etwa 100.000 Mitgliedern und rund 360.000 Kunden ist sie heute die größte genossenschaftliche Primärbank.

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